Jungschwuppen Mittwochsclub am 24.10.: grindr-Romeo-tinder Profile Pimp Up pt1

Hallo Jungs,

so ein Profil in einem schwulen sozialen Netzwerk (oder ein anderes, was die Suche Mann –> Mann zulässt), ist ja theoretisch im Handumdrehen erstellt. E-Mail-Adresse, Username, ein paar mehr oder weniger intime Fotos und Selbstauskünfte gegeben – fertig! Aber was macht ein Profil erfolgreich? Sind es besonders kurze Texte? Ausführliche Analysen der Philosophiegeschichte? Hochglanzfotos wie aus der Modewerbung, die den Abgebildeten mittels Bildbearbeitung oder richtigem Filter ins beste aller Lichter rücken? Oder Fotos aus dem Alltag, beim Feiern, in der Uni, im Café, vor dem Computer oder der elterlichen Schrankwand?

Der Herbst ist da! Und damit endlich Zeit, um sich um solch wichtige Dinge wie den eigenen Internetauftritt zu kümmern. Bevor Tim euch am Freitag die Möglichkeit eröffnet, ein paar neue Profilbilder zu machen, schlage ich vor, uns der ganzen Sache im Rahmen einer gemütlichen Mittwochsclub-Runde anzunähern. Dazu treffen wir uns ab 18 Uhr im Mann-O-Meter!

Ich freue mich auf Berichte von skurrilen Onlineerfahrungen 😉

Bis dahin!
Stefan


CC BY-ND 2.0; https://www.flickr.com/photos/gazeronly/

Jungschwuppen Mittwochsclub am 15.2.: Cryptoparty – Mit einer Tasse Kakao durch dieses verrückte Internet

Liebe junge (schwule) Internetnutzer,

wir machen eine Cryptoparty!

Was ist das?

Bei einer Cryptoparty nehmen alle Ihre Handys und Computer mit und wir lernen gemeinsam, wie man Cryptosoftware einsetzt um sicher im Internet zu sein und um an Informationen zu kommen.

Normalerweise Läuft eine Cryptoparty wie folgt ab:

1. Irgendjemand macht einen möglichst Kurzen Vortrag in dem er kurz erzählt, was Crypto (Verschlüsslung) ist und warum wir sie brauchen.

2. Dann werden die verschiedenen Tools (E-Mail-Verschlüsselung, Darknet, Crypto-Messenger, Fake-E-Mails) und Themen (Privatsphäre, Online-Dating, Datenschutz, Massenüberwachung) vorgestellt und man teilt sich je nach Können und Interesse in kleinere Untergruppen auf.

Quelle: smuconlaw@flickr.com

Auf einer Cryptoparty ist eigentlich auch immer jemand, der sich schon besser auskennt. Wer mag das aus unserem Kreis wohl sein? Dem könnt ihr dann Fragen stellen, wenn ihr von selbst gerade nicht weiterkommt oder unsicher seid.

Und dann? Eigentlich läuft dann immer alles von selbst. Es ergeben sich hoffentlich interessante Gespräche, wir haben Spaß und vielleicht lernen wir sogar etwas!

Also liebe Geeks, Gaymer, Noobs, Trolle, Funkyboys, Gay-Romeos und Neugierige; bis dann.

Vorher treffen wir uns aber erst mal ganz wie gewohnt zum Kaffee, Kakao oder Kaltgetränk – wie immer ab  18 Uhr im MOM!

Arndt

 

Jungschwuppen Mittwochsclub am Mittwoch, 08. Oktober

Hallo Jungs,

ui, war das aufregend am Freitag. Erst eine Reise in die Vergangenheit, als die Leute noch auf die Straßen, in die Dielen, Bars und Clubs gingen – was ja zumindest in unserem beschaulichen Städtchen auch heute noch vorkommt, oder? – und dann gab es da dieses schwarz-weiß-grau kopierte A-4-Blatt mit dem Grindr-Profil und dem Abreißzettel, der den Weg zu www.wannaplayberlin.de wies, einer Kunstaktion von Dries Verhoeven, der eine quasi in Fortschrittskritik verpackte Nabelschau seines eigenen Chatverhaltens in aller Öffentlichkeit auslebte.

Soweit so gut, denn leider hat er es mit dem Datenschutz nicht so ernst genommen. Das Ergebnis ist bekannt? Es kam zu Gewalt! Ok, vielleicht habt ihr ja Lust, eure Meinung zum Statement, dass Dating-Apps einen offenen Umgang und offen gelebte Homosexualität verhindern, mit- und einzubringen.

Das wäre doch ein Thema für die Vorstellungsrunden, wenn sich Clément, der euch am Mittwoch um 18 Uhr zu Kaffee-Kola-Kakao empfängt, nicht etwas anderes für euch überlegt hat.

Bild von: https://www.flickr.com/photos/hcseidelin/

50 000 Besuche in den letzten zwei Jahren

Es ist ein kleiner Jugendbereich, es ist ein schlichtes Angebot, es ist eine kleine Homepage. Und doch haben wir in den letzten zwei Jahren etwas über 50 000 Besuche von außen zu verzeichnen. Es freut uns, dass sich pro Tag ca. 70 Besucher auf die Seite begeben. Spitzenreiter bleibt die Frage, wie man sich seinen Eltern gegenüber outen kann. Doch auch die Ankündigungen der Jugendgruppen und die kurzen Informationen zu HIV und Aids werden gelesen. So soll es sein und nicht mehr.

Alle die Interesse an unseren Gruppenangeboten haben und die Altersgrenzen nicht überschreiten sind herzlich eingeladen, mal im Mann-O-Meter zu den angekündigten Terminen vorbeizuschauen. Und sonst kann man sich gern über die Links zu den anderen Jugendgruppen durchklicken.

Danke für das Interesse,

Eure AG Jugend

eine schöne homepage zur berufswahl

einmal im jahr wird der „grimme-online-award“ verliehen. dieser preis ähnelt dem grimme fernsehpreis, indem versucht wird, qualitativ recht hochwertige netzkultur auszuzeichnen. einen preis erhielt dieses jahr eine homepage, die sich an jugendliche und junge erwachsene richtet, die sich mitten in der berufswahl befinden. die seite lautet http://www.beroobi.de .

die seite bietet einen überblick über verschiedene berufe. das schöne an der seite sind die vielfältigen, multimedialen einblicke, die sie gewährt. gut, es sind noch nicht alle berufe erfasst, die man sich so vorstellen kann, aber gerade angebote für lehrlinge werden vielfältig dargestellt. man kann sich die angebotenen infos nach a bis z auswählen. zu jedem beruf gibt es die darstellung der tätigkeit als film, verschiedene interviews und fotostrecken, texte, die weiterhelfen können und einen überblick über den tagesablauf in diesem beruf.

teilweise ist die seite ein bisschen zu hübsch, da natürlich auf so einer homepage kaum die negativen seiten eines berufs dargestellt werden. schon gar nicht, wenn man schaut, wer alles kooperationspartner ist. außerdem lässt sich schwer voraussagen, wie gut oder schlecht die einzelnen, eigentlichen arbeitsstellen sind. aber es lohnt sich einen blick auf die seite zu werfen, wenn man unentschlossen ist oder aber sich fragt, was man in manchen berufen überhaupt macht. so vielfältig wurden tätigkeiten bis jetzt kaum im netz dargestellt.

dann wünsche ich die richtige berufswahl 😉

youth peer education network – y-peer

wir hatten hier mal ein peer-education-projekt zu hiv und aids laufen. das bedeutete, wir schulten schülerInnen, die wiederum an ihren schulen andere schülerInnen darüber unterrichteten, wie die übertragungswege von hiv sind, welche stds (sexual transmitted diseases) (andere schreiben sti (sexual transmitted infections)) es gibt und wie diese übertragen werden. leider gab es keine weitere finanzierung, um dieses projekt zu fördern.

es gibt aber eine homepage eines weltweiten netzwerkes, die viele informationen zum thema peer-education bereit hält und bemüht ist, weltweit stück für stück peer-educaterInnen und deren ausbilderInnen zu vernetzen. es handelt sich um das „youth peer education network“ oder auch „y-peer“ genannt. um die seite zu besuchen, sollte man mindestens des englischen ganz gut mächtig sein. es gibt auch noch viele andere sprachangebote vor allen dingen bei den faqs und den schulungsmaterialien. eine vielfältige und reichhaltige seite.

es lohnt aber auch einen blick auf die ansprechpartner in verschiedenen ländern der erde zu werfen. auf der linkseite finden sich verweise vor allen dingen in länder südlich und östlich von uns gelegen. ich finde, diese seite ist der gelungene versuch, prävention in einer unaufgeregten art an jugendliche und junge erwachsene zu vermitteln. zu finden ist die seite unter: http://www.youthpeer.org/web/guest/home

jugendliche und internet

die bundeszentrale für gesundheitliche aufklärung (bzga) hat vor kurzem ein heft ihrer reihe „forum sexualaufklärung und familienplanung“ unter das motto „medien“ gestellt. darin finden sich diverse artikel zur frage wie kinder und jugendliche mit dem internet und überhaupt mit den medien umgehen. dies geschieht unter dem blickwinkel der sexualaufklärung und der sexualpädagogik.

denn das internet bietet zum beispiel einen leichten zugang zu pornografischem material. eltern, aber auch pädagogInnen sind immer wieder erstaunt, wie dezidiert sich kinder und jugendliche in diesem bereich auskennen. noch häufiger wissen sie überhaupt nicht, was junge menschen überhaupt kennen. so stellt sich an die sexualpädagogik die frage, wie eine medienkompetenz gefördert werden kann, die einen sinnvollen umgang mit pornografischem material und anderen informationen im internet darstellt.

das heft kann als pdf-datei hier heruntergeladen werden: http://www.forum.sexualaufklaerung.de/AktuelleAusgabeForum.php?mid=4 . es regt einen längst fälligen diskurs an.