Okt 29

Liebe Engagierte,

das Mann-O-Meter veranstaltet in Kooperation mit Schlau-NRW und Fliederlich e.V.  (Nürnberg) einen bundesweiten 4-tägigen Kongress zum Thema schwullesbische Aufklärungsarbeit an Schulen, für alle an dem Thema aktiven Einrichtungen und Vereine.

Die Veranstaltung ist eine sexualpädagogische Weiterbildungsveranstaltung, sowie ein bundesweiter Treffpunkt für alle aktiven Gruppen. Die lokal tätigen Aufklärungsvereine lernen sich näher kennen und ermöglichen so einen gegenseitigen Austausch, um die bisherigen Methoden und Konzepte langfristig weiterzuentwickeln.

Auch bietet der Kongress Raum zum Austausch und zur Diskussion. Mit Hilfe verschiedener Methoden tauschen die Teilnehmenden ihre unterschiedlichen Erfahrungen der Aufklärungsarbeit untereinander aus. Die Konzipierung qualitätssichernder Maßnahmen zur Aufklärungsarbeit bildet einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung.

Eine Arbeitssgruppe organisiert und bereitet den Kongress gemeinsam vor. Die Gruppe besteht aus Aktiven von verschiedenen Einrichtungen und aus unterschiedlichen Bundesländern.  Allerdings suchen wir noch weiter ehrenamtliche Engagierte, die bereit wären, bei diesem Projekt mitzuhelfen.

Der Aufklärungskongress soll im Mai stattfinden. Der genaue Termin wird vom Tagungsort abhängig sein, für den die Koordinierungsgruppe momentan Kooperationspartner_innen sucht, um einen vergünstigten Preis zu bekommen.

Wenn ihr Interesse an der Vernanstaltung habt, oder Lust habt, das Projekt mitzugestalten, dann meldet euch einfach unter: kongress(at)mann-o-meter.de oder unter der Nr. 030-217 51 011, Di-Fr 14-22 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Siepe

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Okt 02

In der August-Ausgabe der “gaynow” wurden die Wahlprüfsteine der AG Jugend von Mann-O-Meter veröffentlicht (zu finden sind sie auch auf unserer Homepage: http://www.jungschwuppen.de/wp/2009/08/11/wahlprufsteine-bundestagswahl-2009/ ). Inzwischen (dieser Artikel entsteht kurz vor der Bundestagswahl) haben in der Reihenfolge des Eingangs “Die Violetten”, “Die Linke”, die GRÜNEN, die CDU, die FDP und die SPD geantwortet.

Wenn man die Antworten miteinander vergleicht, dann fällt vor allen Dingen eines auf, dass Fragen, die sich explizit mit jungen Schwulen beschäftigen, gern runtergebrochen werden auf gesamtgesellschaftliche Fragestellungen. Uns war es aber ein Anliegen, die Situation junger Schwuler in dieser Gesellschaft zu thematisieren, da sie sich in einer besonderen Lage befinden, die gern außer Acht gelassen wird. Von vielen Seiten wird thematisiert, dass die Situation junger Schwuler nicht mehr so problematisch sei, wie sie es noch vor Jahren war. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Gesellschaft gravierend verändert habe und gesetzlicher Schutz vor Diskriminierung Abhilfe schaffe. Leider ist dem nicht so. Junge Schwule haben weiterhin in vielen Lebenszusammenhängen immer noch keine Lobby. Auch wenn manches Elternhaus noch nicht aus den Wolken fällt, wenn ihr Sohn sich outet, so können die meisten nicht mit Unterstützung durch ihre Eltern in Konfliktlagen rechnen. Die Schule ist ebenso weiterhin ein Ort, der für junge Schwule viele Probleme darstellen kann, ebenso wie manche Jugendeinrichtungen. Zudem wird von vielen Jugendämtern und der Jugendhilfe weiterhin eine gesonderte Problematik junger Schwuler nicht berücksichtigt.
In den Antworten der Parteien finden sich aber meist nur Aussagen zu geschlechtsspezifischen Angeboten. Das ist für einen jungen Schwulen wenig hilfreich, wenn er sich in einer “Jungengruppe” wiederfindet und zu seiner Lebenslage reden sollte.
Generell ist es erfreulich, dass beinahe alle Parteien (die Violetten erklärten eine gewisse Hilflosigkeit im Zusammenhang mit der Thematisierung von Homosexualität) eine Berücksichtigung der sexuellen Orientierung, sowohl in der Jugendhilfe als auch beim der Gleichstellung begrüßen. Natürlich kommt es hierbei zu feinen jeweiligen Abweichungen. Besonders tritt dies bei der Frage nach der Gleichstellung der Homoehe mit der “Heteroehe” zu Tage. Die Linke, die Grünen und die FDP befürworten eine vollständige Gleichstellung, die CDU spricht sich dagegen aus und die SPD windet sich.
Noch interessanter aus unserer Sicht wird es im Zusammenhang mit der kostenlosen Abgabe von Kondomen an männliche Jugendliche. Zum einen wird auf Einrichtungen verwiesen (leider auch auf Kneipen und Bars, die von diesen Jugendlichen gar nicht besucht werden können), die im Gesundheitswesen tätig sind und die teilweise kostenlos Kondome abgeben. Hier wird aber unterschätzt, wie schwer der Zugang für junge Männer zu diesen Einrichtungen ist. Die FDP verweist auf den geringen Preis von Kondomen, nur die SPD setzt sich für eine niedrigschwellige kostenlose Abgabe von Kondomen ein. Wir sind der Meinung, dass es sowohl in der Jugendarbeit als auch in der Schule möglich sein sollte, Kondome zu erhalten, wenn man sowohl frühe Schwangerschaften als auch die Verbreitung von STDs verhindern möchte. Gerade wenn Kondome so preiswert sind, stellt sich die Frage, weshalb solch ein Schritt nicht vollzogen wird.
Auch die finanzielle Ausstattung der HIV-Prävention lässt vielfältige Rückschlüsse zu. Die Linke spricht von einer “auskömmlichen Finanzierung”, was auch immer dies bedeuten mag, die CDU äußert sich nicht zu dieser Frage, die FDP spricht von einer “sicheren finanziellen Grundlage” für Präventionskampagnen, die SPD verweist auf den erhöhten jährlichen Etat 13,2 Millionen (bei 80 Millionen BürgerInnen) und die Grünen verlangen immerhin eine Umschichtung der Finanzen auf die hauptsächlich betroffenen Gruppen bei HIV-Neuinfektionen. Insgesamt lässt sich ausmachen, dass gerade bei der HIV-Prävention von allen lieber auf große Kampagnen gesetzt wird (sicherlich auch ein wichtiges Instrument), denn auf ein umfassendes Angebot von Beratung und Vorort-Arbeit. In diesem Zusammenhang kollidieren sicherlich die Aufgaben des Bundes mit denen der Länder, doch der Bund kann sehr wohl Vorgaben in der Gesundheitspolitik machen. So wäre es ein leichtes, Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung der Finanzierung von Prävention durch die Krankenkassen zu nehmen.

Insgesamt waren schon im Vorfeld keine großen Schwüre und Versprechungen zu erwarten gewesen. Jedoch zeigt sich einmal mehr, dass es, wenn es um die Finanzierung, sowohl schwuler Jugendarbeit, die Anerkennung der weiterhin schwierigen Lage junger Schwuler und die Finanzierung einer umfassenden, subjektorientierten HIV-Prävention geht, eigentlich keine Veränderung zu erwarten ist, ganz gleich, wer die Wahl gewinnt. Der Eindruck, dass Homosexualität und HIV weiterhin eher als Randerscheinungen und nicht als gesellschaftlich wichtige Aspekte betrachtet werden, verstärkt sich. Hervorzuheben ist die Antwort der Grünen, die einen sehr kompetenten und differenzierten Eindruck hinterließ. Aber zufrieden kann man mit dem Gesamt der Aussagen nicht sein. Es gibt noch viel zu tun, um eine fürsorgliche Gesellschaft erleben zu können. Alle Antworten der Parteien können ausführlich auf unserer Homepage http://www.jungschwuppen.de nachgelesen werden.

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Jun 08

Wir machen aufmerksam auf eine Veranstaltung von Jugendnetzwerk Lambda-BB:

Was ihr schon immer über Sex wissen wolltet und nie zu fragen gewagt habt…

Eingeladen sind alle, die Lust haben auf eine offene Diskussion, auf Informationsaustausch und mehr….

Montag, 08. Juni ´09 19.00 - 21.00 Uhr:
Schwuler Sex

Montag, 15. Juni ´09 19.00 - 21.00 Uhr:
Hetero Sex

Donnerstag, 02. Juli ´09 19.00 - 21.00 Uhr : Lesbischer Sex

alles in den Räumen von Lambda
Moderiert von Lars und Rich

Anmeldungen werden gern gesehen :-)

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Mai 13

die bundeszentrale für gesundheitliche aufklärung (bzga) hat vor kurzem ein heft ihrer reihe “forum sexualaufklärung und familienplanung” unter das motto “medien” gestellt. darin finden sich diverse artikel zur frage wie kinder und jugendliche mit dem internet und überhaupt mit den medien umgehen. dies geschieht unter dem blickwinkel der sexualaufklärung und der sexualpädagogik.

denn das internet bietet zum beispiel einen leichten zugang zu pornografischem material. eltern, aber auch pädagogInnen sind immer wieder erstaunt, wie dezidiert sich kinder und jugendliche in diesem bereich auskennen. noch häufiger wissen sie überhaupt nicht, was junge menschen überhaupt kennen. so stellt sich an die sexualpädagogik die frage, wie eine medienkompetenz gefördert werden kann, die einen sinnvollen umgang mit pornografischem material und anderen informationen im internet darstellt.

das heft kann als pdf-datei hier heruntergeladen werden: http://www.forum.sexualaufklaerung.de/AktuelleAusgabeForum.php?mid=4 . es regt einen längst fälligen diskurs an.

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Apr 08

das interessante an blogger-software ist ja, dass man in der statistik auch sehen kann mit welchen fragen menschen den blog finden. in den letzten tagen waren darunter drei interessante fragen, auf die ich kurz eingehen möchte:

  1. wie funktionieren schwule?
  2. lieben schwule männer überhaupt?
  3. wie wird ein junge schwul?

Hier weiterlesen… »

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Mär 24

“Sexy aufgeklärt - Sexualpädagogik zeitgemäß vermittelt”

Der Evangelische Jugendhilfe Verein e.V. und  Mann-O-Meter e.V. kündigen eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an. Die Erfahrungen der gleichnamigen Fachtagung zu dem Thema in den letzten zwei Jahren hat gezeigt, dass der Bedarf nach Informationen zu diesem Thema sehr groß ist. Durch eine zunehmende Medialisierung dieses Themas in den vergangenen Jahren und den damit verbundenen Veränderungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sind auch Veränderungen im Aufklärungs- und Beratungskontext notwendig. Um Ihnen einen Überblick zu geben, wie diese Veränderungen aussehen und wie Sie damit besser umgehen können, haben wir diese Fortbildung initiiert.
Geleitet wird diese Fortbildung von einer Pädagogin und einem Pädagogen der Beratungsstelle für Sexualpädagogik, sexuell übertragbare Krankheiten und HIV/Aids „Cico” des Ev. Jugendhilfe Verein e.V. und einem Pädagogen von Mann-O-Meter e.V., Berlins schwules Info- und Beratungszentrum in Schöneberg.
Die Fortbildung findet am 8. Mai 2009 in der Zeit von 9 bis 16 Uhr in der Geschäftsstelle des JHV am Hindenburgdamm 101 in 12203 Berlin statt.

Inhalte:

  • Sexuelle Orientierungen (Homosexualität, Diversity, Queer)
  • HIV/Aids
  • Sexuell übertragbare Krankheiten (STD’s)
  • Richtlinien zur Sexualerziehung an den Berliner Schulen
  • Thema Verhütung (Arbeiten mit dem Verhütungsmittelkoffer)
  • Thema Sexualpädagogik
  • Methodentraining

Der Kostenbeitrag beträgt 12 Euro für Materialien und Verpflegung. Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung unter:

Christof Zirkel; c.zirkel@mann-o-meter.de
Markus Wöhrmann; woehrmann@jugendhilfeverein.de

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