Mär 12

… ebenso wie schiedsrichter, fussballfans und trainer. und wie das unter menschen so gegeben ist, haben sie sex (mehr oder weniger). dabei kann es vorkommen, dass sie sex mit dem gleichen geschlecht haben. das kann auch bei schiedsrichtern, fussballern und trainern passieren. doch in einer der letzten bastionen wahrer männlichkeit, nämlich dem männer-fussball, wird geleugnet, dass es homosexuelle schiedsrichter, fussballer und trainer gibt. erst in letzter zeit verändert sich dieses bild ein wenig, doch die reaktionen aus den arenen sind fragwürdig. ein zeichen dagegen setzt zumindest teilweise der dfb. und nun bestärken die schwulenreferate der allgemeinen studierendenausschüsse (asta) in deutschland den dfb darin, gegen homophobie vorzugehen. hier ein offener brief der asten an den dfb: http://www.uni-trier.de/fileadmin/studium/AStA/Referate/SWU/Bundeskonferenz/DFB-Brief.pdf . irgendwann ist auch fussball so, wie der rest der welt.

geschrieben von Christof \\ tags: , , , , , , , , , , ,

Feb 03

Schwul-lesbische Gleichberechtigung und schwarz-gelbe Politik, für viele scheinen diese beiden Dinge unvereinbar. Allerdings lassen sich im schwarz-gelben Koalitionsvertrag einige homopolitisch relevante Themen finden, wie Gleichstellung der Homoehe, Reform des Transsexuellengesetzes , Aufbau einer schwul-lesbischen Magnus-Hirschfeld-Stiftung, ebenso wie die deutsche Außenpolitik in Bezug auf Menschenrechte für Lesben und Schwule. Angesichts der Fülle der Versprechen, die die neue Bundesregierung zu diesen Themen abgegeben hat, viel das homopolitische Presseecho außergewöhnlich gut aus. Der Sprecher des LSVD, Manfred Bruns, betitelte die offizielle Pressemittelung zu den politischen Ankündigungen sogar mit „Die FDP hat ihre Wahlversprechungen gehalten! Wir sind mit dem Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und FDP nicht unzufrieden.“

Insbesondere die Umsetzung der Magnus-Hirschfeld-Stiftung ist bei Vielen auf besonders positives Interesse und Wohlwollen gestoßen. Bereits 2000 wurde der Beschluss über die Gründung der Stiftung im damals mehrheitlich rot-grünen Parlament verfasst. Der Wortlaut im Koalitionsvertrag ist „Wir werden den Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2000 umsetzen und im Sinne eines kollektiven Ausgleichs für homosexuelle NS-Opfer eine Magnus-Hirschfeld-Stiftung errichten. Sie soll durch interdisziplinäre Forschung und Bildung der Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen entgegenwirken.“ Der Arzt, Sexualwissenschaftler und Gründer des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK), Magnus Hirschfeld, gilt als wichtigster Begründer der ersten Homosexuellenbewegung. Die WhK sprach sich für die Streichung des Schwulenparagrafen 175 aus, wurde aber 1933 von den Nazis aufgelöst. Mehrere Initiativen setzen sich für eine Stiftungsgründung ein und sind sehr glücklich über die aktuelle Nachricht einer Neugründung. Der Sitz der Stiftung soll in Berlin sein.

In Bezug auf das Lebenspartnerschaftsgesetz ließ die Koalitionsrunde verlauten, dass sie vorhaben, die homosexuellen Lebenspartnerschaften im Vergleich zur heterosexuellen Ehe steuerlich gleichzustellen. Dies gilt insbesondere im Beamt_innenrecht . Hier soll der Unterschied in der Besoldung und der Versorgung ausgeglichen werden. Ein weiterer vielfach geäußerter Kritikpunkt am Lebenspartnerschaftsgesetz ist die Unverhältnismäßigkeit in Bezug auf Rechte und Pflichten, die mit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft einhergehen. Die gesetzlichen Pflichten sind enorm, wohingegen die rechtlichen Begünstigungen gering ausfallen. Dieses Ungleichgewicht möchte die Koalition ausgleichen.

Zudem hat sie die aktuelle Rechtslage in Bezug auf das Transsexuellengesetz, gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, als veraltet und reformbedürftig bezeichnet. Es müsse „auf eine neue zeitgemäße Grundlage“ gestellt werden, so der Koalitionsvertrag. Zwar wird das Selbstbestimmungsrecht der vom Gesetz Betroffenen besonders betont, welche konkreten Veränderungen aber aus der Reformankündigung resultieren sollen, besagt der Vertrag nicht.

Ein weiteres Politikum ist der neue Außenminister Guido Westerwelle selbst. Zwar wird es von vielen Lesben und Schwulen begrüßt, dass die deutsche Bundesregierung nun einen schwulen Außenminister hat, doch in den Koalitionsgesprächen hat sich nach Quellen der Zeitschrift „Männer“ wieder gezeigt, dass Westerwelle zwar ein homosexueller Politiker ist, aber mitnichten ein Homopolitiker. In den Koalitionsgesprächen hielt er sich bewusst aus den homorelevanten Themenbereichen zurück. Anscheinend möchte er das Vorurteil vom lustig-spaßigen Guido loswerden, der mit dem Guidomobil durch Deutschland tuckert und ab und an auch mal den Big Brother Container besucht. Und um möglichst staatsmännisch zu wirken, bedarf es seiner Einschätzung wohl eher der Themenfelder Finanz- und Steuerpolitik als die Rechte von Lesben und Schwulen. Zwar sollte nicht jede_r lesbische bzw. schwule Politiker_in gezwungen sein, auch selbst in der Homopolitik aktiv zu sein, aber ein klares Bekenntnis zu homopolitisch relevanten Themen in so wichtigen Situationen wie der Koalitionsrunde sollte doch schon mal drin sein. Von seinem Vorschlag, Entwicklungsländern die Gelder zu streichen, wenn sie gleichgeschlechtlichen Sex unter Strafe stellen war nichts mehr zu hören. Allerdings hätte an dieser Stelle auch die Frage gestellt werden sollen, welche Kriterien und welche anderen von Diskriminierung betroffenen Gruppen dann nicht eigentlich auch noch hinzugezogen werden sollten. Und im Ergebnis würde wohl die Bundesrepublik selbst nicht einmal diesem Anforderungskatalog entsprechen.

Trotz der vielen Versprechen der Bundesregierung gibt es auch von vielen Seiten Kritik an den homorelevanten Aspekten des Koalitionsvertrages. Der Bundesvorsitzende des Arbeitskreises Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar hatte gleich Mehrere. So werden nach seiner Aussage keine klaren Bekenntnisse zu dem Thema Regenbogenfamilie und Adoptionsrecht abgegeben. Und dies obwohl die ehemalige Bundesjustizministerin vor kurzem erst ein Gutachten veröffentlichte, das aufzeigte, dass von Lesben- oder Schwulenpaaren adoptierte Kinder ebenso gut aufwachsen, wie Kinder von heterosexuellen Eltern. Dies betrachtet Dittmar als eine „klare Handlungsoption“, die mit der fehlenden Reformankündigung zum Adoptionsrecht vertan wurde. Zudem kritisiert er die Koalitionsparteien als uneindeutig in ihrer homopolitischen Position, da sie einerseits auf Bundesebene große Versprechungen machen, andererseits aber die Gleichstellung im jeweiligen Landesrecht ablehnen.

Das Vorstandsmitglied des Berliner CSD-Vorstands, Jan Salloch, kommentierte den Koalitionsvertrag mit: „Die anvisierte Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe im Beamtenrecht und die Gründung eines Magnus-Hirschfeld-Institus sind ein Erfolg, aber kein mutiger Schritt. Denn sowohl das Bundesverfassungsgericht und der europäische Gerichtshof zwingen den Gesetzgeber zur rechtlichen Gleichstellung.“ Wie eine vollständige Zustimmung seitens der schwul-lesbischen Community klingt das nicht.

Der grüne Homopolitiker Volker Beck kritisiert insgesamt den „Finanzvorbehalt“ den die Koalition über alle Versprechen ausgesprochen hat. Daher müsse sehr stark darauf geachtet werden, ob die Benachteiligungen tatsächlich beseitigt werden. Des weiteren kritisiert er die Stellung der Koalition bezüglich des Antidiskriminierungsgesetzes. Denn hierfür wurde die deutsche Regierung erst vor kurzem von der EU-Kommission gerügt. Das Allgemeine Geichbehandlungsgesetz (AGG) soll nach den EU-Vorgaben ausgebaut werden, sonst droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, den die EU-Kommission bereits angekündigt hat. Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag sieht aber keinen Ausbau, sondern viel eher eine Schwächung des AGG vor: „Das geltende AGG werden wir im Hinblick auf einen möglichen Abbau von Bürokratielasten überprüfen.“ Was dies konkret heißen wird, ist noch unklar. Wie ein allgemeiner Schutz vor Diskriminierung hört sich dies aber nicht an.

Im Resumee kann durchaus behauptet werden, dass die CDU/CSU sich im historischen Vergleich homopolitisch gewandelt hat. Zwar ist sie in Anbetracht ihrer teils erzkonservativen Mitglieder und der wenig fortschrittlichen Programmatik immer noch die rückständigste aller parlamentarischen Parteien, wenn es um die Rechte von Lesben, Schwulen und Transidenten geht. Aber es sollte durchaus eingestanden werden, dass die homopolitischen Forderungen des aktuellen Koalitionsvertrages zur Kohl-Ära unmöglich gewesen wären. Die FDP auf der anderen Seite hat eine lange Tradition als Bürger_innenrechtspartei, bereits sehr früh haben hier engagierte Mitglieder für Lesben- und Schwulenrechte gekämpft. Doch nach ihrem politischen Schwenk, als sie 1982 in Koalition mit der CDU/CSU ging, hat die FDP leider viele ihrer politischen Bürger_innenrechtsideale verloren. Viel wurde damals homopolitisch mit Sicherheit nicht erreicht, bleibt zu hoffen, dass sich dies verändert hat. Mit einem Satz hat der Schwuso-Vorsitzende Dittmar mit Sicherheit recht „Es gilt nun: Den Worten müssen Taten folgen!“.

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , , , , , ,

Jan 31

Heute wage ich einen Blick in meine Vergangenheit. Der Alltag von Jugendlichen und Teenagern kann nervenzerreibend und kompliziert sein und das vor allem wenn die Liebe mit ins Spiel kommt. Lest meinen kleinen Rückblick, ich freu mich über eure Kommentare dazu :).

Ich habe nun schon echt viel erlebt! Ich weiß wie ich bin, ich weiß was ich will, wie ich reagiere und wie ich auf andere Menschen wirke. Das kann sicher nicht jeder von sich behaupten.

Ich habe viel durchgemacht, mit Eltern, Freunden, eigener Identität, Jobs und einfachen alltäglichen Dingen.

Mein leben ist DAS Chaos.

…..

Ich hatte mich neu verliebt, so richtig!
Als ich ihn das erste mal getroffen hatte, konnte ich erstmals die Enttäuschung der Vergangenheit vergessen!
Er war perfekt,.. ich war glücklich und er…?
Er war vergeben : (.
So ist dass doch immer. Die besten Männer sind vergeben oder schwul und er ist beides!
Wir trafen uns nun schon zum dritten Mal.
Der Tag begann wie jeder der von mir mittlerweile liebevoll genannten “Hannes-tage” -.- .

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Der Handywecker klingelte.~~~

“Schon wieder 06:30?” *seufz

Schließlich wälzte ich mich noch ein paar mal hin und her, bis meine Zimmertür aufsprang und mein Vater hineinpolterte. *klatsch* machte es, als seine Hand auf den Lichtschalter schwang. *BZZZzzzz* Ein gleißendes Licht blendete meine müden Augen, so dass ich sie zu schmalen Schlitzen zusammenkniff, als seine tiefe Stimme ertönte,: “Aufstehn! Is glatt draußen!”

Kurze knappe Anweisungen… wie immer.. .

Also stand ich auf, schwang mein Handtuch, das stets griffbereit neben meinem Bett auf einem Stuhl lag um die Hüfte, tapste mich Schritt für Schritt vorwärts Richtung Zimmertür und schon hörte ich es, das Rauschen des Morgens.

Für mich ist es das fast schon wundervollste der Welt, morgens zum “Wachwerden” ausgiebig und heiß zu duschen. Jedoch war sie schon in Benutzung! Meine Mutter drängelte sich wieder mal vor -.- also stolperte ich einen Schritt nach hinten und ließ mich auf meine Couch fallen.

Ich begann zu frieren~~~~
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geschrieben von Leomar \\ tags: , , , , , , ,

Jan 27

ihr kennt das warscheinlich auch,  jeden morgen wenn man aus dem haus geht kommt es einem so vor als würden einem die polypen in der nase abfrieren, sollte man es wagen einmal die eisige luft des diesjährigen januars durch den riechrüssel einzuatmen.

da hilft eigntlich nur eines sich zu hause zu verkriechen, die fenster mit teppichen abzudichten und kerzen aufzustellen. die geben einem wenigstens das gefühl von wärme.

genau dies habe ich auch vor ca. 2 wochen getan und habe im inetrnet einen ganz tollen artikel in der süddeutschen zeitung über das schwulsein und das bild welches von homosexuellen im speziellen schwulen in den medien zur zeit propagiert wird gelesen. der link zu dem artikel “gemachte männer”: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32151

ich finde den artikel ganz gut und meiner meinung nach enthält er viele probleme welche  jungen schwulen als auch erwachsenen begegnen.

wie seht ihr den die problematik, sich als schwul auf der arbeit zu outen, oder den ewigen vorurteilen ausgetzt zu sein? mit vorurteilen meine ich auch, dass ein schwuler die bessere beste freundin einer frau ist, kreativer ist,…

ich denke auf jeden fall darüber nach teile dieser problematik, bezüglich wie der schwule in den medien dargestellt wird oder im umfeld der arbeit sich behaupten muss demnächst mal in der jugengruppe einen abend mal zu diskutieren.

datum für diesen abend wird bald hier auf unseren blog bekannt gegeben.

ansonsten wünsch ich euch noch schöne auch wenn kalte tage.

ein paar tipps noch zum ende:

- paprika hat mehr vitamin C als eine zitrone

- sauna gehen ist zu dieser jahreszeit sehr gesund

und zuletzt ein neun mal kluger spruch: an apple a day keeps the doctor away!

michael

geschrieben von Michael \\ tags: , , , , , ,

Dez 24

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

die AG Jugend des Mann-O-Meter möchte Ihnen / Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest mit erholsamen Tagen und entspannten Abenden wünschen. Mögen Sie / Ihr freudig in das nächste Jahrzehnt rutschen. Wir möchten uns für die Zusammenarbeit, den Kontakt, die Verbundenheit und das Interesse an unserer Arbeit bedanken. Wir hoffen, auch im nächsten Jahr hilfreiche ehren- und hauptamtliche Arbeit zu leisten. Für uns war es ein angenehmes und interessantes Jahr 2009 mit mehr Höhen als Tiefen. Das ist ja auch schon einmal etwas.

Ab dem nächsten Jahr ändert sich vor allen Dingen der wöchentliche Termin der schwulen Jugendgruppe “Romeo & Julius”, dazu im Anschluss mehr. Außerdem sind in der AG Jugend alle Stellen für ehrenamtliche Mitarbeit besetzt und beinahe alle Mitarbeiter haben im Laufe des Jahres die JuLeiCa (Jugendgruppenleiter-Card) erhalten. Unsere Homepage wurde überarbeitet und aktualisiert. Die Zugriffszahlen zeigen, dass sich der Schritt gelohnt hat. Es gäbe noch mehr zu berichten, doch dazu demnächst eine ausführlichere Darstellung im Jahresbericht.

Wir werden auch weiterhin “am Ball bleiben” und wünschen eine gute Zeit,

Ihre / Eure AG Jugend des Mann-O-Meter

1.) Die Jugendgruppe “Romeo & Julius” trifft sich ab Januar 2010 immer
am Mittwoch von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Da die räumliche Situation im Mann-O-Meter wegen verschiedener Angebote und Gruppen immer beengter wurde und die Jugendgruppe sich in ihren Aktivitäten im Laden beschränken musste, haben wir uns entschieden auf einen anderen Wochentag auszuweichen.
Die Gruppe “Romeo & Julius” für 14- bis 19-jährige schwule Jugendliche trifft sich ab dem 06.ten Januar immer mittwochs von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr. An diesem Tag haben wir wieder die Möglichkeit sowohl das Cafe als auch den Gruppenraum zu nutzen. Wir können kochen, plauschen oder auch Filme schauen. Außerdem besteht die Möglichkeit alle zwei Wochen vor der Jugendgruppe die Bildungsberatung des LernLaden Neukölln wahrzunehmen.

2.) Aktuelles Programm der Jugend- und der Freizeitgruppen

Das Programm unserer beiden Gruppen kann immer für drei Monate eingesehen werden. Das Programm der Gruppe “Romeo & Julius” für 14- bis 19-jährige schwule Jugendliche erreicht man durch folgenden Link: http://www.jungschwuppen.de/wp/jugendgruppen/romeo-julius/ . Das Programm der Freizeitgruppe “Romeo & Julius - 20plus” für 20- bis 29-jährige junge Schwule kann hier abgerufen werden: http://www.jungschwuppen.de/wp/jugendgruppen/romeo-und-julius-20-plus/ . Wer weitere Fragen zu den Gruppen hat, findet etliche schon unter folgendem Link beantwortet: http://www.jungschwuppen.de/wp/jugendgruppen/jugendgruppen-faq/ . Sollten dann noch Fragen bestehen, erreicht man uns unter der Mailadresse jugend@mann-o-meter.de .

3.) Das Wissen über HIV und Aids ist unter SchülerInnen sehr verschieden

Bei einem Aufklärungsparcour für SchülerInnen aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit dem Evangelischen Jugendhilfe Verein, “Hydra” und “Tauwetter” zum Weltaidstag am 1. Dezember mussten wir wieder zwei Dinge feststellen:

- Schulen tun sich weiterhin schwer, Angebote zur Sexualpädagogik durch externe Freie Träger zu nutzen. Auch wenn wir die ganze Zeit an den jeweiligen Stationen gut beschäftigt waren, die Fragen der SchülerInnen zu beantworten, hätten sich mehr Schulklassen beteiligen können.

- Der Wissensstand zu HIV und Aids aber auch zu den Themen Homosexualität und Heterosexualität klafft zwischen den SchülerInnen weit auseinander. Zu der Frage, wie sich das Leben eines HIV-positiven Menschen heute gestaltet, herrscht großes Unwissen. Es scheint zumindest, dass Sexualpädagogik auch weiterhin ein Gebiet ist, das konsequent in die Schulen getragen werden muss. Angebote gibt es in Berlin, jetzt sind die Schulen am Zug, diese zu nutzen.

geschrieben von Christof \\ tags: , , , , , , , , , , , , , ,

Dez 15

also nicht ganz alles, aber zumindest ändert sich der wöchentliche termin der Jugendgruppe “Romeo & Julius” für 14- bis 19-jährige schwule Jugendliche oder die es werden wollen. Das Programm bleibt, wie es ist. Die Jugendgruppe trifft sich ab der ersten Januarwoche immer am Mittwoch zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr im Mann-O-Meter.

zum einen bedauern wir es, unseren angestammten termin am Donnerstag zu verlassen, doch räumliche engpässe machen es nötig. zum anderen ist dieser terminliche umzug der jugendgruppe für uns anlass, endlich mal wieder ordentlich in der werbetrommel für die jugendgruppen zu rühren. wir werden uns weiterhin bemühen, ein für verschiedene interessen spannendes programm anzubieten. und die ehrenamtlichen mitarbeiter sind auf alle fälle hoch motiviert ;-)

also, einfach mal vorbeischauen und gemeinsam spaß haben.

geschrieben von Christof \\ tags: , , , , , , , , ,

Nov 10

wie es das leben, das dramatisch, im musical dargestellte manchmal so will, muss geplantes verschoben werden. auch wenn sich in der ag jugend die zahl der fans musikalischer massen-gesänge und gruppen-hüftschwünge mehrt, muss diesen freitag ein “überraschungsabend” stattfinden. denn, wie würde es das musiktheater nennen: das schicksal hat zugeschlagen :-( . trotzdem viel spaß wünscht die ag!!!

und das war der vorherige eintrag, der sich demnächst wieder hier auftauchen wird:
wild romantische liebesszenen, herzschmerzmusik und jede menge schminke und kitsch, was könnte schwuler sein? um diese inkarnation des schwulen ein wenig zu feiern, veranstalten wir einen netten themenabend zum thema musicals.

was euch dann dort genau erwarten wird, werden wir euch jetzt aber noch nicht verraten. seit gespannt!

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , , , , , , , ,

Nov 03

man hat gerade kein geld fürs kino oder  möchte lieber in einem kleineren kreis einen film anschauen, dafür ist der videoabend gedacht. das mann-o-meter hat einen neuen fernseher gespendet bekommen,  inklusive dvd-player,  dieser muss natürlich auch mal ausgetestet werden.

wir werden den film “taxi zum klo” anschauen. es ist eine liebesgeschichte in der es auch um das thema hiv/aids geht. wer mehr zum film wissen möchte, hier der link: http://de.wikipedia.org/wiki/Taxi_zum_Klo

dann bis zum filmabend!

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , ,

Nov 02

die blätter fallen von den bäumen, draußen wird es kälter und man verbringt mehr zeit zu hause, das alles ist der herbst. aber damit nicht nur trübsal geschlagen wird, machen wir von der schwulen jugendgruppe romeo&julius einen herbstspaziergang. denn der herbst hat ja auch durchaus sehr schöne seiten. immerhin verändert sich alles und dies spürt man auch in der luft.

also falls ihr lust hat, nette junge schwule in eurem alter beim spazieren gehen kennen zu lernen, dann schaut einfach donnerstag den 5. um 17.30 uhr vorbei.

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , ,

Okt 13

wie sah die schwule szene berlins vor dem mauerfall aus? die meisten jungen schwulen können sich das kaum vorstellen. erst recht nicht wie die schwuppen in ostberlin lebten. um euch ein realistisches bild dieser menschen und dieser szenen zu geben, veranstalten wir einen themenabend: schwule in ost und west. mit dabei sind natürlich auch leute die die zeit direkt vor ort mitbekommen haben. also freut euch auf interessante geschichten!

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , ,

Okt 05

lachen, freuen, weinen, wie kann man das alles an einem abend verbinden? richtig, in dem man sich einen film anschaut, und um das ganze noch etwas lustiger zu machen, lädt man sichleute ein. dies machen wir für euch und laden euch alle herzlich zu unserem gemeinsamen videoabend ein.
kommt einfach am donnerstag um 18 uhr ins mann-o-meter vorbei.

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , ,

Okt 02

In der August-Ausgabe der “gaynow” wurden die Wahlprüfsteine der AG Jugend von Mann-O-Meter veröffentlicht (zu finden sind sie auch auf unserer Homepage: http://www.jungschwuppen.de/wp/2009/08/11/wahlprufsteine-bundestagswahl-2009/ ). Inzwischen (dieser Artikel entsteht kurz vor der Bundestagswahl) haben in der Reihenfolge des Eingangs “Die Violetten”, “Die Linke”, die GRÜNEN, die CDU, die FDP und die SPD geantwortet.

Wenn man die Antworten miteinander vergleicht, dann fällt vor allen Dingen eines auf, dass Fragen, die sich explizit mit jungen Schwulen beschäftigen, gern runtergebrochen werden auf gesamtgesellschaftliche Fragestellungen. Uns war es aber ein Anliegen, die Situation junger Schwuler in dieser Gesellschaft zu thematisieren, da sie sich in einer besonderen Lage befinden, die gern außer Acht gelassen wird. Von vielen Seiten wird thematisiert, dass die Situation junger Schwuler nicht mehr so problematisch sei, wie sie es noch vor Jahren war. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Gesellschaft gravierend verändert habe und gesetzlicher Schutz vor Diskriminierung Abhilfe schaffe. Leider ist dem nicht so. Junge Schwule haben weiterhin in vielen Lebenszusammenhängen immer noch keine Lobby. Auch wenn manches Elternhaus noch nicht aus den Wolken fällt, wenn ihr Sohn sich outet, so können die meisten nicht mit Unterstützung durch ihre Eltern in Konfliktlagen rechnen. Die Schule ist ebenso weiterhin ein Ort, der für junge Schwule viele Probleme darstellen kann, ebenso wie manche Jugendeinrichtungen. Zudem wird von vielen Jugendämtern und der Jugendhilfe weiterhin eine gesonderte Problematik junger Schwuler nicht berücksichtigt.
In den Antworten der Parteien finden sich aber meist nur Aussagen zu geschlechtsspezifischen Angeboten. Das ist für einen jungen Schwulen wenig hilfreich, wenn er sich in einer “Jungengruppe” wiederfindet und zu seiner Lebenslage reden sollte.
Generell ist es erfreulich, dass beinahe alle Parteien (die Violetten erklärten eine gewisse Hilflosigkeit im Zusammenhang mit der Thematisierung von Homosexualität) eine Berücksichtigung der sexuellen Orientierung, sowohl in der Jugendhilfe als auch beim der Gleichstellung begrüßen. Natürlich kommt es hierbei zu feinen jeweiligen Abweichungen. Besonders tritt dies bei der Frage nach der Gleichstellung der Homoehe mit der “Heteroehe” zu Tage. Die Linke, die Grünen und die FDP befürworten eine vollständige Gleichstellung, die CDU spricht sich dagegen aus und die SPD windet sich.
Noch interessanter aus unserer Sicht wird es im Zusammenhang mit der kostenlosen Abgabe von Kondomen an männliche Jugendliche. Zum einen wird auf Einrichtungen verwiesen (leider auch auf Kneipen und Bars, die von diesen Jugendlichen gar nicht besucht werden können), die im Gesundheitswesen tätig sind und die teilweise kostenlos Kondome abgeben. Hier wird aber unterschätzt, wie schwer der Zugang für junge Männer zu diesen Einrichtungen ist. Die FDP verweist auf den geringen Preis von Kondomen, nur die SPD setzt sich für eine niedrigschwellige kostenlose Abgabe von Kondomen ein. Wir sind der Meinung, dass es sowohl in der Jugendarbeit als auch in der Schule möglich sein sollte, Kondome zu erhalten, wenn man sowohl frühe Schwangerschaften als auch die Verbreitung von STDs verhindern möchte. Gerade wenn Kondome so preiswert sind, stellt sich die Frage, weshalb solch ein Schritt nicht vollzogen wird.
Auch die finanzielle Ausstattung der HIV-Prävention lässt vielfältige Rückschlüsse zu. Die Linke spricht von einer “auskömmlichen Finanzierung”, was auch immer dies bedeuten mag, die CDU äußert sich nicht zu dieser Frage, die FDP spricht von einer “sicheren finanziellen Grundlage” für Präventionskampagnen, die SPD verweist auf den erhöhten jährlichen Etat 13,2 Millionen (bei 80 Millionen BürgerInnen) und die Grünen verlangen immerhin eine Umschichtung der Finanzen auf die hauptsächlich betroffenen Gruppen bei HIV-Neuinfektionen. Insgesamt lässt sich ausmachen, dass gerade bei der HIV-Prävention von allen lieber auf große Kampagnen gesetzt wird (sicherlich auch ein wichtiges Instrument), denn auf ein umfassendes Angebot von Beratung und Vorort-Arbeit. In diesem Zusammenhang kollidieren sicherlich die Aufgaben des Bundes mit denen der Länder, doch der Bund kann sehr wohl Vorgaben in der Gesundheitspolitik machen. So wäre es ein leichtes, Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung der Finanzierung von Prävention durch die Krankenkassen zu nehmen.

Insgesamt waren schon im Vorfeld keine großen Schwüre und Versprechungen zu erwarten gewesen. Jedoch zeigt sich einmal mehr, dass es, wenn es um die Finanzierung, sowohl schwuler Jugendarbeit, die Anerkennung der weiterhin schwierigen Lage junger Schwuler und die Finanzierung einer umfassenden, subjektorientierten HIV-Prävention geht, eigentlich keine Veränderung zu erwarten ist, ganz gleich, wer die Wahl gewinnt. Der Eindruck, dass Homosexualität und HIV weiterhin eher als Randerscheinungen und nicht als gesellschaftlich wichtige Aspekte betrachtet werden, verstärkt sich. Hervorzuheben ist die Antwort der Grünen, die einen sehr kompetenten und differenzierten Eindruck hinterließ. Aber zufrieden kann man mit dem Gesamt der Aussagen nicht sein. Es gibt noch viel zu tun, um eine fürsorgliche Gesellschaft erleben zu können. Alle Antworten der Parteien können ausführlich auf unserer Homepage http://www.jungschwuppen.de nachgelesen werden.

geschrieben von Christof \\ tags: , , , , , , , , , , , , , , ,

Sep 29

was gibt es typischeres für berlin als eine kneipentour? und genau deshalb machen wir mit euch genau dies am freitag. zusammen sehen wir uns den schöneberger kiez mal etwas näher an. wo es dann genau hingeht wird sich dann am abend zeigen. also freut euch schon auf viele gespräche und lustige läden. kommt einfach vorbei um 20 uhr ins manno-meter in der bülowstr. 106.

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , ,

Sep 28

“spaßige alltagsexperimente? was soll das denn sein?” fragen sich nun mit sicherheit einige. aber genau daher gibt es diesen themenabend, um euch mal zu überraschen. es wird also im vorhinein nichts verraten, außer, ihr werdet euren spaß haben. und mit sicherheit etwas zuvor noch nicht gekanntes kennen lernen. das könnt ihr zudem verknüpfen mit dem treffen von anderen jungen schwulen. was will mann mehr?!

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , ,

Sep 22

am freitag gibt es wieder unseren schönen traditionellen spieleabend. ihr könnt karten, monopoly oder siedler spielen. unsere spieleauswahl bietet eine menge möglichkeiten. eigene spiele könnt ihr natürlich auch gerne mitbringen. ihr seit eingeladen zu einem netten abend mit anderen homos ab 20 jahren ins mann-o-meter um 20 uhr.

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , ,

Sep 21

wen soll ich wählen? diese frage beschäftigt momentan so einige. daher dachten wir uns, geben wir euch an paar kleine infos zur anstehenden bundestagswahl. keine angst, wir werden auch keine langen reden halten ;)

ihr könnt hier einfach ein wenig über die bundestagswahlen sowie über die wahlprüfsteine lernen. das ist der fragenkatalog den wir allen an der bundestagswahl teilnehmenden parteien geschickt haben. mehr dazu findet ihr in diesem blog. also könnt ihr an diesem abend nette leute kennen lernen und dies  mit ein wenig politik lernen verbinden. was will man mehr?

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , ,

Sep 15

der plan für das romeo&julius+20 treffen am freitag hat sich nun kurzfristig geändert. wir werdem nun nicht ins planetraium gehen, sondern gemeinsam bowlen. ihr braucht aber trotzdem einfach nur um 20 uhr ins mann-o-meter zu gehen, von da aus werden wir dann aufbrechen. bitte bringt geld mit und natürlich spaß :)

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , , , , ,

Sep 14

monopoly, canasta oder doch die siedler, welches spiel auch immer du spielen möchtest, wir bieten euch die chance dazu bei unserem romeo&julius treffen für junge schwule bis 19 jahre.

neue gesichter sind hier immer gern gesehen, also falls du am donnerstag um 17.30 uhr noch nichts vor hast, komm einfach ins mann-o-meter in der bülowstr. 106 und schau mal vorbei!

geschrieben von Stephan \\ tags: ,

Sep 09

unveränderte Antwort der SPD im Namen von Kajo Wasserhövel:

Aufklärung

1. Wie wichtig erachten Sie die Sexualaufklärung an Schulen, die sich
ausführlich mit Toleranz gegenüber jedweder sexueller Orientierung, mit
Coming Out und mit Mobbing gegenüber Jugendlichen beschäftigt?

Wir wollen eine Schule, in der man ohne Angst verschieden sein kann und in der Toleranz gelernt und gelebt wird. Grundlage hierfür ist ein ganzheitlicher Bildungsansatz, der die Normalität und die Vielfalt des Zusammenlebens vermittelt. Die Thematik der unterschiedlichen sexuellen Identitäten muss sich im Fächerkanon der unterschiedlichen Schulformen wieder finden und darf nicht nur im Rahmen der AIDS- oder Gesundheitsaufklärung thematisiert werden.

In allen Bildungseinrichtungen müssen qualifizierte und kompetente Vertrauenspersonen für Lernende und Lehrende zur Verfügung stehen, die bei Problemen und Fällen von Diskriminierung weiterhelfen können. Wir wollen in und außerhalb der Schule jede Art von Diskriminierung, ob wegen ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion und Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität, bekämpfen.

finanzielle Ausstattung

2. Wie wichtig ist Ihnen eine bessere finanzielle Ausstattung der
Bundeszentrale füir gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und in diesem
Zusammenhang der Deutschen Aidshilfe (DAH)?

Der Bundesregierung ist die HIV-Prävention ein sehr wichtiges Anliegen. Angesichts der steigenden HIV-Neuinfektionen haben wir die Ausgaben für die HIV-Prävention seit 2007 um 4 Mio. jährlich auf nunmehr 13,2 Mio Euro (2009) erhöht. Mit diesen Mitteln wird die Arbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen Aidshilfe durch das BMG maßgeblich finanziert. (Die BZgA erhält zusätzlich Mittel der PKV, die DAH erhält zusätzlich Spenden und verfügt über Eigenmittel.)

HIV

3. Welche weiterführenden Schritte unternehmen Sie, um die
Neuinfektionsraten mit HIV bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), zu senken?

Die Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) ist die derzeit wichtigste Zielgruppe der deutschen HIV-Prävention. Die Bundesregierung hat sich im Aktionsplan der Bundesregierung verpflichtet, die HIV-Prävention für die Gruppe der MSM zu stärken. Die DAH wurde durch die BZgA beauftragt, eine zielgruppenspezifische Kampagne für die Gruppe der MSM auszuarbeiten. Die Kampagne “Ich Weiss Was Ich Tu” www.iwwit.de ist im letzten Jahr gestartet und soll zunächst bis 2010 laufen. Sie wird wissenschaftlich begleitet. Abhängig von den Ergebnissen der Kampagne wird die Bundesregierung prüfen, ob es weiterhin notwendig ist, dieses zielgruppenspezifische Konzept fortzusetzen und/oder auszubauen.

Die HIV-Präventionsarbeit kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn sie auch auf Landes- und kommunaler Ebene angemessen finanziert wird. Einige Länder haben ihre Etats in den vergangenen Jahren (Hamburg, Niedersachsen, NRW) ebenfalls erhöht.

Andere, wie z.B. Baden-Württemberg, leider nicht. Aber auch die Kommunen sind gefordert eine angemessene Finanzierung der regionalen Aidshilfen sicherzustellen.
Die finanzielle Ausstattung der regionalen Aidshilfen kann die Bundesregierung nicht gesetzlich anordnen. Wir haben eine föderale Struktur in Deutschland, die im Grundgesetz festgeschrieben ist. Die Länder und Kommunen haben ihre Aufgaben in eigener Hoheit zu erfüllen und hierfür auch die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen. Die Bundesregierung wird jedoch weiterhin an die Länder- und Kommunen appellieren ihren Beitrag bei der HIV-Prävention zu leisten. Einige Länder haben im letzten Jahr die Etats ebenfalls erhöht.

kostenlose Kondomabgabe

4. Was halten Sie von einer kostenlosen Kondomabgabe an männliche
Jugendliche unter 18 Jahren?

Kondome schützen wirkungsvoll gegen eine Infizierung mit dem HI-Virus.
Die SPD setzt sich deshalb in den Kommunen und Gemeinden, in den Ländern und im Bund dafür ein, dass es ein niederschwelliges Angebot bei der Versorgung mit Kondomen gibt. Für Männer und Frauen gleichermaßen. Vielerorts werden Kondome bereits kostenlos vergeben. Das ist auch gut so, denn wir wollen nicht, dass jemand ungeschützten Sex praktiziert, weil er kein Geld für Kondome hat. Viele Projekte und Initiativen sind hier aktiv und sorgen dafür, dass Aids keine Chance hat.

Zudem haben wir alle in den letzten Jahren erreicht, dass eine regelrechte Entkrampfung im Umgang mit Kondomen gibt. Augenscheinlich wird dies am Warensortiment von Supermärkten, im Einzelhandel bis hin zu Tankstellen. Völlig selbstverständlich werden hier Kondome verkauft.

Neben der kostenlosen Versorgung mit Kondomen kommt es aber auch entscheidend darauf an, dass junge Männer genau wissen, wie Kondome richtig gehandhabt werden. Die hier etwa von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) durchgeführten Kampagnen halten wir für mustergültig. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die BZgA weiterhin Mittel und Möglichkeit bekommt, ihre wichtige Arbeit fortzuführen.

Antidiskriminierungsgesetz

5. Was unternehmen Sie, um die Durchsetzung des
Antidiskriminierungsgesetzes auch an Schulen im Bundesgebiet zu verankern?

Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat die SPD-geführte Bundesregierung erstmals gesetzlich festgelegt, dass es eine Benachteiligung aus Gründen der sexuellen Identität auch im Ausbildungsbereich nicht geben darf (§ 1 in Verbindung mit § 2 Absatz 1 Nr. 3 und Nr. 7 AGG). Geschützt werden hier Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender vor Diskriminierung im Rahmen ihrer Berufsausbildung. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Respekt und Anerkennung von Homosexuellen.

Allerdings ist der persönliche Anwendungsbereich des Gesetzes begrenzt. Nicht alle werden vom Gesetz geschützt, sondern jeweils spezielle Situationen: Lebens und Schwule ind er Berufsausbildung und am Arbeitsplatz. Schülerinnen und Schülern bietet es keinen Schutz, das sie keine Erwähnung im Gesetz finden.

Die SPD will den Gedanken des AGG – keine Benachteiligung aus Gründen der sexuellen Identität - für alle Bereiche und für alle Menschen festlegen. Deshalb unterstützen wir die initiative das Grundgesetz in Artikel 3 Absatz 3 entsprechend zu erweitern. Dann können sie auch lesbische und schwule Schüler auf ein echtes Benachteiligungsverbot wegen ihrer sexuellen Identität berufen

Darüber hinaus wollen wir, dass sich noch mehr Schulen in Deutschland als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR) beteiligen. Dieses Gütesiegel bekommen Schulen nur, wenn sie sich klar gegen Diskriminierung speziell auch gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender einsetzt. Viele SPD-Politiker sind mittlerweile Paten dieser Vorzeige-Schulen.

Suizidgefahr

6. Wie kann man Ihrer Meinung nach, eine erhöhte Suizidgefahr bei jungen
schwulen Männern absenken?

Die SPD tritt dafür ein, dass in unserer Gesellschaft eine Kultur der Anerkennung herrscht. Wir wollen, dass jeder ohne Angst verschieden sein kann. Kein schwuler Jugendlicher soll Angst haben, wenn er seine sexuelle Identität entdeckt. Kein schwuler Jugendlicher soll seine Homosexualität aus lauter Angst vor seiner Umwelt verschweigen, unterdrücken und verheimlichen.

Wie ausgeführt, wollen wir hierfür den rechtlichen Rahmen schaffen – etwa mit der Ergänzung des Gleichheitsartikels 3 Absatz 3 des Grundgesetzes, den wir um „sexuelle Identität“ erweitern wollen. Das bedeutet auch, dass wir konsequent jedwede Diskriminierung von Lesben und Schwulen unterbinden. Hier darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Hier müssen wir den Widerstand der Konservativen endlich zur Seite schieben.

Aber wir wissen, dass wir mit Gesetzen und Verordnungen Impulsen setzen, die letztendlich von der Gesellschaft aufgenommen werden müssen, um die nötige Bewegung für die Sache der Lesben, Schwulen, Transgender und Bisexuellen auf den Weg zu bringen. Die SPD wird weiter dafür streiten, dass die erforderlichen Impulse gesetzt werden und die nötige Bewegung in Gang kommt bzw. in Gang bleibt.

Essstörungen

7. Was gedenken Sie, in Bezug auf Essstörungen bei jungen Männern zu
unternehmen?

Essstörungen betreffen alle Menschen. Aufklärung ist das A und O. Bestehende Gesundheitskampagnen sollten evaluiert und intensiviert werden. Hierüber sollte ebenso in den Schulen diskutiert werden.

homosexuelle/heterosexuelle Menschen

8. Was tut Ihre Partei für die Gleichstellung von homosexuellen Menschen mit heterosexuellen Menschen?

Die SPD tritt für die rechtliche Gleichstellung ein. Aber wir wissen, dass dies allein nicht ausreichend ist. Ebenso wichtig ist eine lebendige Kultur der Anerkennung und des Respekts in unserer Gesellschaft, in der man ohne Angst verschieden sein kann. Wir treten ein für ein offenes und tolerantes gesellschaftliches Klima, in dem Menschen ihre persönliche - hetero- wie homosexuelle - Entwicklung in Schule, Beruf, Alltagsleben erleben können.

Wir werden den Respekt gegenüber Homo-, Bisexuellen und Transgender fördern und Vorurteile in der Gesellschaft abbauen. Den von uns beschrittenen Weg der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften werden wir konsequent weiter gehen. Auf Bundesebene konnten wir in der großen Koalition das Erbschaftsrecht für lesbische und schwule Paare modernisieren.

Endlich werden hier Lebenspartner nicht mehr wie Fremde behandelt, sondern haben die gleichen Freibeträge wie Eheleute. Auch die Regelungen, die 2000 an der konservativen Bundesratsmehrheit gescheiterte sind (siehe Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz), werden wir weiter verfolgen. Unser Ziel ist es, das Institut der eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe gleichzustellen und bestehende Benachteiligungen abzuschaffen. Wir meinen, wer die gleichen Pflichten hat wie Eheleute, soll auch die gleichen Rechte haben.

Gewalt und Diskriminierung gegen Lesben und Schwule müssen wirksam bekämpft werden. Wir sehen den Anstieg homophober Tendenzen – nicht nur bei Jugendlichen - mit großer Sorge. Deshalb werden wir den Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus auf die Bereiche Homophobie und antihomosexuelle Gewalt ausweiten.

finanzielle Ausstattung aller HIV-präventiv arbeitenden Einrichtungen

9. Die finanzielle Ausstattung aller HIV-präventiv arbeitenden Einrichtungen in Deutschland ist schlecht. Möchten Sie dies in der nächsten Legislaturperiode ändern?

siehe Antwort zu Frage 3

homosexuelle Menschen in Jugendarbeit

10. Wieweit setzen Sie sich für die Berücksichtigung der besonderen Lebenslage junger homosexueller Menschen in Jugendarbeit und Jugendhilfe ein?

Die SPD hat sich für die Förderung geschlechtsspezifische Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Kinder- und Jugendplan des Bundes eingesetzt, um die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen und Benachteiligungen abzubauen. Diese Förderung im Rahmen der Mittel des Bundesjugendministeriums werden wir fortsetzen.

geschrieben von Stephan \\ tags: , , , , , ,

Sep 08

cdu, fdp, linkspartei, grüne, spd oder doch die piratenpartei? um die frage wen man denn am besten zur diesjährigen bundestagswahl wählen sollte zu klären, hat der mann-o-meter jugendbereich wahlprüfsteine mit konkreten fragen herausgegeben. die fragen reichen von der finanzierung von sozialen projekten in berlin bis zur kostenlosen abgabe von kondomen an unter18jährige männliche jugendliche. um euch ein bisschen über die parteienlandschaft sowie über unsere wahlprüfsteine zu informieren, veranstalten wir euch einen  kleinen polit-abend. dieser wird aber trotzdem natürlich gewohnt gemütlich und ungezwungen stattfinden. also falls es euch jetzt schon im finger zwickt wählen zu gehen, dann kommt einfach am freitag um 20 uhr ins mann-o-meter.

geschrieben von Stephan \\ tags: , , ,