Jungschwuppen Mittwochsclub am 12.10.: Der Tag nach dem Coming-out-Day

Hallo Jungs,

alle Jahre wieder und heute, am 11.10., hat es uns wieder erwischt: Coming-out-Day (oder wahlweise auch -Tag). Coming out? Manche Menschen fragen sich, wozu das denn heute noch wichtig sei. Ist es denn so entscheidend, seine sexuelle Orientierung und Identität so zentral zu offenbaren? Die Leute machen doch aus vielen anderen Sachen auch nicht so ein Gewese. Und manch reaktionärer Hetero fragt dann schon mal unverhohlen zurück, ob er sich denn in Zukunft auch als hetero outen müsse.

Nee, ganz ehrlich, ich glaub nicht. Es ist ja nicht so, dass sich Schwule, Lesben, Bisexuelle, Trans* und alle anderen „non-straights“ outen würden, weil es so viel Spaß macht. Ganz im Gegenteil: auch heute bedeutet das Coming out für viele noch unheimlich viel Stress und Überwindung. Es findet oft an dem Punkt im Leben statt, an dem man oder frau sich nach langer Zeit einfach nicht mehr verstecken will, es nicht mehr schafft, diesen wichtigen Teil der eigenen Persönlichkeit vor anderen zu kaschieren. Es ist aber auch der Punkt, an dem die Hoffnung über die Angst siegt – und das ist doch eigentlich auch etwas schönes, oder?

out_inna_u-bahn

Morgen, am Mittwoch, ist der Tag nach dem offiziellen Coming-out-Day. Und es ist der Tag, an dem sich trotz Wind, Regen, Oktober und Wetter der Jungschwuppen Mittwochsclub bei Mann-O-Meter trifft. The Coming out Day after. Ob nun tiefgreifend, witzig oder beides – sei dabei – Mittwoch, 18 Uhr im Mann-O-Meter!

Es freuen sich auf euch: Flo, Stefan, evtl. Tim und Besuch aus alten Tagen (huch)

 

Gruppenstunde der Brotsexuellen mit Alten-Besuch im spanischen Keller

Hi Jungs,

hier wieder das Neuste von mir aus Madrid:-)

Nachdem ich beim letzten Mal mit der madrilenischen Jugendgruppe feiern war, gab es diesen Samstag ein Treffen, das bei uns im Mann-O-Meter einem Themenabend entsprochen hätte. Hier in Madrid ist es allerdings so, dass sich die Gruppe immer zu „Themenabenden“ trifft und Aktivitäten wie Kochen oder sportliche Betätigung jeglicher Art eher in der Zeit nach der Gruppe stattfinden.

Am vergangenen Samstag ging es zunächst um die Klärung der Begriffe Geschlecht, Gender und Orientierung. Hierbei war es teilweise gar nicht so einfach, eine treffende Definition (auf Spanisch) zu finden. Im zweiten Schritt sammelten wir Begriffe, die den einzelnen Oberbegriffen zugeordnet wurden. Hierbei hat der Gruppenleiter Santiago immer wieder betont, dass wir von der in Spanien gängigen Definition der Begriffe ausgehen und diese nicht in jedem (europäischen) Land gleich ist. Ich habe jedoch keine Unterschiede zu den deutschen Definitionen feststellen können.

Lustig wurde es dann, als wir über die Orientierung sprachen. Da es sich um eine Gruppe handelt, die für Menschen jeglicher sexuellen Orientierung offen ist, bezeichnete sich ein Mädchen als „Pansexuell“. Dies bedeutet, dass ein Mensch hinsichtlich der sexuellen Orientierung keine Vorauswahl abhängig vom Geschlecht trifft, sondern in der Lage ist, sexuelle Anziehung und romantische Gefühle gegenüber Menschen jeglicher Geschlechtsidentität zu empfinden. Das lustige daran ist, dass „pan“ auf Spanisch „Brot“ heißt. Dadurch treten bei der Gruppenteilnehmerin oft große Missverständnisse bei unwissenden Personen auf, wenn sie sich „outet“, sie sei „Brotsexuell“ (der Phantasie seien hier keine Grenzen gesetzt).

Nachdem die Begriffe definiert waren und die älteren Gruppenteilnehmer (ca. 40 Jahre), die später kamen und früher gingen, ohne ein Wort zu sagen, den Raum verlassen hatten (sehr komischer Auftritt, der aber vom Gruppenleiter nicht hinterfragt wurde), gingen wir zum gemütlichen und informellen Teil des Abends über. Der Gruppenraum befindet sich in einem schön eingerichteten alten Kellergewölbe mit einem Rundbogen als Decke. Wir stellten die Tische und Stühle zu einer langen Tafel zusammen, holten Falafel und Getränke für alle und legten Musik auf. Die grellen Wandlampen wurden kurzerhand mit der Regenbogenflagge abgedunkelt und schon war es super gemütlich…

So viel von mir aus Madrid.

Liebe Grüße und Spanien olé,

Euer Jannis

Hey Leute, wenn ihr das gelesen habt, wird sich euer Leben komplett verändern!

… ok, nicht ganz, aber es wird sicherlich ein bisschen schöner, weil ihr vielleicht mal kurz gelächelt haben werdet. Jannis, seines Zeichens Jugendgruppenleiter bei den Jungschwuppen, hat sich aus dem fernen Madrid gemeldet, und berichtet von seinen ersten Eindrücken. Doch lest selbst…

Hi Jungs,

ich bin nun seit knapp zwei Wochen als Erasmus-Student in Madrid und will Euch hier von meinen ersten Eindrücken der schwulen Szene rund um das berühmte Viertel „Chueca“ berichten.

Die ersten beiden Nächte verbrachte ich, da ich noch auf der Suche nach einer WG war, in einem Hostel in der Nähe des Viertels „Tribunal“. Neben Chueca, dem bekanntesten Schwulenviertel, sind auch Tribunal und Lavapiés in der Szene bekannt. In Lavapiés sind, wie ich gehört habe, eher die Hipster-Schwulen und es gibt auch viele besetzte Häuser. kl_Metro_ChuecaTribunal und Chueca gehen nahtlos in einander über und ich machte mich schon am ersten Abend zu Fuß von meinem Hostel in Tribunal auf den Weg nach Chueca. Das Viertel gefiel mir auf Anhieb super, denn es gibt viele Bars und große Plätze, wo die Leute einfach sitzen und man dem bunten Treiben zuschauen kann. Mir fiel auf, dass sehr viele schwule und auch lesbische Paare Hand in Hand oder eng umschlungen auf den Straßen unterwegs sind.

Als ich in den folgenden Tagen die ersten Kommilitonen im Sprachkurs kennenlernte, beschlossen wir abends die Spanische Bar- und Tapas-Kultur zu erkunden. Nachdem wir eher unfreiwillig in den typischen Touristenläden gelandet waren, haben wir uns entschieden, in die dunkleren aber nicht weniger vollen Seitenstraßen abzubiegen und fanden uns dann auch sehr schnell in Chueca wieder. Einige Jungs aus meiner Gruppe wirkten ein wenig verstört, als wir von einer Drag Queen und mehreren Transen in die Clubs am Straßenrand gebeten wurden. Vor allem die männlichen Kommilitonen wirkten auf einmal ziemlich nervös und wollten möglichst schnell wieder in ein anderes Viertel.

Ich dachte mir, dass ich wohl mit einer LGBT-Gruppe wieder nach Chueca und Umgebung kommen muss. Dies tat ich dann auch am folgenden Abend:

kl_Eingang_CogamHier in Madrid gibt es, wie in Berlin, viele Jugendgruppen. Ich entschied mich, zur LGBT-Gruppe „Cogam“ zu gehen. Zunächst sah es so aus, als hätte ich Pech, denn außer mir war nur ein anderer Junge da und man sagte uns im sehr unscheinbaren Büro, dass die Gruppe ausgerechnet an diesem Samstag ausfallen sollte. Wir bekamen jedoch die Telefonnummer einer der Gruppenleiterinnen und riefen sie kurzerhand an. Sie war zufällig in der Stadt und hatte Zeit und Lust sich mit uns zu treffen. Nach und nach riefen immer mehr Leute an und kamen dazu. Wir saßen zunächst lange auf dem Platz direkt an der Metro Chueca und sprachen über die Vor- und Nachteile von offenen Beziehungen. Ich stellte fest, dass das auf Spanisch gar nicht so einfach ist :). Dann ging es weiter in eine Bar, in der Bier und Cocktails in riesen Bechern ausgeschenkt werden. Es war ziemlich laut und das eifrige Kickern, bei dem wir ganz vorne mit dabei waren, trug maßgeblich dazu bei. kl_Club PK2_AußenansichtPlötzlich packte uns die Feierlaune und wie aus dem Nichts konnte einer aus der Gruppe sechs VIP Bändchen für die angesagteste schwule Party des Abends besorgen. Wir gingen ins „PK2“, was auf Spanisch ausgesprochen „Pecados“ heißt und „Sünden“ bedeutet… Wir marschierten mit unseren VIP-Karten an der Warteschlange vorbei und waren bald im Club. Er erinnerte mich von der Location her ein bisschen ans GMF, war aber deutlich größer.kl_Im PK2 Es lief größtenteils Dance und Pop und wir feierten bis in die Morgenstunden und hatten viel Spaß. Es gab auch einige Transen und der erste schwule Ausgehabend war insgesamt ein voller Erfolg.

Normalerweise trifft sich die Gruppe Cogam jedoch eher zum Diskutieren von Szenerelevanten Themen (Diskriminierung, Adoptionsrecht, Homophobie). Es gibt als keine Koch- Kino- oder Cruising-Infoabende wie bei Mann-O-Meter. Das Ausgehen, was wir in dem Fall zum Hauptthema des Abends gemacht haben, verlagert sich normalerweise, wie bei Mann-O-Meter, auf die Zeit nach der Gruppe.

Das waren meine ersten Eindrücke aus der Madrider Schwulenwelt.

Sonnige Grüße aus Spanien,

Euer Jannis

Romeo & Julius am Freitag, 18.07.: Grillabend XXL

Hallo Jungs,

jammjammjamm

diesen Freitag steht unser alljährliches und HEISS begehrtes

Sommergrillen an. Dazu laden wir euch natürlich wieder alle herzlich ein, um mit uns in großer und vergnügter Runde zu feiern. Zusammen mit den anderen Jugendgruppen in Berlin! Das heißt Lambda, Sonntagsclub und AHA! Mensch, ist das nicht was?

Dieses Jahr begehen wir übrigens, wie ihr ja alle wisst, 20-jähriges Jubiläum des Jugendbereiches. Dazu haben wir so einiges mit euch vor. Aber bevor wir auf dem Sommerfest und der Goldenen Jungschwuppe mit Superlativen aufwarten,  heißt es…

RUMS und hier ist Martin, denn Jojo hat den Eintrag diese Woche nicht fertig geschrieben, deswegen von mir in aller Kürze und Würze die Facts für Euer Grillen ;))

Damit wir auch alle Schäfchen eingesammelt kriegen:

Entweder um:

18 Uhr direkt bei Lamda (hier) – Vorglühen, Aufwärmen mit Tante Jojo

18 Uhr im MOM – Salate, Späße und Hackbraten mit Martin

20 Uhr im MOM – Nachzügler mit Clement, der Stimmungskanone

Es geht also tendenziell früher los 😉 Also hört auf sinnlos auf Facebook rumzusurfen, sondern noch schnell in die Kaufhalle und Schrippen, Boulettchen und ne schöne Weiße jekooft und inne Plastetüte rin damit. Dann mit Schisslaweng inne U2 entweder zum Nolli oder zur Schönhauser, verstehste?

Linktipp: Eine ordentliche Marinade ist das A und O!

Romeo & Julius am Freitag, 14.03.: Jungschwuppen ante portas – KiezKneipenTour durch Prince Lurk’s Mountain

Prince Lurk's MountainHallo ihr jungen Schwuppis,

diesen Freitag steht wieder einmal eine unserer legendären und heißgeliebten Kiezkneipentouren an. Der Frühling hat zwar nun endlich Einzug gehalten, allerdings ist es abends mitunter doch noch recht frisch. Was gibt es da besseres als ein lauschiges Beisammensein in einer gemütlichen Bar mit Bier oder Cocktail?

Doch welcher Kiez wird’s dieses Mal sein? Quer durch Prince Lurk’s Mountain zieht es uns am Freitag. Wer damit nichts anzufangen weiß, lässt sich einfach überraschen, für die, die wissen, um welchen Bezirk es sich handelt, dürfen sich freuen. Das Bild gibt ebenfalls Aufschluss darüber, wohin es uns führt. Nur so viel gesagt: es ist ein Bezirk der Gegensätze – aber auf welchen Bezirk in Berlin passt diese Beschreibung nicht 😉 Auf der einen Seite ist es ein Ort für kreative und alternative Lebensformen und wird vornehmlich von Studenten besiedelt, auf der anderen Seite mancherorts dann doch eher für die Gutbetuchten dank Luxusimmobilien und hochschnellenden Mietpreisen. Auch die Schwulenszene ist lang nicht mehr, was sie mal war, ließ ich mir sagen. Dennoch gibt es vereinzelt einige kleine und gemütliche Bars, die es zu entdecken gilt – wobei es ja auch nicht immer schwul sein muss 😀

Touristenguides Clément, Jannis und Jojo freuen sich, euch durch die Nacht zu führen! Wer dabei sein will, wir treffen uns wie immer am Freitag – um 20 Uhr –  im Mann-O-Meter.

Linktipp: Ab geht der Zug!!

Bild von Antiteilchen @ flickr.com

Jungschwuppen Mittwochsclub am 12.03.2014: Stockender Verkehr in Köln

Hi Jungs,

Köln galt und gilt als eine der schwulen Hochburgen in Deutschland. Jetzt wird die wichtigste Eisenbahnverbindung in die Stadt, die Hohenzollernbrücke über den Rhein, teilweise gesperrt.

Die Hohenzollernbrücke ist eine der meistbefahrenen Eisenbahnbrücken Deutschlands und sie wird täglich von etwa 1220 Zügen passiert. Nun werden die Gleise und Weichen erneuert.

Die Brücke ist besonders, da an den Geländern viele Liebesschlösser angebracht sind: Ein aus Italien stammender Brauch, dass Verliebte ein Schloss an der Brücke festschließen und den Schlüssel in den Rhein werfen.

Hohenzollernbruecke_koeln

Die Schlösser bleiben von den Bauarbeiten verschont und somit ist in Köln und Umgebung in nächster Zeit nicht mit einer Welle von Trennungen zu rechnen…

Was haben die Brückenbauarbeiten nun mit uns zu tun?

Nichts! Bei uns ist freie Fahrt angesagt und deshalb hoffe ich, dass wir uns alle am Mittwoch ab 18 Uhr im Mann-O-Meter sehen!

Euer Jannis

Bild von http://www.flickr.com/photos/fourme/