Romeo & Julius am 13. November: Die Ruhe vor dem Sturm

Panorama_schoenhauser_allee_2009-03-11

 

Und meine Lieben, seid ihr aufgeregt? Wie ihr alle wisst (weil wir euch mit Flyern bombardiert haben) feiern wir am Samstag die Goldene Jungschwuppe 2015. Wir haben noch viel zu tun, viel vorzubereiten, viel zum proben; aber – und das kann ich euch versprechen – es wird großartig! Viele Infos gibt es vorab von unserer auf Facebook, von unserer, mehr als genialen, PR-Abteilung.

Gut, gut, gut. Wie ihr euch denken könnt, da gibt es einiges für zu tun. Deshalb wollen wir morgen mal etwas lockerer angehen. Sagen wir so, ich konnte meinen Willen durchsetzen, und (um auch wirklich jedes Schamgefühl zu ertränken) setzen wir uns in die U12, und schauen mal wo sie uns hin bringt. Ich würde mal sagen wir feiern morgen KKK. Die aufmerksame Jungschwuppe von heute wird wohl wissen, wasdamit gemeint ist.

Ich sag mal es wird ziemlich privat(leben), vielleicht ein Trauerspiel und dabei ist der Spaß zum greif(bar)en nahe. 

Schamlos! Die Tuntenfahrradtour! Am Sonntag um 15 Uhr beim Schwuz

Hallo ihr Lieben! Flyer Schamlos

Hier ein kleiner Aufruf. Sonntag, den 19.04. gibt es etwas ganz Besonderes, und zwar eine Fahrradtour bei der sich aufgefummelt werden darf/soll 😉 Es geht darum Präsenz zu zeigen im öffentlichen Raum, ein paar queere Orte kennen zu lernen und natürlich um den Spaß! Und eure liebe Gruppenleitertante Anna ist auch dabei und nimmt alle in Empfang, also seid dabei am Sonntag, den 19.04. um 15 Uhr vorm SchwuZ! Anschließend gibt es ein tolles Picknick am Ziel der Route!

Ein Sonntagnachmittag im Lenz, ein schwüles Lüftchen weht durch die Hauptstadt. Familienausflüge, Kinderwägen rollen durch die Parks, ältere Damen füttern Enten und Schwäne, doch das bürgerliche Idyll wird erschüttert. Schamlos! Gackern, scheppern, hysterisches Gelächter, Reifenquietschen, Fahrradklingeln. Bärte, Highheels, schäbiges Makeup. Radler*innenschweiß vermischt sich mit Parfum. Eine Horde Tunten, Drags und anderer Abnormer tummeln sich im hellen Tageslicht in aller Öffentlichkeit!

Wem gehört die Stadt? Uns allen!! Wir sind schön und wild, unangepasst und un_ästethisch! Wir nehmen uns den öffentlichen Raum! Von blöden Anmachen, Homo-Hass und Trans*Feindlichkeit lassen wir uns nicht ins Private verdrängen! Aktuell formieren sich reaktionäre Kräfte politisch neu, um die selbe, alte und politisch braune Scheiße in hübschen neuen Worten zu verkünden. Sie machen so Homo- und Trans*Feindlichkeit wieder salonfähig. Lasst uns gemeinsam gegen den gesellschaftliche Rollback anradeln! Trotz dieser Entwicklungen gibt es Orte der Solidarität und des lustvollen queeren Miteinanders. Einige davon wollen wir auf der Tour besuchen.
In einem noch geheim gehaltenen aber bekannten Berliner Park feiern wir im Anschluss mit einem ausschweifenden Picknick unsere bunte Vielfalt!

Ihr Lieben, aufs Herzlichste seid Ihr eingeladen! Schwing die Hufe und Dich auf deinen Drahtesel! Ob Du gerade erst die Wunderwaffe Lippenstift für Dich entdeckt hast oder seit Jahren gegen menschenverachtenden Mist anstöckelst… lade alle Deine Homies ein: Polittunten und Party-Queens und alle weiteren Freund*innen des guten Lebens! Jetzt heißt es Deiner Mitbewohner*in schnell einen Dutt aufgesetzt, nachgeölt und ab auf die Piste! Am 19. April drehen wir alle am Rad, vergesst nicht allerlei Leckerbissen und kulinarische Schweinerein für das große, gemütliche Tunten-Picknick nach der Tour in dem noch geheim gehaltenen aber bekannten Berliner Park!

Romeo & Julius am 10. April: Durst vis-ã-vis dem Kreuzberger Aufguß

Abkürzungen sind gr8! Alles wird schneller und schneller, größer und besser, hektischer und stressiger, r8? Wieso nicht abkürzen, den Weg beschleunigen und uns entschleunigen; y eigentlich not?

Neulich etwa: „Lass uns ins Schwuz!“ Hmm.. U2 dachte ich mir. Umsteigen in die 8 und für uns Gehfaulen noch die U7. Muss das wirklich sein? Ja, die Antwort war eh klar, es musste sein (und der Weg war es wert). Aber wäre die Freiheit nicht auch cool gewesen, oder sogar die Bar neben meiner Bude? Die ist zwar str8, aber eben neben meiner Bude!

Und wieso noch in’s Irrenhaus wenn wir eh am Ostkreuz umsteigen müssen (Jungs, ja genau, ich meine das Homopatik Wochenende, ihr wisst Bescheid).

Ihr merkt schon die Probleme eines jungen Schwulen sind groß: Welcher Typ ist t8e.. süßer, wo steigt dieses Wochenende die coolste Party und hat die hübscheste Jugendgruppe Berlins wieder Freikarten dafür?

Back to topic: Abkürzungen. Mittwochs waren wir die BBB (Berlin Blockbuster Boys) und morgen machen wir ’ne KKK (Kiez Kneipen Kur)…. Ach, quatsch, wartet mal . Kurz wollte ich doch noch abschweifen…

Achtzehnhundertzweiundsechzig. Nein, das ist nicht die Mililiter-Angabe des neuen Eros-Sparpakets sondern das Jahr ab dem der Berliner Innenstadt postalische Kennzeichnungen vergeben wurden (hier könnte ein Wikipedia Eintrag verlinkt sein, der dadurch nicht einmal öfter geklickt werden würde). N3 war damals nicht die Abkürzung für den Nachtbus strebsamer FU Studenten (jeder weiß das der Busverkehr erst viel später kam, oder?), sondern galt der Oranienburger Straße. Und SO36 war damals kein Club, sondern die süd-östliche Gegend die es morgen zu entdecken gibt. Jetzt werfe ich noch die 61 in den Raum, sag euch dass es süd-westlich geht und hoffe dass zumindest die Geschichtsbegeisterten (oder alle die mit dem Wort „Aufguß“ aus dem Betreff etwas anfangen können)  wissen in welchem Kiez morgen unsere Kneiptour statt findet.

Treffpunkt MOM
(c) by M.MG

Wir treffen uns wie immer, morgen, Freitag den 10. April um 20 Uhr im Mann-O-Meter.

 

Wir freuen uns auf euch!