jetzt ist es doch tatsächlich noch einmal richtig sommerlich geworden! All das, was in den teils verregneten Juli-Tagen nicht möglich war (Hashtag aberfuerdiepflanzenistderregengut), muss nun nachgeholt werden. Und was wären die Hundstage (sind die oder waren die schon? *wuff*) ohne das faule Herumlungern an irgendeinem Gewässer? Der aufblasbare Swimmingpool auf dem Balkon, das bestiegene aufblasbare Flamingo-Tier auf dem See (*puff*) oder in der Ostsee den Quallen ausweichen – das ist Sommer!
Was für ein Wassertyp seid ihr? Faul am See liegen und Mückenstiche zählen oder an der Ostsee andere mit Seetang bewerfen? Wie steht ihr zu hausgemachter Limonade und fußkühlendem Pool vor Netflix? Lasst es uns wissen – am Mittwoch, 20.8., 18 Uhr, im Mann-O-Meter!
das größte queere Straßenfest Europas (selbst vergebener Titel) steht vor der Tür. Dafür wird der Kiez rund um die Motzstraße einmal umgekrempelt. Autos raus, Info-, Fress- und Saufstände rein, Bühnen aufgebaut und für Beschallung gesorgt. Am Wochenende werden sich dann prognostizierte 350 000 Besucher*innen durch die Straßen schieben – auch am Mann-O-Meter-Stand in der Motzstr. vorbei, wo die AG Jugend am Samstag mit ihrem berühmten Drehdildoringwurfspiel auf euch wartet.
Vorher aber lade ich euch ein, am Freitagabend gemeinsam den Kiez im Umbau zu besichtigen. Lasst uns eine Mate (oder andere aufputschende oder beruhigende Limonaden) unter den Arm klemmen und losziehen. Natürlich nicht komplett ohne Sinn und Verstand. Ich bereite ein Kiezbingo und eine Strecke vor. Ihr habt dann die Aufgabe, mit offenen Augen unterwegs zu sein. Mal sehen, ob wir alles entdecken können, was ich mir vorher in meiner Fantasie ausmalen werde 🦄
Erst mal treffen wir uns am Freitag um 20 Uhr im Mann-O-Meter, stellen uns einander vor und gehen dann los. Ich freue mich auf einen hoffentlich lustigen und kurzweiligen Abend mit euch! 🌈👯♂️☀️
Der Juli ist nicht gerade der typische Zirkus-Monat, eigentlich ist es der Juni. Denn im Juni 1969 kam es in der Zirkus-Straße in New York zum Aufstand der Zirkustiere gegen die Unterdrückung von sogenannten Tierpflegern (gendern erübrigt sich hier, behaupte ich mal). Daran erinnern die jährlichen Paraden weltweit, in Deutschland heißen sie ZST – Zirkus-Straßen-Tage. Da kämpfen alle Mitwirkenden aus dem Zirkus gemeinsam auf der Straße für ihre Rechte. Denn häufig sind sie immer noch und immer wieder Anfeindungen ausgesetzt, werden diskriminiert, beleidigt und geschlagen. So wie 1969 schon, außer dass es heute mehr Menschen klar ist, dass das nicht ok ist.
Andere Politiker*innen glauben das nicht. Sie senden Signale der Art aus, dass alle aus dem Zirkus nicht so ernst zu nehmen und ihr Anspruch auf ein sicheres und gleichberechtiges Leben nicht so wichtig seien. Diese Politiker*innen sind Mitglieder in einer Partei, die das Wort „christlich“ in ihrem Namen trägt. Is aber nicht so wichtig. Hauptsache Klischees abgerufen und gegen gesellschaftlich Schwächere gekeilt. Würde steht im Grundgesetz auch nur im Konjunktiv.
Wo wir jetzt aber schon so absurd beim Thema sind: Was wäre eure Rolle in einem Zirkus? Direktorin? Ober-Dompteur? Löwe? Floh? Oder artistisch unterwegs, hoch oben, unter der Kuppel?!
Lasst es uns wissen! Denn diese Woche macht der heiße Sommer Pause – da können wir uns anderen wichtigen Fragen widmen. Zum Beispiel der, warum es mal „Zirkus“ und mal „Circus“ heißt. Mit „C“? Komisch, wie sieht denn das aus, wenn das „Z“ in ZSD ersetzt wird? 😬
Eilt herbei, hereinspaziert! Am Mittwoch ab 18 Uhr im Mann-O-Meter!
Es freut sich für Sie: das älteste Zebra im Stall 🦓🏳️🌈 Stefan
habt ihr euch auch schon mal überlegt, wie die Welt wäre, wenn so etwas wie das Coming Out einfach überflüssig wären? Wozu der Stress? Erst lange überlegen, mit wem man darüber reden kann, und dann erst die Unsicherheit und der Druck, die nicht wirklich zusammen passen. Danach dann die Reaktion der anderen Person von aufgeregt und vorwurfsvoll über ablehnend bis hin zu beschwichtigend und herunterspielend.
Aber: solange viele Menschen mit der Erwartung leben, dass alle um sie herum krass heterosexuell und cis-gender sind, wird es für viele, die diese Erwartungen nicht erfüllen, notwendigerweise ein Coming Out geben (müssen?). Und das für die meisten dann sogar immer wieder im Leben – wäre ja auch viel zu einfach, es einfürallemal und in einem Rutsch erledigt zu haben.
Ein Grund mehr dafür, dass wir mal einen Blick darauf werfen, was Coming Out heißt und was da so in unseren Köpfen und Herzen über Monate und Jahre vorgeht, bevor wir mit der Sprache herausrücken. Und vor allem: wie es uns damit ergangen ist und heute geht. Ich bin mir sicher, dass jeder* eine ganz eigene Geschichte erlebt hat. Wer möchte, kann sie natürlich gern teilen, wenn es die Zeit erlaubt 🙂
Wir treffen uns am Freitag um 20 Uhr im Mann-O-Meter.
Ich freue mich auf einen regen Austausch mit euch! Stefan
der Juni gilt gemeinhin als der Pride-Monat, denn die CSDs und Pride-Paraden rund um die Welt gehen auf die Unruhen und den Widerstand gegen die Polizei in New York im Juni 1969 zurück. Deshalb Juni. Nun haben aber die Communities in so vielen kleineren Gemeinden und größeren Städte den Wunsch, eine eigene Parade abzuhalten, dass es unmöglich ist, das alles auf einen Monat zu konzentrieren. Und es gibt ja auch schon fast traditionelle CSD-Daten in Deutschland. So findet der Kölner CSD fast immer am Sonntag des ersten Juli-Wochenendes statt, der in Hamburg am ersten Augustwochenende (genauso wie Amsterdam). Berlin hatte sich lange Zeit auf den letzten Juni-Samstag festgelegt, aber das wurde dann zugunsten der Fanmeile zu Fußball-Welt- und Europameisterschaften abgeblasen wie eine lahme Vuvuzela und auf Ende Juli verlegt. Mit der Folge, dass es nun seltener regnet, aber häufiger viel zu heiß ist, wenn sich zwischen 70 und 100 Trucks durch die Stadt schieben.
Allerdings gibt es in Berlin auch die Tradition, immer wieder auch die eine oder andere Alternative zum „klassischen“ CSD vorzuhalten. Lange war das der Alternative CSD in Kreuzberg, seit ein paar Jahren gibt es auch den Marzahn-Pride, nun auch den East-Pride. Allen gemein ist, dass sie politische Demonstrationen sind, in deren Rahmen Forderungen an die Politik und die Gesellschaft formuliert werden. CSDs sind aber auch in ihren Forderungen so bunt wie die Fahnen, die auf den Demos getragen werden. Deshalb meine Frage an euch: Was sollte eurer Meinung nach in diesem Jahr mit besonderem Nachdruck auf den CSDs im Land gefordert werden? Und an welchem CSD außerhalb von Berlin möchtet ihr gern mal teilnehmen bzw. wo wart ihr schon?
Unabhängig davon treffen wir uns wie immer am Mittwoch um 18 Uhr im Mann-O-Meter zu einem Heiß- oder Kaltgetränk – die meisten werden das schon wissen, denn das ist auch so eine Tradition 🏳️🌈
neue Woche, neuer Mittwoch, hier sind wir wieder! Einige von euch haben es vielleicht mitbekommen: Am Samstag war der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans*- und Asexuellenfeindlichkeit (kurz: IDAHOBITA). Der 17.5. ist nämlich das Datum, an dem im Jahr 1990 (lange vor eurer Zeit) Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation gestrichen wurde. Ja genau, bis dahin galt z. B. schwul zu sein als Krankheit – ähnlich wie Grippe, Wurzelentzündung oder schlimmeres. Wenn man die Punkte im Datum weglässt (17.5. –> 175), dann erhält man die Nummer des Paragraphen im deutschen Strafgesetzbuch, mit dem bis 1994 sexuelle Kontakte zwischen männlichen Personen diskriminiert wurden. Spannend, dass es sich damit beim Schwulsein um eine „Krankheit“ handelte, die sogar strafbar war. Gab oder gibt es das ansonsten nocheinmal?
Abgesehen von unserer kleinen Mittwochsrunde mit Getränk, etwas Süßem und Spielen oder Parkbesuch würde mich mal interessieren, welche Bedeutung der 17.5. für euch heute (noch) spielt. Wo gibt es bezogen auf LGBTQAI+ noch Baustellen, die dringend abgearbeitet werden müssen? Was wollt ihr trinken – Heiß- oder Kaltgetränk?
Los geht es am Mittwoch um 18 Uhr, im oder vor dem Mann-O-Meter, je nach Laune und Wetterlage… Ich freue mich auf euren Besuch!
jetzt ist wirklich Mai at its best, wie die Fachleute sagen. Das Thermometer zeigt steil Richtung 21° – das sollte reichen, um aus dem Edeka, Rewe, Lidl oder Bolle eine Großpackung Eis, Sprühsahne und – Vitamine müssen sein! – vielleicht ein paar Früchte zu holen. Wenn wir es schaffen, werden wir alles ganz zauberhaft anrichten. Wenn nicht, kann es passieren, dass ich das Eis direkt aus der Packung esse. Es soll auch Leute geben, die die Sprühsahne direkt am Mund ansetzen. Pfui, schämt euch!
Damit wäre das Thema für den Mittwochabend gesetzt: Guilty Pleasures, also Dinge, die man viel zu gern macht, als dass man sie sein lassen würde; die aber so seltsam sind, dass man sich ein bisschen vor dem Urteil anderer fürchtet, wenn sie das mitbekämen. Mit Essen geht da einiges, aber auch andere Hobbys oder eine außergewöhnliche Musikvorliebe zählen dazu.
Habt ihr solche Guilty Pleasures? Seid ihr bereit, sie mit uns zu teilen? Es müssen nicht alle sein, denn manche Dinge bleiben vielleicht besser so lange im Verborgenen, bis ihre Zeit gekommen ist. Das, was erzählt werden darf, kann am Mittwoch um 18 Uhr im Mann-O-Meter gebeichtet werden. Und wer halbwegs pünktlich ist, kann das Eis löffeln und muss es nicht mit einem Strohhalm trinken. Wer Lust hat, dann noch in den Park zu gehen: auf geht’s – das sehen wir spontan!
Diese Woche Freitag ist es wieder so weit – wir begrüßen den Frühling mit glockenzarten Stimmen, die jeden Ton treffen. Oder wir fegen mit reibeisenartigem Gebrüll den Nollendorfplatz, so dass sich jedweder Frühjahrsputz damit erledigt hat. Ok, wir können es aber auch einfach so machen, dass ihr eine Liste eurer Lieblingssongs mitbringt und wir einfach Karaoke singen. Mal text- und melodiesicher, mal experimentell und vielleicht etwas schräg – das muss auch mal sein!
Wir treffen uns am Freitag um 20 Uhr im Mann-O-Meter. Nach einer kurzen gesprochenen Vorstellungsrunde gehen wir dann zum gesungenen Teil des Abends über. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf musikalischen Hochgenuss mit euch 🎤🎶🦜
oder: Für-sich-Einstehen in schwierigen Situationen
Hallo Junx*,
was für ein komplizierter Titel für eine hoffentlich entspannte Late Night an diesem Freitag! Aber vielleicht haben einige unter euch bereits eine Idee, worum es gehen könnte?
Vielleicht – zum Beispiel – darum, sich gegen die Ansprüche und Bitten anderer zu schützen (wenn man keine Lust darauf hat, auf sie einzugehen). Warum sollte man das tun? Kann man nicht einfach seine Meinung oder schlichtweg Nein sagen, wenn schon der dritte „Freund“ in einem Monat fragt, ob man beim Umzug helfen kann? Och bitte! Oder der Typ im Chat, der immer wieder nach einem Date fragt, dem ihr dann zusagt, obwohl ihr gar keine Lust habt? – „Jetzt hab dich mal nicht so!“
Warum ist es manchmal so schwer, einfach aufzustehen und seine Meinung zu sagen, wenn man mitbekommt, dass jemand ungerecht handelt oder totalen Mist erzählt? Wie geht es einem in so einem Moment? Was brauchen wir, was könnte helfen?
Das erst mal so ein paar erste Vorschläge von mir. Bringt gern eigene Ideen, Erfahrungen und Beispiele mit! Vielleicht gelingt es uns, dass wir am Ende ein bisschen mehr verstehen, warum wir so sind, wie wir sind – und das eine oder andere Mittel haben, mehr so zu sein, wie wir sein wollen 🙂
Los geht es am Freitag um 20 Uhr im Mann-O-Meter. Ich freue mich auf euch!
hatten wir nicht gerade eine Freitagabend mit Drogen verbracht? Oder ist das schon wieder ein Jahr her? Hab ich seitdem schon geschlafen und wenn ja, wie oft und wie lange? Wie dem auch sei: es wird Zeit, nach dem Abklingen des trocknen Januars („Dry January“) mal einen Blick auf Konsumgelegenheiten, -gewohnheiten und -substanzen zu werfen.
Wann trinken, ballern, zimmern und ziehen wir uns eigentlich genau was, warum, wie und in welchen Mengen rein? Was muss ich tun, um in der nächsten Therapiestunde enlich das Etikett „Abhängigkeitserkrankung“ raufgetackert zu bekommen? Wieviel Rotwein ist wirklich gesund für das Herz? Stimmt es, dass MDMA nicht abhängig macht und deshalb kein Problem darstellt? Und wie kam der Elch in den Apfelbaum? Das nur eine Auswahl an möglichen Fragen, aber vielleicht habt ihr ja auch noch eine oder zwei mehr?
Wir treffen uns – wenn ihr wollt – am Freitag zur Romeo & Julius (letztes Mal unter diesem Namen) meets Jungschwuppen Late Night (welcome!) – die Zeit bleibt die gleiche: 20 Uhr im Mann-O-Meter. Alle Jahre wieder!
Ich freue mich auf euch 🙂
Liebe Grüße Stefan (er/ihm)
PS Was hat das Ganze mit einem Flugzeug zu tun? Tipp: im Zweifel euer Anreisemittel während des BVG-Streiks – nee, doch nicht…