Kategorie: Kommentar und Position

  • Romeo & Julius 14.10.: TAPE – Der große Porno-Abend inkl. Porno-Privacy

    Hey Jungs,

    noch nie war es so leicht an Pornos ranzukommen, wie in der heutigen Zeit. Früher musste man noch aufwändig Zeitschriften durchsuchen, heimlich Bildchen auf dem Schulhof tauschen (ähnlich wie Pokémon-Karten heute nur unauffälliger) oder sich verstohlen in die Videothek schmuggeln und kam dann vor Scham errötet heraus.

    Doch mittlerweile gibt es Pornos quasi aus den Hosentaschen. Sobald man ein Smartphone oder ein anderes internetfähiges Gerät besitzt, ist es möglich unkompliziert, schnell, anonym, kostengünstig und praktisch unbeschränkt an pornografische Materialien heranzukommen.

    Unabhängig davon, ob man das nun gut oder schlecht findet ist eins nicht zu leugnen: Pornografie ist ein Teil der heutigen Gesellschaft und vor allem auch ein Teil der Jugendrealität. Deswegen dachten wir uns, wäre es doch mal ganz spannend für diese Thematik einen Themenabend zu gestalten.

    Wie ihr in der Überschrift vielleicht schon mitbekommen habt, werden wir nicht einfach nur im Gruppenraum sitzen und quatschen. Wir haben an einer Pornoversion des Spieles Privacy gearbeitet, welches wir nach dem Einstieg in das Thema spielen können.

    Deswegen: Erscheint morgen zahlreich! Wie jeden Freitag treffen wir uns ab 20 Uhr im Mann-O-Meter. Wir freuen uns sowohl über altbekannte, als auch neue Gesichter.

    Der Abend wird porntastisch!

    Euer Tom & Stefan

  • Jungschwuppen Mittwochsclub, 12.10.: Sonne aus, Licht an!

    Hey Jungs,

    die Abende werden deutlich kühler und die Kraft der Sonne nimmt fühlbar ab. Das bedeutet: Die farbigste und schillerndste Jahreszeit beginnt – der Herbst.

    Besonders der Oktober hat zwei Gesichter. Auf der einen Seite liegen überall rot-orange flammende Laubhaufen und auf der anderen Seite folgt die graue Jahreszeit mit Nässe, Nebel und Kälte. Auch die Tage werden kürzer und wir bekommen zum Ende des Monats eine Stunde zurück (Zeitumstelllung auf Winterzeit). 😍

    Doch in diesem Monat gibt es auch einen besonderen Tag für die LGBT*-Community.

    Heute ist nämlich der weltweite Coming Out Day!

    Für alle die jetzt nichts genaueres mit diesem Tag anfangen können: Im Grunde geht es darum ungeoutete Personen, durch die Sichtbarkeit von anderen (in der Regel bereits geouteten) LGBT*-Personen, Mut zu machen sich ebenfalls zu outen. Der heutige Tag eignet sich also gut, um sich über sein eigenes zukünftiges Outing Gedanken zu machen. 🤓

    Es geht allerdings nicht darum, andere einfach unfreiwillig zu outen! Jeder darf und soll selber entscheiden wann, wo und vor wem er sich outet! Ich bin auch noch nicht überall geoutet und würde ausrasten, wenn das jemand anderes für mich „übernimmt“. Das ist nämlich auch eine Form von Übergriffigkeit und psychischer Gewalt. Übrigens machen wir im November einen Themenabend zum Coming Out. #eigenwerbung 🙃✌🏻

    Kommen wir nun aber mal zum morgigen Tag. Aktuell findet wieder das Festival of Lights statt.

    Ich dachte mir, wir könnten gemeinsam und gemütlich die Straßen langschlendern und uns dieses Spektakel anschauen. Also zieht euch wetterfest an.

    Vorab treffen wir uns natürlich wie jeden Mittwoch ab 18 Uhr im Mann-O-Meter und können uns mit einem Heißgetränk und spannenden Gesprächen auf den Spaziergang vorbereiten. Wer sich traut darf auch ein Kaltgetränk nehmen.

    Auf jeden Fall freue ich mich über jeden den ich morgen begrüßen darf

    Euer Tom

    eigenes Foto vom Festival of Lights 2021
  • Romeo & Julius am 30.09.: Übernachtungsparty mit Serienmarathon

    Hey Jungs,

    jetzt wo es kälter wird sehnen sich viele Menschen nach Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden. Doch wer weiß wie gemütlich wir es uns zuhause dieses Jahr machen können. Die große Frage zur Zeit ist doch: „Kann ich es wagen die Heizung an zumachen oder verbanne ich sie lieber ganz aus dem Haus?“

    Bis jetzt ist es bei uns im Hause noch warm und was eignet sich besser für einen gemütlichen Abend als ein kuscheliger Filmabend? Richtig: Nichts.

    Allerdings wird es dieses Mal keinen normalen Filmabend geben. Mal abgesehen davon, dass wir den Film durch eine komplette Serie ersetzen, werden wir auch im Mann-O-Meter übernachten können. Yeahy, Pyjama-Party!

    Eventuell fragt ihr euch jetzt: „Wie läuft das ganze denn nun aber ab und muss ich etwas mitbringen?“

    1. Wer eine Luftmatratze oder Ähnliches hat sollte diese mitbringen. Ihr müsst euch aber keine extra kaufen.
    2. Eine Decke und ein Kissen wären von Vorteil (oder ein Schlafsack).
    3. Alles weitere was ihr persönlich zum schlafen/zum übernachten benötigt.
    4. Snacks, Snacks, Snacks!!

    Wir werden am Anfang zusammen Pizza machen. Dafür organisiere ich nur das nötigste. Wenn ihr extra Wünsche habt, bringt diese selber mit.
    Zum Trinken gibt es eine Mischkiste mit Cola, Fanta, Sprite und eine Wasserkiste. Auch hier gilt: Bei extra Wünschen selber mitbringen.

    So nun zur Serie. Es gab in den letzten Wochen eine Umfrage, an welcher erstaunlich viele Jungschwuppen teilgenommen haben.
    Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt hat die Serie „Heartstopper“ mit deutlichen Abstand gewonnen. Somit steht fest, dass wir diese Serie die ganze Nacht durchsuchten werden.

    Doch bevor wir morgen mit der Serie starten treffen wir uns wie jeden Freitag ab 20 Uhr im Mann-O-Meter.

    Ich freue mich auf jeden den ich begrüßen darf. Sowohl neue, als auch bekannte Gesichter.

    Euer Tom

    P.s.: Falls wir zusammen frühstücken wollen, können wir das morgen spontan zusammen organisieren. Der Edeka hat ja lange auf!

  • Fassungslosigkeit, Entsetzen, Trauer… 

    …anders können wir die letzten Tage nicht beschreiben. Die traurige Mitteilung über Malte C.s Tod hat uns sehr erschüttert und es fällt uns immer noch schwer zu begreifen, was da eigentlich passiert ist. Leider ist der Angriff auf Malte kein Einzelfall, was sich noch am selben Wochenende zeigte. Diese schlimmen Vorfälle – diese Gewalttaten – sind aus Hass geschehen und es gibt immer noch Menschen die behaupten, wir hätten doch schon alles.

    Nein! Diese Taten zeigen, wie wichtig es ist weiter zu kämpfen. Kämpfen für Schutz vor Hass!

    Unser tiefes Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den von Malte geliebten Menschen, der trans Frau aus Bremen mit ihren Geliebten und der vielen von Hassgewalt Betroffenen, die es dieses Jahr auch in Berlin bereits gegeben hat.

    Eure AG Jugend

  • SPECIAL Romeo & Julius am 23.07.2021: Alt aber noch gut!!!

    Hallo zusammen,

    Kinders, wir werden alle nicht jünger. Aber morgen eben doch.
    Mindestens ganze zwei Jahre verjüngt (und das ohne Babyblut!) – dafür aber auch nur an einem einzigen Tag. Klingt wie in einem Märchen? Ist aber Realität!

    Ein paar von euch sind Anfang dieses Jahres aus der Gruppe ausgeschieden, weil das Höchstalter (von früher 29) auf 27 Jahre abgesenkt wurde. Da haben wir euch einfach aus dem Nest geschubst, ohne Ausnahme – und vor allem: ohne Abschied (danke, ****-***-* [1]).
    Das wollen wir verdammt noch einmal nachholen! Also: Morgen (und nur morgen) darf jede Person kommen, die an oder nach dem 01.01.1991 geboren wurde [2].

    Wir treffen uns vor dem MoM ab 20 Uhr, Vorstellungsrunde ist um 20:30 Uhr und danach ziehen wir in den Gleisdreieckpark und machen dort ein Groß-Picknick.
    Wer Lust hat, kann schon um 19 Uhr kommen, da bereiten wir Nudelsalat vor.

    Also, schnappt euch euch selbst, eure Decken (so vorhanden), euren Partner (so vorhanden), sowie Spiele, Getränke, Essen, Musikboxen – ach, bringt einfach mit, worauf ihr Lust habt!

    Ich freue mich auf eure jungen und alten Gesichter, freudestrahlend im Vollmondlicht. Morgen ganz besonders natürlich auf die alten Gesichter 😉.

    Bis morgen!
    Mark

    [1] *_*

    [2] Das auszurechnen hat erstaunlich lange gedauert (besonders dafür, dass Mathe mich Master nennen muss).

    P.S.: Für alle, die morgen nicht kommen können: CSD ist am Tag danach (da feiern wir rein, wooop wooop), vielleicht sieht man sich ja dort.
    P.P.S.: Wer morgen nicht kommen kann: Akzeptiert als Entschuldigung werden lediglich Krankenhausaufenthalt oder Schlimmeres. Oder eigene Hochzeit (oder Besseres).

    Von Ruben Wisniewski – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2827702
    (Hat jemand hier so eine gute Kamera und entsprechende Skills? Mitbringen! (digital oder analog (Mensch, nicht das Mitbringen, die Kamera natürlich!)))
  • Romeo & Julius am Freitag, 7.8.: Schlachteplatte

    hallo Leute, hallo Jungs*,

    Nacht-, nicht zwangsläufig Nacktbaden, das ist ein feiner Unterschied, manchmal auch ein kleiner. Schön, wenn bei 30° C Außentemperatur das Wasser Abkühlung verspricht und dann: Wasser, dass sich anfühlt, wie Matscha (das Getränk) aussieht. Schlingpflanzen und Hechte einem nach dem Leben trachten. Wer weiß, wer das wie überlebt?! Probiert es aus, ihr wolltet es nicht anders! Und zur Beruhigung: Der Schlachtensee wird jährlich mit rund 3 Millionen Kubikmetern nahezu trinkwassertauglichem Wannseewasser gefüttert, da kann nichts passieren!

    Wir handhaben es wie gehabt: es gibt eine Gruppe bei einem großen Instant-Messaging-Dienst, in der pünktlich genauer Ort und Zeit bekannt gegeben werden. Wer diesen Dienst nicht nutzt oder aus anderen Gründen einen Abstecher ins Mann-O-Meter machen möchte, ist herzlich eingeladen, zur gewohnten Zeit, nämlich Freitag, 20 Uhr, am Nollendorfplatz vorbeizuschauen.

    Schwimmt nicht so weit raus und passt auf die Mücken auf!

    Liebe Grüße
    Stefan

  • Jungschwuppen Mittwochsclub am 12. Februar

    Hallo Leute,

    das sind bewegte Zeiten, in denen wir uns befinden, in denen wir leben. Brexit, Trump, Thüringen, Klimawandel, Buschbrände in Australien, Abholzung in Brasilien, Massentierhaltung… Es gibt Menschen, die alles nicht so wild sehen, andere hingegen sehen viele zivilisatorische Errungenschaften und mehr in Gefahr. Unterschiedliche Meinungen gibt es immer wieder. Dennoch gibt es Menschen, die ihre Meinungsfreiheit bedroht sehen, wenn sie nicht alles unwidersprochen äußern dürfen. Dass es sich bei Beleidigungen, Bedrohungen und Hass nicht um Meinungen handelt, vergessen sie dabei nur allzu schnell.

    So weit, so verbreitet (leider), so bekannt.

    Wie aber sieht es aus, wenn selbst queere und schwule Menschen andere Menschen(gruppen) pauschal aburteilen? Wenn sie zum Beispiel bestimmten Menschen aufgrund ihrer Herkunft pauschal unterstellen, homophob zu sein, dann wenden sie die gleichen Mechanismen an, mit denen sie selbst als schwul, bi oder queer ausgegrenzt werden. Das klingt absurd? Ja, aber es lässt sich noch auf die Spitze treiben, wenn Schwule auf diese Art sogar gegen das Schwulsein „argumentieren“. Gibt’s nicht? Doch!
    Häufig werden derartige Ansichten und Tiraden im Internet oder direkte bei Facebook, Twitter oder Instagram losgelassen. Immer stärker kommen sie aber auch in den Foren oder Gruppen auf queeren und schwulen Plattformen wie dbna oder Planetromeo vor. Mal eine vermeintlich unverfängliche Frage, dann als Kritik getarnter Hass gegen Geflüchtete oder bestimmte Parteien, bis hin zur Verherrlichung der Nazizeit. Das Problem ist, dass der Support und die Admins der Plattformen offenbar häufig überfordert sind und/oder keine Ahnung haben. Natürlich ist es hart, einen Kommentar zu löschen oder einen User zu blockieren, aber gerade Plattformen wie dbna sind für junge Schwule häufig einer der ersten Orte, sich sicher zu fühlen. Wie wirkt das, wenn sie dann mit so vielen Vorurteilen und Hass konfrontiert werden? Wie geht es euch, wenn ihr solche Einträge und Kommentare lest? Macht ihr etwas dagegen? Was? Viele Fragen und nur ein Mittwochsclub! Aber vielleicht können wir ja mal ein paar Eindrücke und Ideen sammeln. Und abgesehen davon einen entspannte Abend haben, denn darum geht es ja trotz allem auch immer noch und zuvorderst 🙂

    Für die, die es noch nicht wissen oder es vergessen haben: wir treffen uns um 18 Uhr im Mann-O-Meter!

    Bis dahin,
    Stefan

  • Samstag, 26.7.: 50 Jahre Stonewall – 40 Jahre CSD – Every riot startet mit deiner voice

    Hey Leute,

    endlich CSD! Oder Pride! Oder einfach demonstrieren und feiern. Vor 40 Jahren zog der erste CSD durch Berlin, ganz und gar nicht vergleichbar mit dem Spektakel, das wir heutzutage erleben. Und dennoch ist es wichtig und gut, dass es in Berlin möglich ist, der Welt feiernd zu zeigen, dass wir so sind, wie wir sind – nämlich ganz wunderbar unterschiedlich und – natürlich – vielfältig!

    Mann-O-Meter ist in diesem Jahr mit seinem 50-plus-Bereich am Start, gleich vorneweg fahren unsere Herren gemeinsam mit anderen älteren LGBTIQs in Rikschas und führen den Zug quasi an. Viele von ihnen waren bereits vor 40 Jahren dabei.

    Außerdem gibt es einen Wagen! Mann-O-Meter ist Community-Kooperationspartner und beteiligt sich an der Organisation des Wagens mit der Nummer 54. Ein paar Mitarbeiter von Mann-O-Meter und auch Jungschwuppen sind auf dem Wagen. Und ihr seid herzlich eingeladen, gemeinsam hinterherzutanzen. Die Musik wird hoffentlich fett genug sein, um genau dazu zu animieren.

    Los geht es um 12.30 Uhr an der Ecke Ku’damm und Fasanenstraße. Oder ihr kommt einfach später dazu. Und egal, ob ihr den Slogan auf Deutsch oder Englisch lest, versteht, ruft: Happy Pride!!! 🌈 – Oder auch: Habt einen tollen CSD!!! 🦄

  • Lesbisch-schwules Stadtfest 2019: Gleiche Rechte für Ungleiche!

    Hallo ihr Lieben,

    hier nun endlich unsere kleine Einladung zum Stadtfest! Bereits zum 27. Mal findet das lesbisch-schwule Stadtfest in der Motzstraße und drumherum nun statt. „Lesbisch-schwul“ – das klingt heute, da alle von „queer“ und „LGBTIQ*“ reden und schreiben, schon fast ein bisschen antiquiert. Vor fast 30 Jahren war das aber etwas vollkommen anderes: ein Straßenfest, dass ganz offen für Lesben und Schwule (und heute explizit für viele andere nicht-heteronormativ eingezwängte Menschen) veranstaltet wird – das war etwas Besonderes.

    Damals gab es Probleme mit Kriminalität im Kiez. Immer wieder kam es zu homophoben Übergriffen. Das ist in erster Linie absolut nicht gut für die Betroffenen. Und natürlich auch nicht für die Kneipen und Bars des Kiezes. Denn wer trinkt schon abends noch einen Drink in der Befürchtung, später Opfer von Gewalt zu weren. So haben sich die Kneipen und Bars damals zusammengetan und sich – unter Beteiligung des Mann-O-Meter-Projekts Maneo – dafür entschieden, ein offenes Zeichen für ein selbstbewusstes, emanzipiertes lesbisch-schwules Leben zu setzen. Revolutionär – zumal in einer Zeit, in der es den § 175 im Strafgesetzbuch noch gab!

    Heute gibt es keine Rechtssprechung mehr gegen Schwule, heute darf jede*r heiraten, unabhängig von sexueller Identität oder Orientierung. Heute kämpfen wir aber immer noch gegen die alltägliche Diskriminierung, gegen Übergriffe und für Gleichbehandlung, auch jenseits von Gesetzen. Aber es gibt seit einiger Zeit wieder Stimmen in der Gesellschaft, die die Gleichberechtigung anzweifeln, die sich gegen die „Ehe für Alle“ aussprechen, die ein „geordnetes“ Weltbild von Frauen und Männern und Familien ganz aus dem konservativen Bilderbuch verteten.

    Dass jeder Lebensentwurf, gleich wie er in das Bild Anderer passt, gleichwertig ist, solange er andere Menschen nicht in ihrer Freiheit beschränkt, sollte eigentlich keine Frage mehr sein. Das zu bestärken und zu unterstreichen, ist in diesem wie in jedem Jahr ein wichtiges Signal, dass vom Stadtfest ausgehen muss. Von mir aus auch mit Bratwurst und Bier. Aber auch mit Mangolassi und veganem Eis. Schaut es euch an! Und wer sich anschließen möchte: wir treffen uns am Samstag, 20. Juli, 14 Uhr, am Stand von Mann-O-Meter – ungefähr vor dem Haus Motzstr. 9.

    Egal wie, ich wünsche euch ein tolles Wochenende!
    Stefan

  • Romeo & Julius am 12. Juli: Velvet Rage

    Hallo Jungs, hallo Leute!

    50 Jahre Stonewall in New York – das ist so lange her, dass selbst ich nicht einmal die theoretische Chance habe, mich daran zu erinnern. In New York fand gerade der World Pride zum 50. Jahrestag der Aufstände statt, die damals eine große Emanzipationswelle von LGBTQ auslösten.

    Auch wenn der Pride in Berlin CSD heißt, so wird doch auch bei uns seit einigen Jahren verstärkt vom Pride Month oder der Pride Week gesprochen. Pride = Stolz. Doch worauf soll man denn stolz sein? Bi, schwul oder trans* zu sein – dafür oder dagegen kann man doch eh nix machen. Man ist es oder eben nicht. Das stimmt, klar, aber trotzdem muss ich mir an dieser Stelle selbst widersprechen. Denn ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    Stolz zu sein ist ein Gefühl. Ein Gefühl, das Ausdruck einer gewissen Stärke, eines Selbstbewusstseins ist. Und tatsächlich sind – das könnt ihr euch sicher vorstellen – nicht alle lesbischen, schwulen oder bisexuellen Menschen stolz auf ihre sexuelle Orientierung. Ganz im Gegenteil – immer noch schämen sich sehr viele dafür und trauen sich nicht, sich zu outen – in bestimmten Kreisen nicht oder generell. Scham ist quasi das Gegenstück zu Stolz und immer auch eng mit Angst verbunden. Angst vor Zurückweisung etwa, nicht dazuzugehören, gemobbt zu werden, Gewalt zu erfahren.

    Alle Menschen kennen diese Gefühle: Stolz, Scham, Angst und viele mehr. Aber nur Menschen, die nicht heterosexuell sind, kennen diese Gefühle aufgrund ihrer romantischen und/oder sexuellen Vorlieben. Und das setzt emotional viel in Gang und stellt diese Menschen – also uns – vor besondere Herausforderungen. Genau darum soll es an diesem Freitag gehen: Um das Besondere in der Entwicklung der Persönlichkeit von schwulen und bisexuellen Jungen und Männern. Ein sehr psychologisches Thema, aber ich verspreche allen, die sich darauf einlassen, einen Erkenntnisgewinn! Das ist doch fast besser als kostenlose Getränke 😛

    Ich kann euch noch etwas versprechen! Nach so viel spannendem Input startet es sich um so entspannter ins Wocheende ^^

    Los geht es wie immer am Freitag um 20 Uhr – im Mann-O-Meter!

    Liebe Grüße
    Stefan

    PS Was ist Velvet Rage?