Autor: Stefan

  • Antwort der CDU – Wahlprüfsteine

    unveränderte Antwort der CDU:

    Sehr geehrte Herren,

    auf diesem Weg bedanke ich mich für die Wahlprüfsteine zur bevorstehenden Bundestagswahl, die Sie uns vor einiger Zeit zugeschickt hatten.

    Am 28. Juni 2009 haben die Vorstände von CDU und CSU in einer gemeinsamen Sitzung unser Regierungsprogramm 2009 –2013 verabschiedet. Es trägt den Titel „Wir haben die Kraft. Gemeinsam für unser Land“. In der Anlage zu diesem Schreiben übersende ich Ihnen ein Exemplar zu Ihrer Verwendung.

    Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass die Aufgabe einer Partei vor allem darin besteht, programmatisch zu arbeiten, d.h. die Rahmenbedingungen und Leitlinien politischen Handelns zu formulieren. Die legislative Ausgestaltung obliegt – auf Bundesebene – dem Deutschen Bundestag, die exekutive Umsetzung der Bundesregierung. Fragen der Bildungspolitik sind in Deutschland dagegen Ländersache. Ich bitte aus diesen Gründen um Ihr Verständnis, dass ich nicht auf alle Ihre Fragen im Detail eingehen kann.

    Die CDU respektiert die Entscheidung von Menschen, in vielfältigen Formen des Zusammenlebens ihren Lebensentwurf zu verwirklichen. Dies gilt für die Ehe ebenso wie für die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften. Mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz ist dem Bedürfnis gleichgeschlechtlicher Lebenspartner nach Anerkennung und rechtlicher Absicherung ihrer Verbindung Rechnung getragen worden. Eine vollständige rechtliche Gleichstellung solcher Lebensgemeinschaften mit der Ehe lehnt die CDU ab. Sie ist mit dem Grundgesetz unvereinbar, da Artikel 6 die Privilegierung der Ehe zwischen Mann und Frau gebietet. Diese eindeutige Lesart von Artikel 6 im Grundgesetz ist auch dem dokumentierten Willen der Verfassungsmütter und –väter zu entnehmen, der für die richterliche Auslegung maßgeblich ist. Diese Privilegierung der Ehe gegenüber der Lebenspartnerschaft ist ohnehin nur in wenigen Punkten gegeben, so z.B. im Einkommensteuerrecht.

    Der umfassende Schutz vor Diskriminierung, darunter auch aus Gründen der sexuellen Orientierung, ist in Deutschland Wirklichkeit. Deutschland hat mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz 2006 die vier Richtlinien der EU zum Diskriminierungsschutz umgesetzt und ist dabei sogar noch über die von der EU geforderten Standard hinausgegangen. Um einen wirksamen Diskriminierungsschutz in Deutschland sicherzustellen wurde mit dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jungend geschaffen, die sowohl als Ansprechpartner für alle vom Diskriminierung betroffenen fungiert, als auch mit eigenen Programmen zu einem Abbau von Diskriminierung beiträgt.

    Die CDU wirbt für Toleranz und wendet sich gegen homophobe Tendenzen genauso wie gegen jede Form der Diskriminierung. Um einen wirksamen Diskriminierungsschutz in Deutschland sicherzustellen wurde mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geschaffen, die sowohl als Ansprechpartner für alle von Diskriminierung betroffenen fungiert, als auch mit eigenen Programm zu einem Abbau von Diskriminierung beiträgt. Toleranz gegenüber Schwulen, Lesben und Transgendern sollten nach unser Auffassung auch im Schulunterricht sowie im Rahmen von Programmen zur Gewaltprävention Thema sein.

    Um einer gestiegenen Neuinfektionsrate mit HIV wirksam zu begegnen, müssen Aufklärungskampagnen, wie sie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchführt, ebenso wie Beratungsangebote ausgebaut und intensiviert werden.

    Am 27. September treffen die Wähler in Deutschland eine Richtungswahl. 2009 darf nicht nur das Jahr einer außergewöhnlichen weltweiten Krise sein, sonder es muss auch das Jahr sein, in dem die Grundlage für einen dauerhaften Zusammenhalt unserer Gesellschaft gelegt wird. Die CDU gibt Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird unserer Land in eine gute Zukunft führen. Bitte unterstützen auch Sie uns dabei.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Markus Ingenlath.

  • dbna-Artikel: Zwischen Straßenfest und Nuttendiesel

    Das schwullesbische Online-Portal dbna („Du bist nicht allein“) hat einen Artikel über unsere Jugendgruppe Romeo&Julius 20+ geschrieben. Neben dem Artikel sind auch einige beschreibende Bilder zu sehen, sehr lesens- und sehenswert. Also für alle Interessierte, hier der Link:

    http://www.dbna.de/comingout/jugendgruppen/090721-romeojulius.php

  • programm der schwulen freizeitgruppe romeo & julius – 20plus – herbst

    Hier das Programm der Freizeitgruppe „Romeo & Julius – 20plus“ für die Monate September, Oktober und November 2009.

    Viel Spaß damit!

    September

    04.09.09: Beachvolleyball

    11.09.09: Themenabend: Wahlen 2009 und Wahlprüfsteine

    18.09.09: Besuch eines Planetariums

    25.09.09: Spieleabend

    Oktober

    02.10.09: Kneipentour

    09.10.09: Themenabend: Schwule in Ost und West

    16.10.09: Vegan kochen

    23.10.09: Wir gehen Karaoke singen

    30.10.09: Spieleabend

    November

    06.11.09: Videoabend

    13.11.09: Themenabend: Musical

    20.11.09: Herbstspaziergang

    27.11.09: Spieleabend

  • programm der schwulen jugendgruppe romeo & julius – herbst

    Hier das Programm der Jugendgruppe „Romeo & Julius“ für die Monate September, Oktober und November 2009

    Viel Spaß

    September

    03.09.09: Picknick

    10.09.09: Kuchen essen im Cafe Posithiv

    17.09.09: Spielenachmittag

    24.09.09: Themenabend: Wahlen 2009 und Wahlprüfsteine

    Oktober

    01.10.09: Spaßige Alltagsexperimente

    08.10.09: Videoabend

    15.10.09: Herbst-Basteln

    22.10.09: Themenabend: Erster schwuler Sex

    29.10.09: Halloween-Preview

    November

    05.11.09: Herbstspaziergang

    12.11.09: Spieleabend

    19.11.09: Schwul Shoppen

    26.11.09: Themenabend: Novemberdepression

  • die jugendgruppe romeo & julius 20plus am 4. september 2009: Beachvolleyball

    nun nahen so langsam die letzten schönen warmen tage, um diese noch genügend zu genießen, und euch etwas gutes zu tun, veranstalten wir ein beachvolleyball-spiel mit euch. um auch der körperlichen gesundheit mal etwas gutes zu tun…

    man brauch auch keinesfalls besonders sportlich zu sein, jeder kann mit machen und alle sind eingeladen für freitag um 20 uhr im mann-o-meter.

  • die jugendgruppe romeo & julius am 3. september 2009: Picknick

    sonne, essen und berlin, was kann man sich schöneres denken als diese 3 dinge zusammen zu haben. und um das zu schaffen werden wir von der jugendgruppe romeo&julius zusammen mit allen interessierten ein schönes picknick machen. falls ihr also lust auf ein ungezwungenes kennen-lernen mit anderen jungen schwulen habt, schaut einfach vorbei, ihr seit herzlich eingeladen, am donnerstag um 17.30 uhr im mann-o-meter, am nollendorfplatz.

  • Wahlprüfsteine: Antwort von B.90/Die Grünen

    unveränderte Antwort der Partei B.90/Die Grünen:

    Aufklärung

    1. Wie wichtig erachten Sie die Sexualaufklärung an Schulen, die sich
    ausführlich mit Toleranz gegenüber jedweder sexueller Orientierung, mit
    Coming Out und mit Mobbing gegenüber Jugendlichen beschäftigt?

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN finden es sehr wichtig, dass Werte wie Toleranz, Offenheit, gegenseitiger Respekt schon in der Schule vermittelt werden. Wir setzen uns sowohl im Bundestag als auch in den Ländern dafür ein, dass Lehrpläne in den Schulen um Themen wie die Vielfalt sexueller Identitäten und Lebensweisen, die Geschichte Homosexueller in Deutschland und Menschenrechtsbildung auch in Bezug auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intersexuelle Menschen erweitert werden, sowie Kenntnisse für ein Demokratieverständnis vermittelt werden, das Kinder und Jugendliche selbstbewusst und frei von homophoben Einstellungen handeln lässt.

    Sowohl in Unterrichtsinhalten als auch im Schulalltag muss deutlich werden: Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intersexuelle Menschen sind Teil der gesellschaftlichen Vielfalt, sie sind gleichwertig und gleichberechtigt. Pädagoginnen und Pädagogen und alle, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, müssen in der Ausbildung wie durch Fortbildungsangebote befähigt werden, diese Botschaft zu vermitteln. Themen Themen wie Diversity, Antidiskriminierung, Homophobie, Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Identitäten und Lebensweisen müssen verbindlich in die Aus- und Fortbildung von PädagogInnen, (Schul-)psychologInnen und SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen sowie von in Jugendarbeit und Jugendhilfe Beschäftigten integriert werden.

    finanzielle Ausstattung

    2. Wie wichtig ist Ihnen eine bessere finanzielle Ausstattung der
    Bundeszentrale füir gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und in diesem
    Zusammenhang der Deutschen Aidshilfe (DAH)?

    Die Steigerungen der Ansätze im Bundeshaushalt für die Aidsprävention in den letzten Jahren sind direkt oder indirekt auf uns Grüne zurückzuführen. Dieser Stand (13 Mio. €, davon 5 Mio. € an die Aidshilfe), muss gehalten werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Gelder für Prävention stärker auf die hauptsächlich betroffenen Gruppen – Männer, die Sex mit Männern haben, MigrantInnen und Inhaftierte – konzentriert werden. Dies hätte eine Umschichtung hin zu Projekten und Aktionen der Aidshilfe zur Konsequenz.

    HIV

    3. Welche weiterführenden Schritte unternehmen Sie, um die
    Neuinfektionsraten mit HIV bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), zu senken?

    Wir Grünen machen uns stark für eine zielgruppenspezifische Aidsprävention, die kein Blatt vor dem Mund nimmt. Daher üben wir massive Kritik an der Bundesregierung wenn sie – wie uns berichtet wird – mit als Zensur empfundenen Maßnahmen zielgruppenspezifische Präventionsbotschaften im Internet verhindert oder abändert. Dies ist kontraproduktiv und verhindert wirkungsvolle Botschaften.

    Wir setzen auf Aufklärung und Freiwilligkeit und finden es kontraproduktiv, mit dem Strafrecht zu drohen. Der Aids-Aktionsplan der Bundesregierung will das Strafrecht bei der fahrlässigen Verbreitung einer sexuell übertragbaren Krankheit verschärfen und atmet damit den Geist von Zwang, Kontrolle und Repression. Wir hatten gehofft, so einen Umgang mit dem Thema HIV/Aids seit Jahren hinter uns gelassen zu haben. Dessen Wirkungslosigkeit kann man in Österreich und der Schweiz beobachten, die 2005 etwa zwei- bzw. dreimal so viele Neuansteckungen pro 1 Million EinwohnerInnen wie Deutschland zu verzeichnen hatten.

    kostenlose Kondomabgabe

    4. Was halten Sie von einer kostenlosen Kondomabgabe an männliche
    Jugendliche unter 18 Jahren?

    Statt einer flächendeckenden Abgabe von Kondomen (eine Altersgrenze lässt sich da kaum kontrollieren oder würde umgangen) scheint uns Grünen auch hier ein zielgruppenspezifisches Vorgehen sinnvoll. So begrüßen wir die Selbstverpflichtung von Wirten, z.B. in Berlin mit der Initiative safety4free, Kondome, Gleitmittel und ggf. Latexhandschuhe in angemessener Menge kostenlos abzugeben. Diese Aktion sollte weitere Kreise ziehen und auch an Treffs von schwulen Jugendlichen kostenlose Kondome zur Verfügung stellen.

    Antidiskriminierungsgesetz

    5. Was unternehmen Sie, um die Durchsetzung des
    Antidiskriminierungsgesetzes auch an Schulen im Bundesgebiet zu verankern?

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für eine Politik der Vielfalt und für klare Kante gegen Diskriminierung, selbstverständlich auch an Schulen. Es ist ein Kernanliegen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, jede Art von Diskriminierung zu bekämpfen, einschließlich der Diskriminierung aufgrund sexueller Identität. Wir wollen ein diskriminierungsfreies Deutschland – im beruflichen Leben wie in allen gesellschaftlichen Bereichen.
    An Schulen kommt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) immer dann zur Anwendung, wenn Beschäftigte wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität diskriminiert werden. Zu Lerninhalten sowie zu einem diskriminierungsfreien Umgang mit Schülerinnen und Schülern in öffentlichen Schulen sagt das AGG nichts aus, da die Schulgesetzgebung allein in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländer fällt.
    Auch die bisherigen europäischen Richtlinien gegen Diskriminierung, auf denen das AGG beruht, sehen für den Bereich der Bildung noch keinen Schutz vor Diskriminierung wegen der sexuellen Identität vor. Das wollen wir aber ändern. Ein neuer Richtlinien-Entwurf der Europäischen Kommission sieht vor, den Diskriminierungsschutz für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender unter anderem auch auf den Bereich Bildung auszudehnen. Wir Grünen haben das im Europäischen Parlament wie im Bundestag vehement eingefordert und unterstützen diesen Verstoß. Leider ist aber auf europäischer Ebene die schwarz-rote Bundesregierung einer der Hauptbremser. Diese Haltung wollen wir aufbrechen. Wir treten dafür ein, dass die nächste Bundesregierung die neue Antidiskriminierungsrichtlinie aktiv unterstützt und auf eine schnelle Verabschiedung drängt.

    Suizidgefahr

    6. Wie kann man Ihrer Meinung nach, eine erhöhte Suizidgefahr bei jungen
    schwulen Männern absenken?

    Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf unsere Große Anfrage zur Jugendpolitik eingeräumt, dass lesbische und schwule Jugendliche in besonderer Weise gesellschaftlicher Diskriminierung ausgesetzt sind und ihr Suizidrisiko viermal höher liegt als bei Jugendlichen mit heterosexueller Orientierung. Trotzdem weigert sich die Regierung jedoch, endlich den Bundestagsbeschluss umzusetzen, eine Bestandsaufnahme zur Lebenssituation schwuler und lesbischer Jugendlicher durchzuführen. Wir bestehen darauf, dass jeder junge Mensch auch im außerschulischen Bereich ein Recht auf individuelle Förderung seiner Entwicklung hat. Die Bundesregierung und das zuständige Ministerium müssen durch gezielte Forschung und geeignete Programme und Beratungsangebote zur Verbesserung der Lebenssituation aller Jugendlichen beitragen.  So gilt es z. B. auch seitens des Bundes seiner Anregungsfunktion bei der Verbreitung bewährter Präventionsansätze gerecht zu werden und offensiv für die Belange junger Menschen einzutreten  Vor Ort und in den Schulenmüssen die Antidiskriminierungsarbeit gestärkt und spezifische Angebote der Jugendhilfe – auch und gerade für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- oder intersexuelle Jugendliche – ausgebaut werden (s. Antwort auf Frage 10).

    Essstörungen

    7. Was gedenken Sie, in Bezug auf Essstörungen bei jungen Männern zu
    unternehmen?

    Ende 2007 haben wir Grünen einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der einen Aspekt des Themas Essstörungen – die Magersucht – aufgreift. In dem Antrag „Hungern in der Überflussgesellschaft – Maßnahmen gegen die Magersucht ergreifen“ (Drs. 16/7458) wird der Schwerpunkt, wegen ihrer deutlich höheren Betroffenheit, auf Mädchen gelegt. Jedoch wird ein geschlechtsspezifisches Herangehen gefordert und viele der Maßnahmen (z.B. bessere Forschung, bessere Ausbildung von ÄrztInnen, Erstellung von Leitlinien zur Behandlung) kommen auch Jungen und Männern zugute. Dieser Antrag führte zu einer bundespolitischen Debatte, die auch von den Medien aufgegriffen wurde.

    homosexuelle/heterosexuelle Menschen

    8. Was tut Ihre Partei für die Gleichstellung von homosexuellen Menschen mit heterosexuellen Menschen?

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten dafür, dass im Gleichheitsartikel des Grundgesetzes endlich ergänzt werden muss, dass niemand wegen der sexuellen Identität diskriminiert werden darf. Die Gleichstellung von homosexuellen Menschen mit heterosexuellen Menschen soll damit ausdrücklich in unserer Verfassung verankert werden.
    Wir kämpfen für die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften nach dem Grundsatz „gleiche Rechte, gleiche Pflichten“. Wir haben dazu zahlreiche parlamentarische Initiativen gestartet, vom Adoptionsrecht bis zum Steuerrecht (Bundestagsdrucksachen 16/3423, 16/5596 und 16/11408). Auch in der kommenden Wahlperiode werden wir uns für volle rechtliche Gleichstellung engagieren – im Einkommensteuerrecht, im Erbschaftsteuerrecht, im Beamtenrecht und allen Bereichen, in denen Lebenspartnerschaften noch nicht gleichgestellt sind.
    Die Eingetragene Lebenspartnerschaft hat die Akzeptanz für Lesben und Schwulen in der Gesellschaft deutlich verstärkt. Sie ist gesellschaftspolitisch ein großer Erfolg und eine wichtige Etappe auf den Weg zu gleichen Rechten, aber noch nicht das Ziel. Wir wollen die Gleichstellung vollenden. Dass gleichgeschlechtlichen Paaren der Zugang zur Ehe verwehrt ist, stellt eine konkrete wie symbolische Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität dar. Deshalb fordern wir die Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare und haben dafür auch bereits einen Gesetzentwurf vorgelegt (Bundestagsdrucksache 16/13596).
    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wirksamer ausgestalten, z.B. durch ein echtes Verbandsklagerecht. Überschießende Ausnahmeregelungen im AGG für Religionsgemeinschaften wollen wir eingrenzen. Wir wollen zudem dafür sorgen, dass die Antidiskriminierungsstelle des Bundes künftig ihren gesetzlichen Aufgaben gerecht wird und beispielsweise öffentlichkeitswirksam Diskriminierungen entgegentritt und vorbeugt.

    finanzielle Ausstattung aller HIV-präventiv arbeitenden Einrichtungen

    9. Die finanzielle Ausstattung aller HIV-präventiv arbeitenden Einrichtungen in Deutschland ist schlecht. Möchten Sie dies in der nächsten Legislaturperiode ändern?
    Die Grünen haben im Bundestag die Länder und Kommunen aufgefordert, dem Bund zu folgen und ihre Mittel aufzustocken statt, wie es leider zu beobachten ist, Kürzungen für regionale Aidshilfen vorzunehmen. Damit sich Frauen und Männer an der Arbeit z.B. der Aidshilfen beteiligen und Verantwortung übernehmen, sind verlässliche Rahmenbedingungen der Arbeit notwendig. Dafür setzen wir Grünen uns im Bund, den Ländern und Kommunen ein.

    homosexuelle Menschen in Jugendarbeit

    10. Wieweit setzen Sie sich für die Berücksichtigung der besonderen Lebenslage junger homosexueller Menschen in Jugendarbeit und Jugendhilfe ein?

    Voraussetzung für ein gutes und gerechtes Aufwachsen junger Menschen ist ein breites Netzwerk an persönlicher, gesellschaftlicher und staatlicher Unterstützung. Neben den Eltern und der Schule leistet die Jugendhilfe hierzu einen entscheidenden Beitrag. Wir sehen in der Jugendhilfe einen der größten gesellschaftlichen Leistungsträger und setzen uns für eine angemessene Förderung ein. Dabei befürworten wir eine vielfältige und differenzierte Angebotslandschaft, bei der die Belange lesbischer und schwuler Jugendlicher als integraler Bestandteil berücksichtigt werden müssen.
    Lesbische, schwule, bisexuelle, trans- oder intersexuelle Jugendliche dürfen bei Problemen nicht allein gelassen werden. Schwul-lesbische Jugendarbeit muss stärker anerkannt und unter Einbeziehung der Jugendlichen weiterentwickelt werden. Jugendhilfe und Jugendarbeit müssen sich dabei besonders dem Problem Homophobie stärker stellen. Jugendhilfeeinrichtungen müssen deshalb durchgehend zur Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Identitäten und Lebensweisen Rechnung beitragen. Jugendhilfe muss somit systematisch befähigt und unterstützt werden, Diskriminierungen entgegenzuwirken und zur freien Entfaltung der Persönlichkeit dieser Jugendlichen beizutragen. Dazu gehören geschützte Erfahrungsräume wie Jugendgruppen ebenso wie die Fortbildung von jungen MultiplikatorInnen für Informationsveranstaltungen in Schulen und Jugendeinrichtungen.

  • die jugendgruppe romeo & julius 20plus am 28. august 2009

    diesen freitag packen wir wieder unseren evergreen aus unserer programmliste heraus: den spieleabend. also falls ihr lust habt mit anderen etwas zu unternehmen und bock auf siedler, risiko, monopoly,  kartenspiele etc. habt, dann kommt doch einfach vorbei ins mann-o-meter am nollendorfplatz in der bülowstr. 106.

  • die jugendgruppe romeo & julius am 27. august 2009

    öde schule, langweiliger job oder einfach mal bock auf was neues? um sich von diesen kleinigkeiten des alltags mal abzulenken gibt es ein allheilmittel, es nennt sich kino. daher machen wir von der schwulen jugendgruppe romeo&julius mit euch zusammen einen kinobesuch am donnerstag.

    also falls ihr bock auf gruseln, weinen, lachen oder mitfühlen auf dem kinosessel habt, kommt doch einfach mal zum mann-o-meter in der bülowstr. 106 am nollendorfplatz um 17.30 vorbei!

  • Männlichkeit siegt über Wetter – und hat dann doch verloren – die Grillwütigen treffen sich jetzt im MOM

    Es lässt sich nicht ändern, es schüttet. Wer noch schnell ins Internet schaut, was denn nun ist. Treffpunkt für die GrillerInnen ist das Mann-O-Meter. Hier wird gegessen, getrunken und gebraten.

    einige Zeit wurde gerätselt und überlegt, wie das wetter am heutigen tage denn wohl wird, immerhin ist ja für heute der große grillabend geplant. und zwar nicht nur von uns, also der romeo&julius+20 gruppe, sondern auch von den jugendgruppen von lambda sowie dem sonntagsclub.

    doch die hartgesottene männlichkeit nimmt den kampf auf gegen die wettervorhersagen und möchte heute abend trotzdem grillen. für euch heißt das, dass ihr um 18.30 heute zum mann-o-meter eingeladen seit, und dann könnt ihr euch entscheiden, falls euch das wetter doch zu gefährlich scheint, ob ihr mit in den tiergarten kommt oder ob ihr lieber im mann-o-meter nett feiert. wie auch immer, wir bieten euch trotz regnerischem wetter oder sonstigen schwierigen rahmenbedingungen ein tolles abendprogramm.

    na dann bis später….