das cafe posithiv ist ein nettes kleines cafe in der bülowstr., das hiv-positiven einen freiraum geben soll, fern von diskriminierung und schrägen blicken. das ehrenamtliche projekt begann 1989 und ist inzwischen eine feste institution im schöneberger kiez. um dieses unterstützenswerte projekt zu unterstützen und es näher kennen zu lernen, werden wir mit der jugendgruppe romeo&julius dem cafe einen kleinen besuch abstatten. also wer lust hat einen kleines nettes cafe und dazu noch tolle leute kennen zu lernen, der sollte einfach am donnerstag um 17.30 uhr im mann-o-meter vorbei schauen.
die jugendgruppe romeo & julius am 10. september 2009: Cafe posithiv
Keine Kommentare zu die jugendgruppe romeo & julius am 10. september 2009: Cafe posithivGayNow-Artikel: Transgenial oder ganz normal – Erfahrungsbericht eines Neu-Berliners, der beide Berliner CSDs besucht hat
Erfahrungsbericht eines Neu-Berliners, der beide Berliner CSDs besucht hat
„Der Mainstream-CSD ist doch total kommerzialisiert und unpolitisch geworden!“, „Der Transgeniale CSD spaltet doch bloß die Szene und hat kaum ein Presseecho!“. Dies sind die üblichen Kommentare, die man bekommt, wenn man sich öffentlich für einen der beiden CSDs ausspricht. Und es ist etwas dran, beide haben ihre Schattenseiten. Um mir ein eigenes Bild dieses Konflikts zu machen, habe ich mich entschlossen, zum Vergleich auf beide CSDs zu gehen. Der Transgeniale CSD (auch T-CSD genannt) wurde von Aktivist_innen gegründet, um eine politische Alternative zum ihrer Meinung nach entpolitisierten normalen CSD zu schaffen. Dem wollte ich nachgehen. Glücklicherweise hat der normale CSD ein paar Stunden früher angefangen als der Transgeniale, sodass es gut möglich war, an einem Tag beide zu sehen.
Als ich am normalen CSD ankam, war das Wetter noch recht grau und auch die Stimmung eher mäßig. Die Leute brauchten anscheinend noch mehr Prosecco, um wirklich warm zu werden. Ich persönlich bemesse einen CSD und vor allem die Wagen der Parteien an ihrer Kreativität, wie sie politische Inhalte öffentlichkeitswirksam vermitteln. Nach diesen Kriterien war der normale CSD und im besonderen die Wagen der Parteien recht ernüchternd. Der erste Wagen der mir ins Auge fiel, bereits aufgrund der Dekofarbe, war der der Grünen. Es gab einige Flyer und Sticker, die wichtige Themen wie beispielsweise die Reform des Transsexuellengesetzes ansprachen, also durchaus eine politische Initiative. Aber ein wirkliches Demo-Gefühl kam hier leider nicht auf. Weder politische Aktionen, noch kreative Transparente waren zu sehen.
Ein beliebtes Contraargument gegenüber dem normalen CSD ist, dass er zu einer großen Party geworden ist, aber nichts mehr mit einer politischen Demonstration zu tun hat. Natürlich gehört Musik und gute Stimmung zu einem erfolgreichen CSD dazu, aber besonders der Wagen der SPD war ein gutes Beispiel, wie etwas einst Politisches nun zu einer Feier geworden ist, die eher an eine GMF-Pary erinnert, an als eine politische Homo-Demo. Die Wagen der Linkspartei und der FDP fielen kaum auf, auch eine politische Aussage. Der einzige interessante Parteien-Blickfang war die CDU. Die biedere Kleidung, das bürgerlich-konservative Auftreten und eine beeindruckend langweilige Wagen-Deko veranlassten einen Freund von mir zu dem Kommentar, man sollte doch nächstes Jahr Sticker mit dem Slogan „Unfickbar“ auf ihren Wagen kleben, falls sie dieses Image im nächsten Jahr wiederholen sollten. Da zeigt sich wieder, Politik hat auch etwas mit Ästhetik zu tun.
Was mich persönlich sehr gefreut hat, war die Tatsache, dass es immer noch Wagen auf dem normalen CSD gab, die einen politischen Anspruch hatten und dies auch nach außen trugen. Besonders fiel mir hierbei der Wagen von Lamda auf. Einerseits haben sie es geschafft, mit einem relativ kleinen Wagen politische Statements mit guter Stimmung zu verbinden, andererseits kreierten sie meinen persönlichen CSD-Lieblingsslogan: „Für bessere CSD-Mottos!“, was angesichts des diesjährigen Verbaldiarrhoes „Stück für Stück ins Homo-Glück!“ auch wirklich angemessen war.
Nach ca. 2-3 Stunden machten wir uns dann auf den Weg zum Transgenialen CSD. Es kam uns eine zwar eher kleine, dafür aber sehr bunte Gruppe von Leuten entgegen, die von Antifa, über Drag bis zu ganz normal aussehend, so ziemlich alles abdeckte. Riesige Wagen gab es nicht, auch keinen Umsonst-Prosecco, dafür aber „Soli-Sekt“, womit der Transgeniale CSD mitfinanziert werden sollte. Man merkte, den Menschen ging es um eine tatsächliche Aussage, ein politisches Statement. Im Gegensatz zum normalen CSD konnte man die Leute hier wirklich als Demonstrierende bezeichnen.
Leider gab es aber auch hier kaum kreative Aktionen. Hätte sich das Wetter während des Demo-Zugs nicht verbessert, hätte man auch schon ein wenig „Latsch-Demo“-Atmosphäre bekommen können. Durch den plötzlichen Besuch Bushidos auf der Demo wurde dies aber eindeutig verhindert. Bushido, einer der berühmtesten schwulen- und frauenfeindlichen Rapper Deutschlands, bekam einiges an Buh-Rufen von Seiten der Demonstrierenden. Klugerweise konnten die Organisator_innen den Demo-Zug zum weitergehen überzeugen, um Bushido schlichtweg alleine stehen zu lassen und ihm nicht mehr Aufmerksamkeit zu geben. Die Organisator_innen hatten dieses Jahr bewusst auf ein buntes Auftreten gesetzt, nachdem letztes Jahr die Polizei sehr gewalttätig gegen einige Demonstrierende vorgegangen war, da viele einheitlich schwarz gekleidet waren, und das bei der Berliner Polizei schnell eine Art Signallicht aufrufen lässt. Aber auch dieses Jahr waren die Polizist_innen nicht gerade gut gelaunt. Ich wurde persönlich von einem Polizisten verbal und handgreiflich angegriffen, da dieser meinte, ich wolle das Polizei-Auto beschädigen. Wer also sicher vor Polizei-Repression sein möchte, ist auf dem Transgenialen CSD leider immer noch nicht gut aufgehoben.
Im Fazit haben beide CSDs ihre Vor- und Nachteile, weswegen ich eine generelle Aussage, welcher von beiden besser, politischer oder öffentlichkeitswirksamer ist, ablehne. Meiner Meinung nach, könnten beide CSDs viel von einander lernen, wenn sie mehr miteinander kommunizieren würden, und sich nicht als Gegner sehen würden. Kaum ein Thema in der Berliner Homo-Szene wird so polarisiert geführt, wie dieses. Vielleicht sollten schlichtweg mehr Leute einfach mal versuchen, sich beide CSDs anzuschauen. Unterhaltsam ist es mit Sicherheit.
Von Stephan Siepe
dbna-Artikel: Zwischen Straßenfest und Nuttendiesel
Das schwullesbische Online-Portal dbna („Du bist nicht allein“) hat einen Artikel über unsere Jugendgruppe Romeo&Julius 20+ geschrieben. Neben dem Artikel sind auch einige beschreibende Bilder zu sehen, sehr lesens- und sehenswert. Also für alle Interessierte, hier der Link:
http://www.dbna.de/comingout/jugendgruppen/090721-romeojulius.php
programm der schwulen freizeitgruppe romeo & julius – 20plus – herbst
Hier das Programm der Freizeitgruppe „Romeo & Julius – 20plus“ für die Monate September, Oktober und November 2009.
Viel Spaß damit!
September
04.09.09: Beachvolleyball
11.09.09: Themenabend: Wahlen 2009 und Wahlprüfsteine
18.09.09: Besuch eines Planetariums
25.09.09: Spieleabend
Oktober
02.10.09: Kneipentour
09.10.09: Themenabend: Schwule in Ost und West
16.10.09: Vegan kochen
23.10.09: Wir gehen Karaoke singen
30.10.09: Spieleabend
November
06.11.09: Videoabend
13.11.09: Themenabend: Musical
20.11.09: Herbstspaziergang
27.11.09: Spieleabend
programm der schwulen jugendgruppe romeo & julius – herbst
Hier das Programm der Jugendgruppe „Romeo & Julius“ für die Monate September, Oktober und November 2009
Viel Spaß
September
03.09.09: Picknick10.09.09: Kuchen essen im Cafe Posithiv
17.09.09: Spielenachmittag
24.09.09: Themenabend: Wahlen 2009 und Wahlprüfsteine
Oktober
01.10.09: Spaßige Alltagsexperimente
08.10.09: Videoabend
15.10.09: Herbst-Basteln
22.10.09: Themenabend: Erster schwuler Sex
29.10.09: Halloween-Preview
November
05.11.09: Herbstspaziergang12.11.09: Spieleabend
19.11.09: Schwul Shoppen
26.11.09: Themenabend: Novemberdepression
die jugendgruppe romeo & julius 20plus am 4. september 2009: Beachvolleyball
nun nahen so langsam die letzten schönen warmen tage, um diese noch genügend zu genießen, und euch etwas gutes zu tun, veranstalten wir ein beachvolleyball-spiel mit euch. um auch der körperlichen gesundheit mal etwas gutes zu tun…
man brauch auch keinesfalls besonders sportlich zu sein, jeder kann mit machen und alle sind eingeladen für freitag um 20 uhr im mann-o-meter.
die jugendgruppe romeo & julius am 3. september 2009: Picknick
sonne, essen und berlin, was kann man sich schöneres denken als diese 3 dinge zusammen zu haben. und um das zu schaffen werden wir von der jugendgruppe romeo&julius zusammen mit allen interessierten ein schönes picknick machen. falls ihr also lust auf ein ungezwungenes kennen-lernen mit anderen jungen schwulen habt, schaut einfach vorbei, ihr seit herzlich eingeladen, am donnerstag um 17.30 uhr im mann-o-meter, am nollendorfplatz.
die jugendgruppe romeo & julius 20plus am 28. august 2009
diesen freitag packen wir wieder unseren evergreen aus unserer programmliste heraus: den spieleabend. also falls ihr lust habt mit anderen etwas zu unternehmen und bock auf siedler, risiko, monopoly, kartenspiele etc. habt, dann kommt doch einfach vorbei ins mann-o-meter am nollendorfplatz in der bülowstr. 106.
