es ist mal wieder so weit morgen ist der Jungschwuppen Mittwochsclub, und ich muss mir wieder einen Blogeintrag aus dem Ärmel schütteln. Ich musste jedoch heute erneut feststellen wie unkreativ ich diesbezüglich bin. Daher habe ich Stefan um Inspirierende Anregungen gebeten und er meinte ich sollte doch was über mein Wochenende schreiben. Ich habe jedoch am Wochenende bis auf eine Fortbildung zum Thema „Schwule und Scham“ nicht interessantes gemacht worüber es sich lohnt zu schreiben. Sein nächster Tipp war, ich sollte über unvorhersehbare Dinge die einfach Passieren etwas schreiben. Auch zu diesem Thema ist mir nichts kreatives eingefallen, außer das man unvorhersehbare Dinge die passieren nicht einplanen kann weil sie ja in unerwarteten Momenten passieren. Sein letzter Tipp war ich soll doch was zu vermeintlicher Multi-Tasking Fähigkeit schreiben. Dazu kann ich auch nur ein sagen. Man kann zwar viele Dinge gleichzeitig tun aber nie alle mit 100 Prozent Einsatz. An der Stelle möchte ich den Blogeintrag beenden mit einer Aussage die ich am Wochenende kennengelernt habe: „Du verpasst die Befriedigung und die Freude des Moments, wenn du nicht auf ihn fokussiert bist oder wenn du ihn lediglich als einen Wegstein zum nächsten Moment ansiehst.
Wir treffen uns wie immer am Mittwoch um 18:00 im MoM zu Getränken, Keksen und netten Gesprächen. Bis morgen!
Jakob



Häufig geben sich die Deutschen ja als Vorreiter in vielerlei Hinsicht – gern auch in moralischer. Das lässt sich sicherlich auch immer wieder gut begründen und nachvollziehen. Aber gerade wenn es um die aktuelle Situation von LSBTIQ* geht, stehen wir in Deutschland vielen anderen Ländern noch in vielem nach. Und auch bei der Aufarbeitung vergangenen Unrechts läuft es nicht wie geschmiert. Dafür steht der Anfang der 90er abgeschaffte Paragraf 175 (Eselsbrücke zum 17.5.!) des Strafgesetzbuchs. Er stellte Sex zwischen Männern (ja, nur „schwulen“ Sex!) seit 1871 unter Strafe, wurde unter den Nazis verschärft und nach dem 2. Weltkrieg unverändert ins Strafgesetzbuch der (alten) Bundesrepublik übernommen. Die Männer, die unter den Nazis nach § 175 verurteilt wurden, wurden rehabilitiert, die Urteile aufgehoben. Wohlgemerkt erst 2002. Alle Männer, die nach 1945 und bis 1969 nach dem gleichen Paragrafen verfolgt wurden, warten bis heute darauf, dass das ihnen angetane Unrecht anerkannt wird und sie rehabilitiert werden – so sie denn noch leben. Ein Armutszeugnis für die Politik!



