Schlagwort: Schwul

  • Romeo und Julius am 17.07.2015: Kochen wie zu Grundschulzeiten

    Hi Jungs,

    am kommenden Freitag möchte ich Euch gerne ins Jungschwuppen Kochstudio einladen und Euch ein Rezept aus meiner Kindheit zeigen: Die besten Pfannkuchen (für alle nicht-Berliner) beziehungsweise Eierkuchen (für alle Berliner), die man sich vorstellen kann.

    5395631357_8f32c2df3f_z

    Die Idee wäre, einen Teig zu machen und die Kuchen nach und nach zu backen, wobei jeder den Belag aus verschiedensten Zutaten auswählen kann (z.B. herzhaft oder süß).

    Das Rezept stammt aus meiner Grundschulzeit und ich habe es letztens wiedergefunden. Es ist so einfach und dabei so lecker, dass ich es Euch nicht vorenthalten möchte.

    20150624_145152

    Ich freue mich auf das gemeinsame Kochen (oder bei den Pfann- bzw. Eierkuchen doch eher Backen?) mit Euch und wir sehen uns dazu wie immer am Freitag ab 20 Uhr im Mann-O-Meter.

    Bis dahin,

    Euer Jannis

     

    Rezept aus meiner Grundschule und Foto von:

    schlossplatz

  • Jungschwuppen Mittwochsclub am 15.07.2015: Löcherschwund im Emmental!!!

    Hi Jungs,

    lange war unklar, wie die Löcher in den Käse gelangen und woran es liegt, wo und in welcher Größe sie sich bilden. Nun haben Schweizer Forscher mittels einer Computertomographie herausgefunden, dass kleine Heupartikel die Löcher im Käse verursachen. Diese Partikel setzen bei der Fermentation Gase frei, welche für die Löcher sorgen.

    384744388_0408bbf34e_z

    Damit ist nun auch das Rätsel gelöst, warum in den vergangenen 10-15 Jahren immer weniger Löcher im Käse entstanden und beim Schweizer Emmentaler sogar schon von einem regelrechten „Löcherschwund“ die Rede war. Durch mehr Hygiene beim Melken ergab es sich nämlich, dass fast keine Heupartikel mehr in die Milch gelangten: Früher, als noch mit einem Melkkübel und per Hand gemolken wurde, war die Milch äußeren Einflüssen ausgesetzt und es konnten viele Heupartikel in den offenen Milchkübel fallen, die bei der Reifung des Käses viele Löcher entstehen ließen.

    8054695009_9a358c7722_z

    Im Laufe der letzten Jahre wurde das Melken immer mehr automatisiert und die Verfahren damit auch hygienischer, sodass die Milch beim und nach dem Melken kaum noch äußeren Einflüssen ausgesetzt ist. Mit den fehlenden Haupartikeln verschwanden natürlich auch die Löcher. Dank der neusten Erkenntnisse lässt sich nun genau steuern, wie viele Löcher der Käse enthalten soll, da die Heupartikel einfach beigemischt werden.

    Ich hoffe, dass ich die Käseliebhaber unter Euch – den Löcherschwund betreffend – beruhigen konnte und wir uns alle am Mittwoch, wie immer ab 18 Uhr, im Mann-O-Meter sehen.

    Bis dahin,

    Euer Jannis

     

    Infos von: http://science.orf.at/stories/1759388/

    Fotos von:

    Kühe: https://www.flickr.com/photos/fakt-wissen/

    Käse: https://www.flickr.com/photos/goldhahnundsampson/

     

  • Treffen: 20 Uhr in Kreuzberg, Romeo und Julius am 10.07.: Karate-Training. Bitte pünktlich sein!

    Gewalt und Beleidigungen gegen Schwule und Lesben? Das gab es schon vor über 25 Jahren in Berlin, einer Zeit als viele der jetzigen Jungschwuppen noch nicht mal geboren waren. 1989 gründete sich aus u.a. dem Mannometer heraus der Karateverein Gaysha, welcher sich an die Frauenselbstverteidigung anschloss und seitdem fester Bestandteil des LGTB-Sports ist.

    Schwerpunkt des Gaysha-Trainings ist klassisches Wado-Ryu-Karate, kombiniert mit vielen realistischen Aspekten der Selbstverteidigung. Gaysha trainiert dreimal die Woche und freut sich über Nachwuchs. Der Verein ist Mitglied im DKV und gibt seinen Mitgliedern neben dem Training die Möglichkeit, Lehrgänge zu absolvieren, Prüfungen abzulegen, einen Selbstverteidigungskurs zu besuchen und jährlich zu Pink Power, einem europaweiten Treffen schwul-lesbischer Kampfkunst und Selbstverteidigung, zu fahren oder dies mitzuveranstalten. Schon viele Schwarzgurte sind aus Gaysha hervorgegangen.

    2717291479_336f903fee_z

    Wir möchten am 10. Juli genauer hinter die Fassade „schwuler Gewalt“ schauen und werden einem gemeinsamen Training um 20 Uhr in der Wilhelmstraße 117, 10963 Berlin, beiwohnen. Dabei werden wir uns direkt vor Ort treffen. Einfache Sportkleidung ist dabei ausreichend. Unser Trainer wird Andreas Dobrunz sein, welcher auch gerne im Vorfeld unter 0163 8784525 für Fragen zur Verfügung steht. Nach einer Vorstellung und einer kurzen Geschichte zu Gaysha werden wir ein anderthalb- Training durchlaufen.

    Es freuen sich Marcus und Steven auf Euch!

  • Romeo und Julius am 19.06.: Entspannt Euch!

    Hi Jungs,

    am kommenden Wochenende steht das Lesbisch-schwule Stadtfest auf dem Programm und damit wir dafür alle fit sind, heißt es vorher nochmal: entspannen, tief durchatmen und Kräfte tanken.

    Diesen Freitag soll es nämlich bei Romeo und Julius um Entspannungsverfahren gehen.

    5050748065_6f4f24a003_z

    Es gibt viele Techniken, die sich in unterschiedlichen Situationen anwenden lassen und auf verschiedene Weisen funktionieren. Manche gelten als schwieriger und bedürfen einiger Übung, andere sind leicht zu erlernen und funktionieren meist sofort. Ob im Sitzen oder Liegen, durch Gedanken oder mit körperlicher An- und Entspannung, führen sie alle Entspannung herbei.

    In erster Linie sollen die Verfahren dadurch das Wohlbefinden steigern und die Müdigkeit reduzieren, beziehungsweise zu neuer Kraft verhelfen aber auch für ein emotionales Gleichgewicht sorgen oder dieses stabilisieren.

    Auch zu Therapiezwecken werden Entspannungsverfahren eingesetzt und es ist spannend, ihre Wirkweisen auch von einer wissenschaftlichen Seite aus zu betrachten.

    Nach der Theorie folgt die Praxis und wir werden am Freitag selbst einige Entspannungsverfahren anwenden. Ihr braucht einfach nur ins Mann-O-Meter zu kommen und euch zu entspannen. Ich freue mich schon sehr und bin, bis es endlich losgeht, sehr gespannt.

    Wir sehen uns also am Freitag, wie immer um 20 Uhr im Mann-O-Meter…

    Euer Jannis

     

    Foto von: https://www.flickr.com/photos/hotel_zugspitze/

  • Jungschwuppen Mittwochsclub am 10.06.: Grüezi und Hoi zämme: Schweizerdeutsch für Anfänger, Teil 1

    Sali Jungs,

    15922347261_dc901ae805_z

    das Chuchichäschtli kennen die meisten, aber was macht die Anke auf dem Frühstückstisch, warum wird man in der Schweiz in Gebäuden zum Stossen aufgefordert und warum stellen Schweizer ihr Auto manchmal nur ungern in der Garage ab? Die Antwort ist: Es hat etwas mit den Unterschieden zwischen dem Schweizerdeutschen und dem Hochdeutsch zu tun.

    „Das“ Schweizerdeutsch gibt es in dem Sinne allerdings eigentlich nicht. Es handelt sich vielmehr um einen Sammelbegriff für die alemannischen Dialekte, die in der deutschsprachigen Schweiz gesprochen werden. Hierbei gibt es keine festen Sprachgrenzen zu den Regionen der Nachbarländer, in denen teilweise auch alemannische Dialekte gesprochen werden (z.B. im Elsass (F), in Baden-Württemberg, im bayerischen Schwaben oder in Vorarlberg (A)). Allerdings ist der Unterschied, dass die schweizerdeutschen Dialekte im Alltag und in fast allen Gesprächssituationen benutzt werden. In den anderen Teilen des alemannischen Sprachraums wird hingegen eher Hochdeutsch beziehungsweise Französisch anstelle des Dialekts gesprochen.

    In der Deutschschweiz selbst gibt es hunderte Mundarten, die stark voneinander abweichen und manchmal selbst unter Deutschschweizern zu Verständigungsproblemen führen können.

    Damit Ihr beim nächsten Schweiz-Besuch nicht aufgeschmissen seid, gibt es in den Blogeinträgen für diesen und nächsten Mittwoch einen kleinen Schweizerdeutsch-Crashkurs. Fangen wir mit der Auflösung der Fragen weiter oben an: Die Anke steht auf dem Frühstückstisch, weil Anke auf Schweizerdeutsch Butter bedeutet und man wird in Gebäuden an Türen zum Stossen aufgefordert anstatt zum Drücken wie in Deutschland.

    16534882651_e722084c77_z

    Wenn ein Auto in der Schweiz in der Garage steht, ist es vielleicht kaputt, denn dort ist eine Garage nicht nur der Platz zum Unterstellen eines Autos, sondern auch eine Autowerkstatt.

    Die Liste ließe sich endlos so weiterführen und die Fortsetzung sowie einige Tipps, um Schweizerdeutsch in fünf Tagen zu lernen, folgen in der Einladung zum Mittwochsclub am 17.06.2015.

    Nun freue ich mich erstmal, Euch an diesem Mittwoch wie immer um 18 Uhr im Mann-O-Meter begrüßen zu dürfen.

    Bis dahin verbleibe ich mit einem Uf widerluege.

    Euer Jannis

     

    Quellen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerdeutsch

    https://www.flickr.com/photos/becker_beckersen/

    https://www.flickr.com/photos/kecko/

  • Jungschwuppen Mittwochsclub am 27.05.: Homo-Ehe light = 0 Punkte

    Was für ereignisreiche Tage! Das musste erst mal gesagt werden. Und nun:

    Hallo Jungs,

    kurzes Update nach einem langen Wochenende? Also: Einige haben die Gartensaison eröffnet, andere waren lieber im Schutze bedachter Clubs feiern, ganz andere wiederum haben ESC geschaut und hätten dabei sicherlich gern das eine oder andere Mal Esc gedrückt. Aber: Das war kein Traum, das war schnöde Realität! Alter Schwede! Und: in Irland gibt es jetzt die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare. Nix mit „eingetragener Lebenspartnerschaft“ oder ähnlichen Wortungetümen. Wusstet ihr, das kein Land häufiger beim ESC (früher: Grand Prix Eurovision de la Chanson) gewonnen hat als Irland? Wenn das mal kein Zufall ist! (Nebenbei bemerkt oder gefragt: Warum ist der ESC eigentlich bei Schwulen so beliebt?)

    FotoWas noch geschah: Der Heilige Geist kam auf uns nieder, so wir denn in christlicher Tradition das Wochenende begingen. Allen anderen ist möglicherweise auch so etwas wie der Heilige Geist begegnet, aber vielleicht liegt es auch an dem, was ihr abgesehen von Milch und Oreo-Keksen noch so verspeist habt. Passend dazu: Es wurden schon wieder öffentlich angebaute Hanfpflanzen in Berlin entdeckt. Das scheint Mode zu werden. Zuerst am Kotti (vielleicht gehen die Bauarbeiten deshalb so langsam vonstatten), nun in Köpenick. Fängt ja auch mit „K“ an. Genau wie Karneval der Kulturen. Wo wird der nächste Fund sein? Klosterstraße? KaDeWe? Kanzleramt?

    Wo ihr uns findet, das wisst ihr ja, und zwar im Mann-O-Meter am Nollendorfplatz. Rauschmittelfreie Zone, wenn wir Kakao und Kaffee (aaaahhh, schon wieder K!!!!111elf) außer Acht lassen. Und da treffen wir uns wie immer um 18 Uhr, um einen Blick auf das vergangene Wochenende und ganz viele Blicke auf die kommenden Wochenenden zu werfen.

    Wer sich drauf freut? Na hoffentlich ihr! Und: Steven und Stefan

  • Romeo und Julius am 15.05.2015: Frühlings-Gemüsesuppe: Es gibt sie doch noch!!!

    Hi Jungs,

    eigentlich stand für heute ja Backen auf dem Programm. Da ich Backen aber gefühlsmäßig in der Weihnachtszeit oder am Nachmittag einordne, würde ich lieber mit Euch kochen…

    Damit wir möglichst wenig Aufwand haben und um schnell fertig zu sein könnten wir für jeden eine Tütensuppe kaufen und müssten dann nur noch das Wasser zum KOCHEN bringen. Das war natürlich nie ernsthaft die Idee aber ich habe mich dennoch mal über Tütensuppen und deren Inhalt informiert: Sie klingen so schmackhaft wie „Frühlings-Gemüsesuppe“ oder „Spargelcremesuppe“, beinhalten aber meist von den gesunden Zutaten, die ihnen den Namen geben, nur Spuren.

    Eine Suppe hat traurige Berühmtheit erlangt: Die „Maggi Natur Pur Frühlings-Gemüsesuppe“. Sie enthielt laut Hersteller keinen „Zusatzstoff Geschmacksverstärker“, obwohl glutamathaltiges Hefeextrakt enthalten war. Hefeextrakt muss laut Gesetz nicht als Zusatzstoff gekennzeichnet werden, sondern ist eine „Zutat“. Dennoch enthält diese Zutat Glutamat, Inosinat und Guanylat, welche allesamt geschmacksverstärkende Substanzen sind.

    3884123152_3dc7889e3f_z

    Daraufhin ergab sich eine Protestwelle vieler Verbraucher und der Hersteller nahm neben der genannten Suppe auch die meisten anderen Produkte der „Maggi Natur Pur“-Linie aus dem Sortiment.

    Ein Markt-Check aus dem Jahr 2014 hat nun ergeben, dass die Kennzeichnung „Ohne Zusatzstoff Geschmacksverstärker“ bei vielen Eigenmarken von Supermärkten nur noch dann auf der Verpackung steht, wenn auch kein Hefeextrakt verwendet wurde.

    Trotz dieser erfreulichen Entwicklung, bin ich dafür, dass wir die Frühlings-Gemüsesuppe frisch und selbst kochen, damit wir wissen, was wirklich drin ist.

    Bezüglich des Arguments, dass es viel zu lange dauert, selbst zu kochen kann ich nur aus eigener Erfahrung berichten: Die Frühlings-Gemüsesuppe, die ich mit Euch kochen möchte, habe ich (angespornt durch eine Wette) schon mal in 20 Minuten fabriziert. In dieser Zeit war das Schneiden der Zutaten, das Kochen selbst und sogar das Würzen und Abschmecken enthalten, sodass die Suppe nach 20 Minuten wirklich verzehrfertig auf dem Teller war.

    4282867290_897a45258f_z

    Wir haben am Freitag natürlich überhaupt keinen Zeitdruck und können das Schnippeln und Kochen zelebrieren. Ich freue mich auf viele Schneidehelfer, die danach zu fleißigen Mitessern werden.

    Bis dahin, Euer Jannis

     

    Fotos von

    https://www.flickr.com/photos/foodwatch/

    https://www.flickr.com/photos/diekatrin/

     

  • Jungschwuppen Mittwochsclub am 13.05.: Geschichten des Apfel(kuchen)s

    Hi Jungs,

    am kommenden Freitag stünde eigentlich Backen auf dem Programm, allerdings habe ich mich entschieden, lieber etwas Frühlingshaftes zu kochen (die Infos für Freitag folgen dann in den kommenden Tagen)

    Dennoch möchte ich die Gebäckstücke dieser Welt nicht außer Acht lassen und widme daher den Blogeintrag für den anstehenden Jungschwuppen Mittwochsclub dem Apfelkuchen.

    Am Mittwoch, den 13.05. ist nämlich der „Tag des Apfelkuchens“, zumindest in den USA.

    5023293638_21e67914ec_zDer Apfel ist in vielen Kulturkreisen eine sehr symbolträchtige Frucht: Iduna, eine Figur der nordischen Mythologie ist beispielsweise die Göttin der Jugend und der Unsterblichkeit. Sie ist die Hüterin der goldenen Äpfel und ihr Baum ist – na klar – der Apfelbaum. Die Äpfel verleihen den Göttern die ewige Jugend und die Unsterblichkeit.

    In der berühmten Episode „Das Urteil des Paris“ aus der griechischen Mythologie, geht es um den sogenannten „Zankapfel“: Alle Götter, außer die Göttin der Zwietracht, sind zu einer Hochzeit eingeladen. Diese wirft aus Wut einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „für die Schönste“ in die feiernde Menge. Der sterbliche Jüngling Paris soll die Entscheidung treffen, wer die Schönste ist (Aphrodite, Athene oder Hera). Um die Wahl für ich zu entscheiden bestechen die drei Göttinnen Paris: Hera verspricht ihm die Herrschaft über die Welt, Athene stellt Weisheit in Aussicht und Aphrodite bietet Paris die Liebe der schönsten Frau der Welt (Helena). Letzteres überzeugt Paris und er entscheidet sich für Aphrodite, die den goldenen Apfel bekommt. Da Helena jedoch schon mit dem mächtigen König von Sparta (Menelaos) verheiratet war, musste sie, um Aphrodites Versprechen einhalten zu können, geraubt werden. Dieser Raub soll der Auslöser des Trojanischen Krieges gewesen sein…

    Äpfel können also viel bewirken – von der ewigen Jugend und Unsterblichkeit, bis hin zu schlimmen Kriegen…9524606455_06af5af72a_z

    Ob der Tag des Apfelkuchens für Euch einen Besuch im Mann-O-Meter bewirkt, ist Eure Entscheidung. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen. Wir treffen uns wie immer um 18 Uhr.

    Bis dahin, Euer Jannis

    P.S. wir bekommen am Mittwoch Besuch von Christoph Kolbe von der Deutschen Aids Hilfe und dürfen Texte, die sich an Jugendliche richten, probelesen…

    Also erscheint zahlreich:-)

     

    Fotos von

    https://www.flickr.com/photos/sen_meister/

    https://www.flickr.com/photos/99667320@N06/

  • Nix wie weg am 08. Mai: Wechselgeld für Friedrichshain bei Romeo & Julius

    Die Woche hab ich ’ne schöne Werbung gesehen. Bekanntes Reiseunternehmen (ihr wisst schon, die mit dem „L’“), ein Lokführer auf dem Bild und darüber steht: „Spontan eine Woche frei?“.

    Berlin streikt. Die Bahn streikt. Die Kitas streiken. Die Geldautomaten streiken. Ja gut. Wir haben vielleicht (noch) nicht ganz den Bedarf nach Kitas, aber der Job des Erziehers gehört aufgewertet! Nach einem viertel Jahr Praktikum im Kindergarten weiß ich wie derangiert man da täglich nach Hause geht. Vollstes Verständnis dafür!

    Ach, und wenn ihr wegen des Streiks gerade nicht zur Uni kommt (oder damit einen passenden Grund gefunden habt das kollektive Faul-sein zu rechtfertigen), solltet ihr mal Hashtag Lokfuehrerfilme suchen. Hier ein Auszug:

    Mord im Orient-Schienenersatzverkehr, Per Anhalter durch die Stadt, No Train for old Men, Alice im Wartesaal, Good Bye Anschlusszug, Der Herr der Ringbahn – die GefährtNicht… und so weiter, und so fort. Mal guggen, ich hab mich köstlich amüsiert!

     

    So, aber jetzt endlich Wochenende! Schauen wir mal wie viel der streikende Geldautomat noch spuckt und verprassen die restliche Kohle in Friedrichshain. Dass die Gaststätten endlich mal wieder Wechselgeld bekommen – wenn nicht von Prosegur, dann hilft das Mann-O-Meter da gerne aus! Wir treffen uns, wie immer, morgen, am Freitag, um 20 Uhr.

    7096803837_43dd639be7_z

  • Jungschwuppen Mittwochsclub am 6.5. : Ach Du dicke Spaghetti

    Hi Jungs,
    es haben sich in letzter Zeit schon für verschiedene Personen, Institutionen und Unternehmen sogenannte Shitstorms ergeben und oft spielte dabei auch das LGBTI- Thema eine Rolle.
    Bei unserem Fortbildungstag am Freitag haben wir uns zum Beispiel überlegt, ob wir die Pasta und Saucen des italienischen Nudelherstellers Barilla noch guten Gewissens essen können:

    Nach einer Anfrage, ob in den Werbespots des Herstellers auch homosexuelle Familienmodelle vorkommen könnten, sagte der Chef des Unternehmens: „Wir werden niemals Werbung mit einer homosexuellen Familie machen, denn wir unterstützen die traditionelle Familie. Wenn Homosexuellen das nicht gefällt, können sie gern die Nudeln eines anderen Herstellers essen.“ Dürfen damit nur noch Eheringe tragende heterosexuelle Menschen die Barilla Nudeln essen?
    371855271_ad31fb6888_z

    Diese Aussage löste zurecht starke Empörung und Protest im Internet aus. Eine darauffolgende Entschuldigung des Chefs wurde zunächst als wenig glaubwürdig eingestuft. Der Chef des Konzerns distanzierte sich daraufhin noch mehrfach und auch per Video von seinen Äußerungen. In der auf den Shitstorm folgenden Zeit lautete die Botschaft nun „Barilla-Nudeln sind für alle da“ und in dem Unternehmen wurde ein „Diversity & Inclusion Board“ gegründet, sowie die Zusammenarbeit mit der „Human Rights Campaign“ gestärkt, die einen Index herausgibt, der den Umgang mit LGBT-Vertretern in Konzernen kontrolliert.

    Durch das Internet ist es heute möglich, die eigene Empörung auszudrücken und wenn viele dies tun, entsteht womöglich ein Shitstorm, wie im beschriebenen Fall. Diesmal hat er Änderungen herbeigeführt und zum Umdenken bewegt.
    Letztendlich entscheidet natürlich weiterhin jeder selbst, welche Nudeln im Kochtopf landen:-)

    Ob Ihr als Jungschwuppe am Mittwoch im Mann-O-Meter landet, entscheidet ebenfalls Ihr.

    Ich freue mich auf Euch!
    Euer Jannis

    Foto von: https://www.flickr.com/photos/bafs/