Autor: Stefan

  • Programm der Jugendgruppen für März, April, Mai 2010

    Romeo & Julius

    03.03.10: Themenabend: Homopolitik
    10.03.10: Kinoabend
    17.03.10: Wir trinken Frühlingstee
    24.03.10: Geheimnis französischer Crêpes
    31.03.10: Aprilscherze – richtig gemacht!
    07.04.10: Spieleabend
    14.04.10: Themenabend: Richtig flirten
    21.04.10: Videoabend
    28.04.10: Frühlingsspaziergang – Raus ins Grüne
    05.05.10: Themenabend: Der Knigge beim Essen
    12.05.10: Wir kochen ein Mai-Essen
    19.05.10: Bücherstunde
    26.05.10: Origami falten

    Romeo & Julius – 20plus

    05.03.10: Themenabend: Tiere, Essen und Drumherum
    12.03.10: Fotoshooting – Wir machen Bilder von uns
    19.03.10: Videoabend
    26.03.10: Spieleabend
    02.04.10: Karfreitag – fällt aus
    09.04.10: Themenabend: Mein Kindheitstrauma
    16.04.10: Besuch einer Cocktailbar
    23.04.10: Themenabend: Homopolitik
    30.04.10: Spieleabend – Spielend in den Mai
    07.05.10: Kochen: Wir essen Fleisch
    14.05.10: Themenabend: Das Bild der Schwulen in den Medien
    21.05.10: Bar-Hopping
    28.05.10: Spieleabend

  • GayNow-Artikel: Schwarz-Gelbe Homopolitik

    Schwul-lesbische Gleichberechtigung und schwarz-gelbe Politik, für viele scheinen diese beiden Dinge unvereinbar. Allerdings lassen sich im schwarz-gelben Koalitionsvertrag einige homopolitisch relevante Themen finden, wie Gleichstellung der Homoehe, Reform des Transsexuellengesetzes , Aufbau einer schwul-lesbischen Magnus-Hirschfeld-Stiftung, ebenso wie die deutsche Außenpolitik in Bezug auf Menschenrechte für Lesben und Schwule. Angesichts der Fülle der Versprechen, die die neue Bundesregierung zu diesen Themen abgegeben hat, viel das homopolitische Presseecho außergewöhnlich gut aus. Der Sprecher des LSVD, Manfred Bruns, betitelte die offizielle Pressemittelung zu den politischen Ankündigungen sogar mit „Die FDP hat ihre Wahlversprechungen gehalten! Wir sind mit dem Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und FDP nicht unzufrieden.“

    Insbesondere die Umsetzung der Magnus-Hirschfeld-Stiftung ist bei Vielen auf besonders positives Interesse und Wohlwollen gestoßen. Bereits 2000 wurde der Beschluss über die Gründung der Stiftung im damals mehrheitlich rot-grünen Parlament verfasst. Der Wortlaut im Koalitionsvertrag ist „Wir werden den Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2000 umsetzen und im Sinne eines kollektiven Ausgleichs für homosexuelle NS-Opfer eine Magnus-Hirschfeld-Stiftung errichten. Sie soll durch interdisziplinäre Forschung und Bildung der Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen entgegenwirken.“ Der Arzt, Sexualwissenschaftler und Gründer des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK), Magnus Hirschfeld, gilt als wichtigster Begründer der ersten Homosexuellenbewegung. Die WhK sprach sich für die Streichung des Schwulenparagrafen 175 aus, wurde aber 1933 von den Nazis aufgelöst. Mehrere Initiativen setzen sich für eine Stiftungsgründung ein und sind sehr glücklich über die aktuelle Nachricht einer Neugründung. Der Sitz der Stiftung soll in Berlin sein.

    In Bezug auf das Lebenspartnerschaftsgesetz ließ die Koalitionsrunde verlauten, dass sie vorhaben, die homosexuellen Lebenspartnerschaften im Vergleich zur heterosexuellen Ehe steuerlich gleichzustellen. Dies gilt insbesondere im Beamt_innenrecht . Hier soll der Unterschied in der Besoldung und der Versorgung ausgeglichen werden. Ein weiterer vielfach geäußerter Kritikpunkt am Lebenspartnerschaftsgesetz ist die Unverhältnismäßigkeit in Bezug auf Rechte und Pflichten, die mit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft einhergehen. Die gesetzlichen Pflichten sind enorm, wohingegen die rechtlichen Begünstigungen gering ausfallen. Dieses Ungleichgewicht möchte die Koalition ausgleichen.

    Zudem hat sie die aktuelle Rechtslage in Bezug auf das Transsexuellengesetz, gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, als veraltet und reformbedürftig bezeichnet. Es müsse „auf eine neue zeitgemäße Grundlage“ gestellt werden, so der Koalitionsvertrag. Zwar wird das Selbstbestimmungsrecht der vom Gesetz Betroffenen besonders betont, welche konkreten Veränderungen aber aus der Reformankündigung resultieren sollen, besagt der Vertrag nicht.

    Ein weiteres Politikum ist der neue Außenminister Guido Westerwelle selbst. Zwar wird es von vielen Lesben und Schwulen begrüßt, dass die deutsche Bundesregierung nun einen schwulen Außenminister hat, doch in den Koalitionsgesprächen hat sich nach Quellen der Zeitschrift „Männer“ wieder gezeigt, dass Westerwelle zwar ein homosexueller Politiker ist, aber mitnichten ein Homopolitiker. In den Koalitionsgesprächen hielt er sich bewusst aus den homorelevanten Themenbereichen zurück. Anscheinend möchte er das Vorurteil vom lustig-spaßigen Guido loswerden, der mit dem Guidomobil durch Deutschland tuckert und ab und an auch mal den Big Brother Container besucht. Und um möglichst staatsmännisch zu wirken, bedarf es seiner Einschätzung wohl eher der Themenfelder Finanz- und Steuerpolitik als die Rechte von Lesben und Schwulen. Zwar sollte nicht jede_r lesbische bzw. schwule Politiker_in gezwungen sein, auch selbst in der Homopolitik aktiv zu sein, aber ein klares Bekenntnis zu homopolitisch relevanten Themen in so wichtigen Situationen wie der Koalitionsrunde sollte doch schon mal drin sein. Von seinem Vorschlag, Entwicklungsländern die Gelder zu streichen, wenn sie gleichgeschlechtlichen Sex unter Strafe stellen war nichts mehr zu hören. Allerdings hätte an dieser Stelle auch die Frage gestellt werden sollen, welche Kriterien und welche anderen von Diskriminierung betroffenen Gruppen dann nicht eigentlich auch noch hinzugezogen werden sollten. Und im Ergebnis würde wohl die Bundesrepublik selbst nicht einmal diesem Anforderungskatalog entsprechen.

    Trotz der vielen Versprechen der Bundesregierung gibt es auch von vielen Seiten Kritik an den homorelevanten Aspekten des Koalitionsvertrages. Der Bundesvorsitzende des Arbeitskreises Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar hatte gleich Mehrere. So werden nach seiner Aussage keine klaren Bekenntnisse zu dem Thema Regenbogenfamilie und Adoptionsrecht abgegeben. Und dies obwohl die ehemalige Bundesjustizministerin vor kurzem erst ein Gutachten veröffentlichte, das aufzeigte, dass von Lesben- oder Schwulenpaaren adoptierte Kinder ebenso gut aufwachsen, wie Kinder von heterosexuellen Eltern. Dies betrachtet Dittmar als eine „klare Handlungsoption“, die mit der fehlenden Reformankündigung zum Adoptionsrecht vertan wurde. Zudem kritisiert er die Koalitionsparteien als uneindeutig in ihrer homopolitischen Position, da sie einerseits auf Bundesebene große Versprechungen machen, andererseits aber die Gleichstellung im jeweiligen Landesrecht ablehnen.

    Das Vorstandsmitglied des Berliner CSD-Vorstands, Jan Salloch, kommentierte den Koalitionsvertrag mit: „Die anvisierte Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe im Beamtenrecht und die Gründung eines Magnus-Hirschfeld-Institus sind ein Erfolg, aber kein mutiger Schritt. Denn sowohl das Bundesverfassungsgericht und der europäische Gerichtshof zwingen den Gesetzgeber zur rechtlichen Gleichstellung.“ Wie eine vollständige Zustimmung seitens der schwul-lesbischen Community klingt das nicht.

    Der grüne Homopolitiker Volker Beck kritisiert insgesamt den „Finanzvorbehalt“ den die Koalition über alle Versprechen ausgesprochen hat. Daher müsse sehr stark darauf geachtet werden, ob die Benachteiligungen tatsächlich beseitigt werden. Des weiteren kritisiert er die Stellung der Koalition bezüglich des Antidiskriminierungsgesetzes. Denn hierfür wurde die deutsche Regierung erst vor kurzem von der EU-Kommission gerügt. Das Allgemeine Geichbehandlungsgesetz (AGG) soll nach den EU-Vorgaben ausgebaut werden, sonst droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, den die EU-Kommission bereits angekündigt hat. Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag sieht aber keinen Ausbau, sondern viel eher eine Schwächung des AGG vor: „Das geltende AGG werden wir im Hinblick auf einen möglichen Abbau von Bürokratielasten überprüfen.“ Was dies konkret heißen wird, ist noch unklar. Wie ein allgemeiner Schutz vor Diskriminierung hört sich dies aber nicht an.

    Im Resumee kann durchaus behauptet werden, dass die CDU/CSU sich im historischen Vergleich homopolitisch gewandelt hat. Zwar ist sie in Anbetracht ihrer teils erzkonservativen Mitglieder und der wenig fortschrittlichen Programmatik immer noch die rückständigste aller parlamentarischen Parteien, wenn es um die Rechte von Lesben, Schwulen und Transidenten geht. Aber es sollte durchaus eingestanden werden, dass die homopolitischen Forderungen des aktuellen Koalitionsvertrages zur Kohl-Ära unmöglich gewesen wären. Die FDP auf der anderen Seite hat eine lange Tradition als Bürger_innenrechtspartei, bereits sehr früh haben hier engagierte Mitglieder für Lesben- und Schwulenrechte gekämpft. Doch nach ihrem politischen Schwenk, als sie 1982 in Koalition mit der CDU/CSU ging, hat die FDP leider viele ihrer politischen Bürger_innenrechtsideale verloren. Viel wurde damals homopolitisch mit Sicherheit nicht erreicht, bleibt zu hoffen, dass sich dies verändert hat. Mit einem Satz hat der Schwuso-Vorsitzende Dittmar mit Sicherheit recht „Es gilt nun: Den Worten müssen Taten folgen!“.

  • die jugendgruppe romeo & julius 20plus am 5. februar 2010: tupperware-party

    was gibt es schöneres als mal etwas irgendwie vollkommen sinnloses zu kaufen oder sich zumindest vorstellen zu lassen (achtung ironische konsum-kritik;)?! also wenn ihr noch nie eine tupperware-party mitgemacht habt, oder aber wenn ihr bock habt, mal endlich wieder eine zu machen, dann solltet ihr auf jeden fall am freitag um 20 uhr ins mann-o-meter gehen. wer möchte, kann seine bisherigen tupperware-produkte auch mitnehmen um dann einen kleinen tupperware-flhmarkt aufmachen, der ideenfreiheit sind keine grenzen gesetzt.

  • die jugendgruppe romeo & julius am 4. februar 2010: Kuchen essen

    eine der sachen die man eigentlich so richtig gerne macht, aber sich selbst dann doch häufiger verbietet ist kuchen essen, so richtig lecker dekadenten kuchen. und da das ganze ja auch einen sehr sozialen charakter hat, da man ja gemeinsam kuchen isst, braucht man im anschluss auch kein schlechtes gewissen zu haben. daher um mal sich mal etwas leckeres zu gönnen und dabei noch nette junge schwule im alter von 16-19 kennen zu lernen, sollte am donnerstag einfach um 17.30 vorbei schauen.

  • Die besten Männer sind vergeben oder schwul und er ist beides!

    Heute wage ich einen Blick in meine Vergangenheit. Der Alltag von Jugendlichen und Teenagern kann nervenzerreibend und kompliziert sein und das vor allem wenn die Liebe mit ins Spiel kommt. Lest meinen kleinen Rückblick, ich freu mich über eure Kommentare dazu :).

    Ich habe nun schon echt viel erlebt! Ich weiß wie ich bin, ich weiß was ich will, wie ich reagiere und wie ich auf andere Menschen wirke. Das kann sicher nicht jeder von sich behaupten.

    Ich habe viel durchgemacht, mit Eltern, Freunden, eigener Identität, Jobs und einfachen alltäglichen Dingen.

    Mein leben ist DAS Chaos.

    …..

    Ich hatte mich neu verliebt, so richtig!
    Als ich ihn das erste mal getroffen hatte, konnte ich erstmals die Enttäuschung der Vergangenheit vergessen!
    Er war perfekt,.. ich war glücklich und er…?
    Er war vergeben : (.
    So ist dass doch immer. Die besten Männer sind vergeben oder schwul und er ist beides!
    Wir trafen uns nun schon zum dritten Mal.
    Der Tag begann wie jeder der von mir mittlerweile liebevoll genannten „Hannes-tage“ -.- .

    _________________________________

    Der Handywecker klingelte.~~~

    „Schon wieder 06:30?“ *seufz

    Schließlich wälzte ich mich noch ein paar mal hin und her, bis meine Zimmertür aufsprang und mein Vater hineinpolterte. *klatsch* machte es, als seine Hand auf den Lichtschalter schwang. *BZZZzzzz* Ein gleißendes Licht blendete meine müden Augen, so dass ich sie zu schmalen Schlitzen zusammenkniff, als seine tiefe Stimme ertönte,: „Aufstehn! Is glatt draußen!“

    Kurze knappe Anweisungen… wie immer.. .

    Also stand ich auf, schwang mein Handtuch, das stets griffbereit neben meinem Bett auf einem Stuhl lag um die Hüfte, tapste mich Schritt für Schritt vorwärts Richtung Zimmertür und schon hörte ich es, das Rauschen des Morgens.

    Für mich ist es das fast schon wundervollste der Welt, morgens zum „Wachwerden“ ausgiebig und heiß zu duschen. Jedoch war sie schon in Benutzung! Meine Mutter drängelte sich wieder mal vor -.- also stolperte ich einen Schritt nach hinten und ließ mich auf meine Couch fallen.

    Ich begann zu frieren~~~~
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  • GayNow-Artikel: Homo-Aktivist Walter Tróchez in Honduras ermordet

    walter_trochezDer Menschrechtsaktivist Walter Tróchez,  der sich in der honduranischen LSBT-Bewegung (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) einsetzt, wurde am 14. Dezember in der Hauptstadt des Landes, Tegucigalpa erschossen. Der Mord ist Teil einer Reihe von gewalttätigen Anfeindungen, Übergriffen und Menschenrechtsverletzungen gegenüber LSBT in Honduras seit dem Militärputsch im Juni 2009. Tróchez nannte in seinem Brief vom 16. November, in dem er über die gefährliche Lage berichtete, 9 ermordete LSBT Aktivist_innen  in den 4 Monaten seit dem Putsch. Die International Gay and Lesbian Human Rights Commission  sprach bei der Ermordung von Tróchez sogar vom 16. Mord dieser Art seit dem Staatsstreich. Amnesty International, HRW (Human Rights Watch) und weitere Organisationen kritisieren öffentlich die massiven Menschenrechtsverletzungen und fordern eine umfangreiche Aufklärung und juristische Ahndung der Morde. HRW sprach von einem gefährlichen Muster von Gewalt an LSBT seit dem Staatsstreich. Juliana Cano, die im Namen von HRW hierzu recherchiert, sagte: „Die zunehmende Gewalt gegen Menschen die anders aussehen oder anders lieben spiegelt eine Krise der Intoleranz wieder.“

    Walter Tróchez war Aktivist der Widerstandsbewegung, sowie HIV/Aids-Aktivist in Honduras und setzte sich gegen den Putsch ein. Er hat mehrfach über homo- und transphobe Ermordungen seit dem Staatsstreich berichtet und publiziert. Hierdurch wurde er zum Feind der Putschregierung und ihrer Unterstützer_innen. Einige Tage vor seiner Ermordung, am 4. Dezember, wurde er von 4 Maskierten gekidnappt, zusammengeschlagen und bekam eine Morddrohung, dass er unmittelbar mit seinem politischen Aktivismus aufhören solle. Die Kidnapper versuchten, Informationen von ihm über die Widerstandsbewegung zu bekommen. Es gelang ihm glücklicherweise zu fliehen. Anschließend reichte er eine Beschwerde ein, mit nationaler sowie internationaler Unterstützung. Noch im gleichen Monat wurde er aus einem vorbeifahrenden Auto heraus mehrfach angeschossen. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

    Laut der Honduras-Expertin und Assistenz-Professorin für Anthropologie an der American University in Washington, D.C., die täglichen Kontakt zur Oppositions- und zur LSBT -Bewegung pflegt, hat der Mord an Tróchez eine besonders starke Außenwirkung. Einerseits war er innerhalb der Widerstandsbewegung gegen den Staatsputsch aktiv, andererseits hat er innerhalb dieser Bewegung seine Mitstreiter_innen mit ihrer eigenen Homo- und Transphobie konfrontiert und so zu mehr Respekt und Toleranz innerhalb der honduranischen Linken geführt.

    Verschiedene Quellen beschuldigen die Regierung des Mordes an Walter Tróchez und weiteren Aktivist_innen, die Regierung weist jede Schuld von sich. Die polizeilichen Ermittlungen haben laut eigener Aussagen der Behörden nichts ergeben. Das einzige was herausgefunden wurde, sei, dass die honduranische Polizei mit dem Mord nichts zu tun habe.

    Der Putsch des demokratisch gewählten Präsidenten Manuel Zelaya ereignete sich am 28. Juni 2009 in Tegucigalpa. Vorangegangen war eine kontroverse Debatte um die Einberufung eines Volksentscheids. Zelaya hatte vor für den 28. Juni eine Volksbefragung stattfinden zu lassen, in dem die Bevölkerung entscheiden sollte, ob gleichzeitig zur Präsidentschaftswahl im November über ein Referendum zur Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung abgestimmt wird. Zelayas Kritiker_innen warfen ihm vor, hiermit auf eine  rechtliche Grundlage für eine Wiederwahl von ihm als Präsidenten abzuzielen. Die Änderung dieses Paragraphen ist eigentlich in der Verfassung verboten.

    Vorangegangen waren Streitigkeiten um Zelayas politische Orientierung. Der zunächst als konservativ-liberaler Präsident gewählte Zelaya hat aktuell seine Hauptunterstützung durch die honduranische Linke, sowie durch das linksgerichtetete lateinamerikanische Staatenbündnis ALBA. Dies führte zu enormen parteiinternen Konflikten. Der Putschpräsident Michelletti ist Mitglied derselben Partei wie Zelaya und damit ein Beispiel für die Spaltung der Partei.

    Vieles hängt nun davon ab, ob die neue honduranische Regierung von anderen Staaten  anerkannt wird oder nicht. Im November wurde der neue konservative Kandidat Porfirio „Pepe“ Lobo zum Präsidenten gewählt. Die Wahl ist allerdings höchst umstritten. Unabhängige NGOs  haben mehrfach dazu aufgerufen, die Wahl nicht anzuerkennen. Des weiteren berichten sie ebenso wie die Widerstandsbewegung des Landes von einer Wahlenthaltung von bis zu 70%. Demonstrationen am Tag der Wahlen wurden gewalttätig niedergeschlagen, Menschen die dazu aufriefen, die Wahlen zu boykottieren wurden mit hohen Strafen und dem Entzug der Staatsbürgerschaft bedroht. Es gibt Berichte, dass Militär und Polizei politisch instrumentalisiert worden sind für Einschüchterungen und Morde.

    Die deutsche Bundesregierung hat sich noch nicht klar zur Anerkennung der Wahlen  geäußert. Vizeregierungschef Guido Westerwelle ist aber für eine Anerkennung. Die EU ist hierbei gespalten. Fast alle Staaten Nord- und Südamerikas lehnen eine Anerkennung der Wahlen ab, mit Ausnahme der USA, Kolumbiens, Panamas und Costa Ricas. Die Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft, angeführt von Brasilien und Venezuela betreiben weiterhin eine Isolationspolitik gegenüber der neuen honduranischen Regierung.

    Eine besondere Rolle in diesem Konflikt spielt die FDP und insbesondere die ihr nahe stehende „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“ (FNS). Die Stiftung hat schon seit langem intensive Kontakte zu den konservativ-liberalen Kräften in Honduras, die verantwortlich sind für den Staatsputsch. Direkt nach dem Staatsstreich veröffentlichte der FNS-Regionaldirektor Christian Lüth einen „Bericht aus aktuellem Anlass“, der den Titel trägt „Mehr Täter als Opfer“. Zelaya wird hierin vorgeworfen, selbst Schuld an der Situation zu sein: „Seit Monaten provozierte der Präsident die Legislative und die staatlichen Institutionen …“. Die Putschist_innen, hätten, so der Bericht „keine andere Wahl“ gehabt. Obwohl der Staatsstreich beim Großteil der internationalen Gemeinschaft auf klare Kritik stoß, nannte ihn die FNS eine „Rückkehr zu Rechtsstaat und zu Verfassungsmäßigkeit“. Auch lud die FNS verschiedene Vertreter_innen des Putsches zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Inzwischen hat sich Lüth von seinen anfänglichen Aussagen aber distanziert. Der tageszeitung teilte er im November mit „Es gab schwarze Monate.“ und forderte sogar die Wiedereinsetzung des gestürzten Präsidenten Zelaya. Die Diskussionsveranstaltung verteidigte er aber weiterhin mit der Aussage „Wir haben ein Meinungsspektrum wiedergegeben, das ungewöhnlich war.“.

    Anlässlich dieser Ungerechtigkeiten und Missstände hat die Berliner Gruppe Honduras-Koordination zu einer Kundgebung für den 26.1. vor dem Auswärtigen Amt aufgerufen. Im Anschluss hieran marschiert das Berliner „Queere Bündnis Walter Tróchez“ zu einer eigenen Demo vor der FDP-Bundesgeschäftsstelle . Die Forderungen des Bündnisses sind eine Unterstützung der honduranischen Menschenrechtsaktivist_innen und LSBT, keine Anerkennung der Präsidentschaftswahlen vom November 2009, eine sofortige Aufklärung der seit dem 28.6.2009 in Honduras verübten Verbrechen sowie eine Beendigung der Zusammenarbeit von FDP und NFS mit den Putschist_innen und ihren Verbündeten.

  • von kalten wintertagen und schwulen artikeln

    ihr kennt das warscheinlich auch,  jeden morgen wenn man aus dem haus geht kommt es einem so vor als würden einem die polypen in der nase abfrieren, sollte man es wagen einmal die eisige luft des diesjährigen januars durch den riechrüssel einzuatmen.

    da hilft eigntlich nur eines sich zu hause zu verkriechen, die fenster mit teppichen abzudichten und kerzen aufzustellen. die geben einem wenigstens das gefühl von wärme.

    genau dies habe ich auch vor ca. 2 wochen getan und habe im inetrnet einen ganz tollen artikel in der süddeutschen zeitung über das schwulsein und das bild welches von homosexuellen im speziellen schwulen in den medien zur zeit propagiert wird gelesen. der link zu dem artikel „gemachte männer“: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32151

    ich finde den artikel ganz gut und meiner meinung nach enthält er viele probleme welche  jungen schwulen als auch erwachsenen begegnen.

    wie seht ihr den die problematik, sich als schwul auf der arbeit zu outen, oder den ewigen vorurteilen ausgetzt zu sein? mit vorurteilen meine ich auch, dass ein schwuler die bessere beste freundin einer frau ist, kreativer ist,…

    ich denke auf jeden fall darüber nach teile dieser problematik, bezüglich wie der schwule in den medien dargestellt wird oder im umfeld der arbeit sich behaupten muss demnächst mal in der jugengruppe einen abend mal zu diskutieren.

    datum für diesen abend wird bald hier auf unseren blog bekannt gegeben.

    ansonsten wünsch ich euch noch schöne auch wenn kalte tage.

    ein paar tipps noch zum ende:

    – paprika hat mehr vitamin C als eine zitrone

    – sauna gehen ist zu dieser jahreszeit sehr gesund

    und zuletzt ein neun mal kluger spruch: an apple a day keeps the doctor away!

    michael

  • die jugendgruppe romeo & julius 20plus am 29. januar 2010: spieleabend

    am freitag gibt es wieder unseren schönen traditionellen spieleabend. ihr könnt karten, monopoly oder siedler spielen. unsere spieleauswahl bietet eine menge möglichkeiten. eigene spiele könnt ihr natürlich auch gerne mitbringen. ihr seit eingeladen zu einem netten abend mit anderen schwulen ab 20 jahren ins mann-o-meter um 20 uhr. kommt vorbei und habt spielerisch-kindischen spaß;)

  • die jugendgruppe romeo & julius am 28. januar 2010: videoabend

    dieses malist wieder videoabend und wir präsentieren euch einen tollen Film über die geschichte der schwulenbewegung. mehr wird noch nicht verraten, nur so viel: ihr werdet eine gute unterhaltung bekommen.

    viel spaß dabei und wir freuen uns auf dich.

  • Bildungsberatung im Mann-O-Meter

    Seit kurzem gibt es im Mann-O-Meter jeden 2. Mittwoch eine Bildungsberatung durch Steven Baumgarten vom LernLaden Neukölln.

    Der LernLaden Neukölln ist eine Beratungsstelle für Aus- und Weiterbildung und liegt im Zentrum Neuköllns. Der LernLaden bietet kompetente Weitergabe von Informationen an und hat im Ladencharakter von Montag bis Samstag zu ladenüblichen Öffnungszeiten auf. Eine Beratung ist auch ohne Anmeldung möglich.

    Darüber hinaus ist eine Begleitung zu Ämtern und Behörden möglich. Gemeinsam mit dem Kunden werden Lösungen entwickelt, die sowohl die Beratung zu Bildungsfragen als auch die Vermittlung in Weiterbildung und/oder die Unterstützung bei der Akquisition von Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen umfassen können.

    Selbstverständlich ist die Beratung kostenfrei sowie anonym.