Der Waldschlösschen-Appell

Das klingt zwar ganz putzig: „Waldschlösschen-Appell“, aber es ist bitterernst.

Die Rechte von Nicht-Heterosexuellen stehen im Moment auch in Deutschland ganz oben auf der Liste der Lieblingstalkshowthemen. Klar, es tut sich viel. Das Bundesverfassungsgericht treibt die Politik von Angie & Co. vor sich her und die Gesellschaft ist heute, wenn man Meinungsumfragen Glauben schenken darf, sehr viel toleranter (reicht es, tolerant zu sein???) als gemeinhin besonders von konservativen Politiker_innen und Talkshowgästen angenommen.

Aber: Wo die Entwicklung sehr stark in eine Richtung tendiert, da bekommen einige gut gesittete Mitmenschen Angst, ihre im Trockenen geglaubten Schäfchen müssten nun ihren Stall mit den Schäfchen Anderer teilen. Und diesen zum Teil sehr hässlichen Trend bekommen wir immer wieder zu sehen. Und das im Öffentlich-Rechtlichen!

Deshalb also der Waldschlösschen-Appell, in dem sich zuerst eine Reihe von Journalist_innen und Medienleuten gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans* in den Medien wenden. Und das Beste daran: Wem die ständige Wiederholung vermeintlicher Argumente („Homosexuelle können keine Kinder kriegen“ – HÄH???; „Homosexualität ist ansteckend“ – HÄH???; usw.) auf den Nerv geht, wer schon immer gehofft hat, dass irgendein_e couragierte Talkshowmoderator_in derart diskrimierende und menschenverachtende Äußerungen brüsk zurückweisen und die/den Absender_in rausschmeißen würde, der kann jetzt zumindest ein fettes Achtungszeichen setzen – mit einer virtuellen Unterschrift bloß!

Hier geht’s zum Aufruf: www.der-appell.de

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Wenn Andersein normal wird, kann jede_r anders sein, ohne unnormal zu sein. Auch so eine Art Lebensort Vielfalt!

Ach ja, Waldschlösschen

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