Romeo & Jungschwuppe am 22.7.: CSD!

CSD-Truck mit Siegessäule

Liebe Freunde, liebe Feiergemeinde,

es ist wieder so weit, der alljährliche CSD-Umzug steht an und wir sind diesmal gut zu Fuß, nicht wie auf dem Foto von vor zwei Jahren mit fettem Truck. Naja, ein bisschen Bewegung hat ja noch keinem geschadet. Und so sind wir auch viel flexibler. Mal stehen bleiben, weil jemand auf Toilette muss, der nächste will kurz am Rand telefonieren, ein anderer wartet noch auf einen Freund, der nächste braucht dringend mehr Fanta und sucht am Wegesrand. Großgruppen auf Großveranstaltungen sind für die einen der ultimative Lackmustest freundschaftlicher Verbindungen. Wer das schafft, hat das Zeug für mehr. Für die anderen ist es einfach der blanke Horror. Wir möchten versuchen, alle und alles unter einen Hut zu bekommen und laden euch deshalb ein, euch ganz zentral in der Jungschwuppen-Hochburg am Nollendorfplatz, bekannt als Mann-O-Meter, mit uns zu treffen, um dann gemeinsam loszuziehen. Wer wie lange bis wohin zusammen bleibt, das werden wir dann sehen. Fest steht: Samstag, 13 Uhr, Mann-O-Meter – und dann warten wir auf den Zug!

Wir freuen uns auf einen bunten, hoffentlich regenarmen Tag, der nicht nur Party und Musik bedeutet. Denn allein die Tatsache, dass nicht-heterosexuelle Menschen öffentlich derart in Erscheinung treten (und das in Berlin meist auch können), ist an sich schon etwas sehr politisches. Oder?

Liebe Grüße und vielleicht bis gleich
Eure AG Jugend im Mann-O-Meter

 

23.7.: CSD! Treffen um 13 Uhr im MOM

Hey Jungs,

der CSD steht ins Haus und das Wetter wird uns Freude bereiten! Habt ihr niemanden, mit dem ihr zum CSD gehen wollt? Oder habt ihr ganz viele Freunde, die aber auch unbedingt die coolen Typen vom MOM mal kennenlernen sollen? *hüstl* Oder wartet ihr einfach nur auf die Möglichkeit eines festen Treffpunkts? Dann ist das hier eure Info:

23.7. – 13 Uhr – Mann-O-Meter

Jakob und ich (Stefan) erwarten euch, damit wir uns nach einer kurzen Ankommphase mit euch ins Getümmel stürzen können! Egal wo, wie oder mit wem ihr feiert – wir wünschen euch viel Spaß!!!

Eure AG Jugend

CSD Berlin 29
_die Polizei feiert mit_

Youngsters‘ Wednesday at 6th July / Jungschwuppenmittwochsclub am 6.7.: 13 months are almost one year / 13 Monate sind fast ein Jahr

Hey guys,

one year after a pride week follows… another prideweek, right! In Berlin we were used to celebrate the „Stadtfest“ in mid-June, the gay pride called „CSD“ one week later. So what’s up this year? June is over and nothing has happened yet?! The blame lies with soccer! It’s not only responsible for that the news on TV ignore everything else than Brexit and – of course – soccer. It also made those responsible to reschedule the Stadtfest and the CSD. And so one year after the last pride week we slowly start to warm up for the next one. I don’t care, no, more than this, I aprreciate this, because the weather is usually much better end of July. But – though I really like soccer – I wonder if it is really neccessary to bow to the black-red-golden drunken fanpark masses. What do you thin? Let’s discuss this or let’s check out what’s your favourite ice cream. Or even both, depending on the weather, of course.CSD 2015

As every wednesday we meet at 6 pm at Mann-O-Meter. And this week the boss himself (haha!!!) is glad to welcome you and the Berlin pride month 2016! Cu 🙂

Stefan


Hey Jungs,

ein Jahr nach der Pride Week folgt… die nächste Pride Week, richtig! In Berlin hatten wir uns daran gewöhnt, das Stadtfest Mitte Juni und den CSD einen Woche später zu feiern. Und was ist dieses Jahr los? Der Juni ist vorbei und nichts ist bisher passiert?! Schuld hat der Fußball! Der ist nicht nur dafür verantwortlich, dass in der Tagesschau nichts außer Brexit und eben Fußball zum Thema wird. Er hat auch dafür gesort, dass die Verantwortlichen das Stadtfest und den CSD in Berlin verlegt haben. So starten wir lange nach einem Jahr nach der letzten CSD-Saison so langsam ins Warmup für die diesjährige lesbischwule Jahreszeit. Mir soll’s recht sein, das Wetter ist Ende Juli sowieso besser als im Juni. Aber – und das, obwohl ich echt auf Fußball stehe – ich frage mich, ob es wirklich notwendig war, sich den scharz-rot-goldenen betrunkenen Massen auf der Fanmeile zu beugen. Was glaubt ihr? Lass uns das diskutieren. Oder doch lieber die Lieblingseissorte? Oder sogar beides? Je nach Wetter, natürlich!

Wie jeden Mittwoch treffen wir uns 18 Uhr im Mann-O-Meter. Diesmal freut sich der Häuptling persönlich darauf, euch und den Pride-Monat 2016 begrüßen zu dürfen! Bis morgen 🙂

Stefan

Jungschwuppen Mittwochsclub am 24.06.15 – PREID

Zum Regenbogen Kotzen

Hallo ihr Lieben!

Die Stadt steht auf dem Kopf, das Straßenfest wummerte vor sich hin am Wochenende, die Queen kommt, und es folgt das CSD Wochenende, für viele ein Höhepunkt im Jahr, für seine Rechte als schwul-lesbisch-trans oder irgendwie anders auf die Straße zu gehen. Zu zeigen, dass man da ist, dass man nicht allein ist und dass man stolz darauf ist!

Und dieses Jahr haben wir einen besonderen Leckerhappen für Euch! Wir haben wieder einen CSD Wagen in Kooperation mit Warner Bros!

Mehr dazu und auch zu ganz anderem, alltäglichen Wahnsinn morgen am Mittwoch im Mann-O-Meter bei unserem Mittwochsclub!

Wir treffen uns wie immer am Mittwoch um 18 Uhr im MOM!

Breaking News +++ Stadtfest +++ CSD +++ Breaking News

ng News +++ Breaking New +++ Breaking News +++ Breaking News +++ Breaki

Hey Jungs,

die kürzesten Nächte haben uns erreicht! Und damit die kürzesten Blogeinträge. Für die folgenden Wochenenden haben wir folgendes für euch vorbereitet:

  • Lesbisch-Schwules Stadtfest am 20./21.6.: Ja, auf dem Stadtfest sind wir am Samstag in der Motzstraße vertreten. Zwischen 13 und 18 Uhr gibt es tolle Preise zu gewinnen, wenn ihr die Schnitzeljagd erfolgreich abschließt oder genügend Tröpfchen beim Spermaquiz sammelt!
  • CSD am 27.6.: Wir haben einen Truck. So einen richtigen. Keinen Kleinwagen. Ok, es ist nicht ganz unserer, sondern ein gesponsorter. Egal, wir können ihn zu unserem machen. Näheres per Mail!

Wir freuen uns auf euch!

Die AG Jugend im Mann-O-Meter

king News +++ Breaking New +++ Breaking News +++ Breaking News +++ Brea

Romeo & Julius am 12.06: Bewegung ist, was Reibung macht

Hallo Jungs,move

diese Woche beschäftigen wir uns in Vorahnung auf den CSD und andere Spektakel in Berlin mit dem Thema LGBTI* Bewegung. Passend dazu wollen wir ins SchwuZ fahren, aber schon ein bisschen früher als sonst vielleicht, denn dort findet eine Podiumsdiskussion zu genau diesem Thema statt! Diese beginnt um 21:30 Uhr, also zu perfekter Jungschnuppen Zeit!

In unserer Einstiegsrunde wollen wir uns folgende Fragen stellen:

  • Was ist die LGBTI* Bewegung?
  • Warum brauchen wir unseren eigenen Raum als nicht-heterosexuelle Menschen? Straßenfeste, Partys, Bars, Saunas oder Beratungs- und Informationszentren?
  • Wie gehts weiter damit?

Anschließend daran gehts dann mit der U-Bahn Richtung Neukölln, da sitzen auf dem Podium noch jede Menge schlaue Personen die uns Input zu dem Thema geben können. Input kann sich aber natürlich auch gleich in konzentrierter, flüssiger Form an der Bar geholt werden 😉 Denn danach steigt die große Party mit Partyveranstaltern als DJ’s auf allen Floors!

Wir treffen uns wie immer am Freitag um 20 Uhr im MOM!

 

Jungschwuppen Mittwochsclub am 06.07. 2014: Es wendet sich das Blatt!

Wir freuen uns sehr über manche Entwicklungen der letzten Stunden.

CSD! CSD! CSD!

Habt ihr früher jemals das Initialwort „CSD“ oder das LGBT-Thema öfter gehört als in diesem Jahr?

Wir, nicht. Jedenfalls nicht so oft in den überregionalen Zeitungen. Und es wir immer besser!

In Uganda können Schwulen und Lesben endlich ihre CSD-Parade am helllichten Tag veranstalten.

Noch in diesem Jahr, 2014, wollte ugandischer Staatschef Yoweri Museveni jeden zu Lebenslänglicher Haft -früher gar zu Tode- verurteilen von dem nur vermutet wird,  dass er  Homosexualität „praktiziere“. Nach wiederholtem internationalem Druck, vor allem seines größten Wirtschaftspartners,der USA, ist nun eins der schwulfeindlichsten Gesetzte der Welt aufgehoben worden. Noch ist nichts gewonnen, dennoch wendet sich das Blatt ein wenig.

Habt auch ihr vielleicht etwas Schönes zu berichten? Hiermit laden wir euch herzlich ein zum Kaffee, Kakao oder Tee!

Wie immer am Mittwoch! Um 18 Uhr! Ins Mann-O-Meter!

Es erwartet euch freudig Clément.

Romeo & Julius am Freitag, 30.05.2014 – Spieleabend: Reise nach Jerusalem SONDEREDITIONXXXL

Wunderschön: Hortensie von Hodenstock 🙂

Hallo ihr Lieben,

der Monat neigt sich dem Ende zu und der Juni steht wieder vor der Tür! Das heißt: Die Pride Saison geht wieder los! Regenbogenfahnen aus dem Fenster und raus auf die Straße! 🙂 Für manch einen alten Hasen ist das ganze auch nichts Neues mehr, doch die meisten werden sich an besondere Momente bei diesen „Prides“ erinnern. Pride – Stolz, das heißt stolz zu sein, wer und wie man ist und das auch feiern, so eine Art Tag für uns. Highlights in Berlin sind das schwullesbische Straßenfest Straßenfest am Wochenende des 14,15., bei dem auch wir Jungschwuppen vertreten sein werden am Mann-O-Meter-Stand mit einer Mitmach-Aktion, außerdem den CSD auf der Spree am Donnerstag, den 19. und natürlich der Umzug am 21.

Es wird dieses Jahr tatsächlich 3 CSD Umzüge am 21. Juni geben: Den transgenialen CSD in Kreuzberg (antifaschistisch-feministisch-queer), den traditionellen CSD mit Start am Kuhdamm (CSD ev) mit Abschluss an der Siegessäule und den des Aktionsbündnisses 2014, startend an der Ugandischen Botschaft mit Abschluss am Nollendorfplatz. Das muss man Berlin auch erst mal nachmachen, aber das passt ja irgendwie auch zu Berlin 😉

Doch Ende Monat Mai heißt natürlich auch wieder: Spieleabend! Und da Martin noch völlig im Nahost Fieber ist, wird dieses Mal zur Auflockerung „Reise nach Jerusalem“ gespielt. Hoffentlich ist der Gruppenraum frei! 😀

Wir treffen uns wie immer am Freitag um 20 Uhr im MOM!

Jungschwuppen Mittwochsclub am 26. Februar: Alles Stonewall oder was?

Hallo ihr Lieben,

diese Woche im Mittwochsclub: Alles rund um das hitzig diskutierte CSD bzw Stonewall- Thema! Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, in Sachen CSD brennt in Berlin gerade die Luft! Eine Umbenennung in Stonewall Parade ist geplant und der Vorstand des CSD e.v. der das ganze ausrichtet, ist großer öffentlicher Kritik ausgesetzt, während sich parallel die „relevanten Akteure“ beim CSD Forum  im DGB Haus die Köpfe einschlagen ^^ erfahrt ihr aus möglichst neutraler Position (wenn das überhaupt möglich ist) alles rund um die aktuelle Diskussion!

Ansonsten gibt es natürlich wieder alles andere, was ein guter Mittwochskaffe und Kakaoklatsch zu bieten hat: Jungs, Talk und ein kleines bisschen Wahnsinn!

Wir treffen uns wie immer am Mittwoch um 18 Uhr im MOM!

Jungschwuppen Mittwochsclub am 26.06.

AHat man das schon mal gesehen? Schwuppdischwupp war der Strom alle. Es war die Erfindung des Leisetretens. Was war passiert? Eine perfekt durchgeplante Vorbereitung – und dann so ein dummer Zwischenfall. Auf jeden Fall hatten wir auf dem CSD den besten bis zweithübschesten Wagen. Und wir möchten allen dicke danken, die dabei mitgeholfen haben. Also Jungschwuppen-Gruppenbesucher und Jugendgruppenleiter, alle sind gemeint!C

Am Ende ist es doch so: BWir wissen jetzt wie es läuft und werden es in Zukunft genauso machen, nur noch besser!

Eine kleine Rückschau, die große Vorausschau, eure besten Pride-Month-Survival-Experiences – all das und noch viel mehr bei kuschligen Heißgetränken auf der Freiluftterrasse des Mann-O-Meters, unter große Kunststofffolien getaucht, um ja nicht im Frühsommerregen zu ersaufen – was will man(n) und boy mehr?

Deshalb und damit ganz viele Meinungen dabei sind:

Mittwoch, 18 Uhr, Mann-O-Meter. Gern auch mit Sound!

(Aber keine Handytöne, is klar…)

Linktipp: Aber nicht abstürzen 😉 – Klick!

Romeo & Julius am Freitag, 14.06.: Pride Fever!

I got the Pride Fever!

Hallo Jungs,

es ist wieder soweit: Die sogenannte „Pride Week“ steht an! Dies ist der Name für das gesamte Programm rund um den CSD und das Straßenfest. Diese Woche wollen wir uns treffen und uns auf den neuesten Stand bringen! Was ist was und wann? Z.B.: Was hat es mit dem CDU Ausschluss auf sich, was ist mit dem alternativen CSD in Kreuzberg? Und da wir dieses Jahr mit einem eigenen CSD Wagen dabei sind, gibt es für uns auch noch ein paar Sachen zu planen für nächste Woche!

Außerdem wollen wir diskutieren, was diese Feste für eine Bedeutung haben.. Warum scheint es für viele von „uns Schwulen“ so wichtig zu sein, uns auf solchen Veranstaltungen zu präsentieren und zu feiern…

Nach kunterbunter queerer Gesprächsrunde, nach der uns die Regenbogenblasen schon aus dem Mund blubbern ziehen wir um die Ecke über die Motzstraße und sehen uns bei einer kalt gezapften Milch den Aufbau des schwullesbischen Straßenfests an! Denn der ist quasi direkt vor unserer Tür. Und unser Mutterschiff Mann-O-Meter hat auch einen großen Informationsstand!

Wir treffen uns also wie immer am Freitag, den 14.06. um 20 Uhr im MOM und es begrüßt euch eure Prideprinzessin Martin Möchtegern

Romeo & Julius am Mittwoch, den 22.06.11: Geschichte des CSD

230607BRE375Hallo Jungs,

da am Samstag mit dem CSD der Höhepunkt der Berliner Pride-Time stattfindet, wollen wir uns diese Woche einmal mit der Geschichte des CSD beschäftigen: damit woher er eigentlich kommt, was er überhaupt ist und wie sich der CSD in Berlin bis heute entwickelt hat. Wie feiert es sich am besten und was zieht man vor allem an zur ‚heißesten Party des Jahres‘? Diesen und anderen Fragen werden wir nachgehen 😛 Wir werden auch über den Transgenialen CSD sprechen und klären, wie dieser sich vom eigentlichen CSD unterscheidet und warum der eine eher auf den einen und der andere eher auf den anderen geht.

Wenn ihr also Lust habt, dann kommt doch einfach am Mittwoch, den 22.06.11 zu 18:00 Uhr ins MOM. Wir von der Jugendgruppe freuen uns auf euch!

Es grüßt der Jojo 😀

neues CSD-Motto: „Normal ist anders“, also naja….

vor kurzem hat sich das berliner csd-plenum getroffen und das neue motto auserkoren. das ober-thema wurde auf dem vorherigen plenum ausgewählt:  „normalität“. ich möchte die information hinzufügen, dass vor einer jeden motto-entscheidung alle, wirklich alle, die möglichkeit haben, einen vorschlag zu machen, und danach gibt es ein für alle öffentliches plenum, also schon wirklich basisdemokratisch und cool.

da dachte ich mir, hmm… also das letzte motto war „stück für stück ins homo-glück“, ein eindeutiges verbal-diarrhöö und das davor war „hass du was dagegen“ auch jetzt nicht gerade homo-hit-verdächtig… aber da das ganze ja basis-demokratisch und so abläuft kann ich den guten organisierenden nichts vorwerfen, also kam ich zu dem entschluss, einfach selbst was auszudenken. aber ich gebe schon zu, dass ich weiß dass meine namens-kreationen mir zwar stets eine menge spaß bereiten, sie aber leider nie gerade massenkompatibel geschweige denn csd-vermarktbar sind (achtung subtile gesellschaftskritik!). aber trotzdem wollte ich mir den spaß nicht verderben lassen und habe einfach mal so tolle radikalinski-sprüche wie „fuck gender – be yourself“ und „frauen, männer, 2 geschlechter – alles scheiße“ vorgeschlagen. dies tat ich mit dem wissen, dass es zwar auf jeden fall abgelehnt wird, aber vielleicht stößt meine motto-thematik ja eine andere richtung an für das richtige motto.

naja, dieses mal wurde nichts drauß mit großer veränderung, da „normal ist anders“ einfach mal so allgemein ist, dass schätzungsweiße niemand eine neue stoßrichtung im motto sieht, aber was soll ich tun… immerhin ein versuch

GayNow-Artikel: Transgenial oder ganz normal – Erfahrungsbericht eines Neu-Berliners, der beide Berliner CSDs besucht hat

Erfahrungsbericht eines Neu-Berliners, der beide Berliner CSDs besucht hat

„Der Mainstream-CSD ist doch total kommerzialisiert und unpolitisch geworden!“, „Der Transgeniale CSD spaltet doch bloß die Szene und hat kaum ein Presseecho!“. Dies sind die üblichen Kommentare, die man bekommt, wenn man sich öffentlich für einen der beiden CSDs ausspricht. Und es ist etwas dran, beide haben ihre Schattenseiten. Um mir ein eigenes Bild dieses Konflikts zu machen, habe ich mich entschlossen, zum Vergleich auf beide CSDs zu gehen. Der Transgeniale CSD (auch T-CSD genannt) wurde von Aktivist_innen gegründet, um eine politische Alternative zum ihrer Meinung nach entpolitisierten normalen CSD zu schaffen. Dem wollte ich nachgehen. Glücklicherweise hat der normale CSD ein paar Stunden früher angefangen als der Transgeniale, sodass es gut möglich war, an einem Tag beide zu sehen.

Als ich am normalen CSD ankam, war das Wetter noch recht grau und auch die Stimmung eher mäßig. Die Leute brauchten anscheinend noch mehr Prosecco, um wirklich warm zu werden. Ich persönlich bemesse einen CSD und vor allem die Wagen der Parteien an ihrer Kreativität, wie sie politische Inhalte öffentlichkeitswirksam vermitteln. Nach diesen Kriterien war der normale CSD und im besonderen die Wagen der Parteien recht ernüchternd. Der erste Wagen der mir ins Auge fiel, bereits aufgrund der Dekofarbe, war der der Grünen. Es gab einige Flyer und Sticker, die wichtige Themen wie beispielsweise die Reform des Transsexuellengesetzes ansprachen, also durchaus eine politische Initiative. Aber ein wirkliches Demo-Gefühl kam hier leider nicht auf. Weder politische Aktionen, noch kreative Transparente waren zu sehen.

Ein beliebtes Contraargument gegenüber dem normalen CSD ist, dass er zu einer großen Party geworden ist, aber nichts mehr mit einer politischen Demonstration zu tun hat. Natürlich gehört Musik und gute Stimmung zu einem erfolgreichen CSD dazu, aber besonders der Wagen der SPD war ein gutes Beispiel, wie etwas einst Politisches nun zu einer Feier geworden ist, die eher an eine GMF-Pary erinnert, an als eine politische Homo-Demo. Die Wagen der Linkspartei und der FDP fielen kaum auf, auch eine politische Aussage. Der einzige interessante Parteien-Blickfang war die CDU. Die biedere Kleidung, das bürgerlich-konservative Auftreten und eine beeindruckend langweilige Wagen-Deko veranlassten einen Freund von mir zu dem Kommentar, man sollte doch nächstes Jahr Sticker mit dem Slogan „Unfickbar“ auf ihren Wagen kleben, falls sie dieses Image im nächsten Jahr wiederholen sollten. Da zeigt sich wieder, Politik hat auch etwas mit Ästhetik zu tun.

Was mich persönlich sehr gefreut hat, war die Tatsache, dass es immer noch Wagen auf dem normalen CSD gab, die einen politischen Anspruch hatten und dies auch nach außen trugen. Besonders fiel mir hierbei der Wagen von Lamda auf. Einerseits haben sie es geschafft, mit einem relativ kleinen Wagen politische Statements mit guter Stimmung zu verbinden, andererseits kreierten sie meinen persönlichen CSD-Lieblingsslogan: „Für bessere CSD-Mottos!“, was angesichts des diesjährigen Verbaldiarrhoes „Stück für Stück ins Homo-Glück!“ auch wirklich angemessen war.

Nach ca. 2-3 Stunden machten wir uns dann auf den Weg zum Transgenialen CSD. Es kam uns eine zwar eher kleine, dafür aber sehr bunte Gruppe von Leuten entgegen, die von Antifa, über Drag bis zu ganz normal aussehend, so ziemlich alles abdeckte. Riesige Wagen gab es nicht, auch keinen Umsonst-Prosecco, dafür aber „Soli-Sekt“, womit der Transgeniale CSD mitfinanziert werden sollte. Man merkte, den Menschen ging es um eine tatsächliche Aussage, ein politisches Statement. Im Gegensatz zum normalen CSD konnte man die Leute hier wirklich als Demonstrierende bezeichnen.

Leider gab es aber auch hier kaum kreative Aktionen. Hätte sich das Wetter während des Demo-Zugs nicht verbessert, hätte man auch schon ein wenig „Latsch-Demo“-Atmosphäre bekommen können. Durch den plötzlichen Besuch Bushidos auf der Demo wurde dies aber eindeutig verhindert. Bushido, einer der berühmtesten schwulen- und frauenfeindlichen Rapper Deutschlands, bekam einiges an Buh-Rufen von Seiten der Demonstrierenden. Klugerweise konnten die Organisator_innen den Demo-Zug zum weitergehen überzeugen, um Bushido schlichtweg alleine stehen zu lassen und ihm nicht mehr Aufmerksamkeit zu geben. Die Organisator_innen hatten dieses Jahr bewusst auf ein buntes Auftreten gesetzt, nachdem letztes Jahr die Polizei sehr gewalttätig gegen einige Demonstrierende vorgegangen war, da viele einheitlich schwarz gekleidet waren, und das bei der Berliner Polizei schnell eine Art Signallicht aufrufen lässt. Aber auch dieses Jahr waren die Polizist_innen nicht gerade gut gelaunt. Ich wurde persönlich von einem Polizisten verbal und handgreiflich angegriffen, da dieser meinte, ich wolle das Polizei-Auto beschädigen. Wer also sicher vor Polizei-Repression sein möchte, ist auf dem Transgenialen CSD leider immer noch nicht gut aufgehoben.

Im Fazit haben beide CSDs ihre Vor- und Nachteile, weswegen ich eine generelle Aussage, welcher von beiden besser, politischer oder öffentlichkeitswirksamer ist, ablehne. Meiner Meinung nach, könnten beide CSDs viel von einander lernen, wenn sie mehr miteinander kommunizieren würden, und sich nicht als Gegner sehen würden. Kaum ein Thema in der Berliner Homo-Szene wird so polarisiert geführt, wie dieses. Vielleicht sollten schlichtweg mehr Leute einfach mal versuchen, sich beide CSDs anzuschauen. Unterhaltsam ist es mit Sicherheit.

Von Stephan Siepe

die gruppe romeo & julius am 25. juni 2009

diesen samstag findet in berlin wieder der csd – der christopher street day statt. wo der christopher street day herkommt und warum er jedes jahr überall auf der welt von schwulen zelebriert wird, erfahrt ihr diesen donnerstag in der jugendgruppe beim themenabend csd.